Studien zur Nutzung von Social Media Marketing in Unternehmen gibt es inzwischen viele. Besonders interessant ist allerdings die neue Studie „The Global Social Media Check-up 2011“, welche 100 Fortune Unternehmen untersucht hat. Demnach nutzen bereits 84 Prozent der Firmen einen Social Media Kanal. Wir stellen Ihnen die interessantesten Ergebnisse vor.
Allgemeine Ergebnisse
Generell kann festgehalten werden, dass die Unternehmen unterschiedliche Strategien verfolgen, um im Social Web erfolgreich zu sein. So setzen einige lediglich auf nur eine spezielle Plattform und andere gleich auf mehrere. Ein wichtiges Entscheidungskriterium für einen Kanal stellte die Einstiegshürde dar. Während Twitter nahezu über keine Einstiegshürde verfügt, sieht dies bei YouTube beispielsweise bereits anders aus. Der Aufwand und das Budget für die Produktion von qualitativ hochwertigen Videos sind nicht zu unterschätzen. Auf Grund dessen schrecken auch viele Unternehmen vor einem eigenen YouTube Channel zurück.
Twitter verfügt über das stärkste Wachstum von allen Social Media Kanälen
Zwar konnte die Studie ein Wachstum in allen untersuchten Kanälen feststellen (Twitter, Facebook, YouTube und Corporate Blogs), allerdings hat hier Twitter ganz klar die Nase vorne. So verfügen derzeit 77 Prozent der 100 grössten Unternehmen der Welt über einen Twitter-Account. Ein Jahr zuvor waren es hier lediglich 65 Prozent. Bei Facebook ist eine Steigerung von 54 auf 61 Prozent erkennbar. Während Anfang letzten Jahres noch 50 Prozent der Unternehmen YouTube nutzten, sind es nun 57. Das geringste Wachstum war bei den Corporate Blogs erkennbar. Hier ist lediglich eine Steigerung von 33 auf 36 Prozent vorhanden.

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Auch die Zahl der Twitter Accounts hat zugenommen. So verfügen amerikanische Firmen beispielsweise über durchschnittlich 9,9 verschiedene Firmen-Accounts. Der absolute Spitzenreiter in diesem Bereich ist das Unternehmen IBM mit 76 verschiedenen Accounts. Europa liegt mit 3 Accounts hinter dem weltweiten Durchschnitt von 5,8 Accounts zurück.
Besonders positiv fällt auf, dass die Unternehmen den Microblogging-Dienst nicht mehr nur als einseitigen Kommunikationskanal nutzen, sondern mittels @mentions immer mehr den Dialog mit Kunden suchen. Zumindest gaben circa 2/3 der 100 Fortune Unternehmen an, dass sie diese Kommunikationsmöglichkeit kennen und auch nutzen. Jede 2te europäische Firma informiert zusätzlich ihre Follower via ReTweets über interessante News, Videos oder ähnliches. Zwar stellt dies ohne Frage eine positive Entwicklung dar, negativ fällt allerdings auf, dass immer noch 90 der 100 Unternehmen über Twitter massgeblich Informationen verbreiten, die nur das eigene Unternehmen betreffen. Die Möglichkeit, über den Microblogging-Dienst spezielle Gewinnspiele oder Angebote für Follower zur Verfügung zu stellen, nutzen noch nicht einmal 1/3. In diesem Bereich besteht eindeutig noch Optimierungspotenzial.
Die durchschnittliche Followerzahl der Unternehmen ist um beeindruckende 241 Prozent gestiegen. Waren es im Jahr 2010 noch weniger als 1‘500 Follower, sind es heute bereits mehr als 5‘000.

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Ebenfalls interessant: Über 80 Prozent der Unternehmen wird auf Twitter früher oder später einmal gesprochen. (auch wenn das Unternehmen selbst gar keinen eigenen Account besitzt.)
Trend zu mehreren Fanpages auf Facebook
Facebook ist ohne Frage für die untersuchten Unternehmen ein lukrativer Kanal, so besitzen bereits 61 Prozent einen eigenen Auftritt bei Facebook. Während anfänglich die Unternehmen lediglich eine eigene Fanpage bewirtschafteten, sind es heute gleich mehrere. Spezielle Fanpages für das Recruiting, für bestimmte Produkte oder Unternehmensbereiche sind längst keine Seltenheit mehr. Auch versuchen immer mehr Unternehmen ihre Auftritte stärker zu bewirtschaften. So werden auf 84 Prozent der Fanpages immerhin einmal wöchentlich neue Inhalte gepostet. Zum Vergleich: im Jahr 2010 waren es noch 59 Prozent. Weniger positiv fällt allerdings auf, dass in Europa 41 Prozent der Unternehmen keine Kommentare von Fans auf ihrer Pinnwand erlauben. Global sind dies gesamt „nur“ 26 Prozent. Aber das sind auch noch zu viele…

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Fazit
Die Studie beweist einmal mehr, dass Social Media Marketing bei den Unternehmen angekommen ist, allerdings wird auch hier klar, dass immer noch deutliches Optimierungspotenzial besteht. Es scheint immer noch nicht ganz in den Köpfen vieler Manager angekommen zu sein, dass Social Media keine Einweg-Kommunikation ist.
Wir sind schon gespannt wie die Ergebnisse nächstes Jahr ausfallen werden.
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