Kyte – und der User wird zum Produzenten
Online-Videos boomen. Nicht nur professionell gedrehte Clips, sondern besonders solche von «normalen» Usern. Kyte kommt dieser Entwicklung entgegen. Auf der Online-Plattform können Channels eingerichtet und Sendungen gleich live übertragen werden.
Weiterentwicklung von YouTube
Man könnte Kyte den «logischen Schritt nach YouTube» nennen. Denn im Gegensatz zum (momentanen) Alpha-Tier der Video-Plattformen, ist es auf Kyte möglich, einen eigenen Kanal einzurichten. Dieser kann sogar mit einem persönlichen Logo versehen und in Blogs oder auf Facebook eingebunden werden. Produziert wird dann online oder unterwegs mit dem Mobiltelefon.
Kyte unterscheidet sich auch dadurch, dass alle Zuschauer eines Channels miteinander verbunden sind und chatten oder Einfluss auf den Content nehmen können.
Live-Streaming – auch für Handys
YouTube kündigte letzten Monat an, dass es noch dieses Jahr Live-Videos auf der Plattform geben sollte. Auf Kyte ist das Video-Live-Streaming jedoch bereits seit einigen Wochen möglich, für das Mobiltelefon ist das Angebot noch in der privaten Beta-Phase.
Werbemöglichkeiten mit Branding
Nicht nur der «normale» Kyte-Player kann gebrandet werden, sondern selbstverständlich auch die Deluxe-Version für Werbetreibende.
Der «Kyte Premium Player», als erstes übrigens von 50 Cent eingesetzt, hat neben vollständigem Branding auch ein Multimedia-Chat und ein «Fan Channel Tab». E-Commerce-Elemente können ebenfalls integriert werden und alle Daten der User-Interaktionen sind abrufbar. Dazu gibt es sogar die passende Facebook-Applikation.
The Kyte Premium Player can be delivered as a custom branded Facebook application, allowing artists to connect with fans and deliver a branded experience to one of the most popular social networks on the Web.
All diese Möglichkeiten mit dem Player ergeben interessante Werbemöglichkeiten – und erlauben spannende Interaktionen mit den Kunden.
Bereits nach einem Jahr erfolgreich
Hinter Kyte steht die in San Francisco ansässige Firma decentral.tv des Schweizers Daniel Graf. Bereits beim Launch der Beta-Phase im April 2007 war er vom Erfolg der Plattform überzeugt. So warnte er im IT Reseller:
… vor diesen möglicherweise mehr als hundertköpfigen Reporter-Monstern sollten die etablierten TV-Sender auf der Hut sein.
Ob das nun der Fall ist oder (bald) sein wird, sei einmal dahingestellt. Sicher ist, Erfolg hat die Plattform. So gibt es gemäss Pressetext schon über 300‘000 Channels und techcrunch scheibt, alle vier grossen Musik-Labels der USA hätten ihren eigenen Kanal.
Auch namhafte Investoren glauben an Kyte. So investierten unter anderem grosse Namen wie Niklas Zennström von Skype, Swisscom, Nokia, Telefonica oder Holtzbrinck in das Start-Up.
Der Beitrag wurde am Dienstag, den 25. März 2008 um 13:08 Uhr veröffentlicht und wurde unter Onlinewerbung, Streaming Media, Web 2.0 abgelegt.
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