SBB testet Mobile Payment für Parkplätze
DRS 1 berichtete in «Espresso» dieser Woche über das Mobile Payment an P+Rail-Parkplätzen der SBB. Erstes Fazit bis jetzt: Nur wenige Personen wissen überhaupt, dass man mit dem Mobiltelefon den Parkplatz bezahlen kann und noch weniger Leute tun es tatsächlich.
ePark24 und Parking Card als Partner
Die SBB testet seit letztem August parallel zwei verschiedene Systeme. Beim System von ePark24 muss man eine 0900er-Nummer anrufen, Parkplatz-Nummer und Anzahl Stunden eintippen, fertig. Jene Methode von Parking Card ist PrePaid-ähnlich. Zuerst muss man sich im Internet registrieren und danach einen gewissen Geldbetrag auf sein Park-Konto laden, welches «abparkiert» wird.
Getestet wird an sechs Orten mit insgesamt 1000 Parkplätzen; in Zürich Tiefenbrunnen, Bassersdorf, Dietlikon, Rafz, Uetikon am See und Rotkreuz. Seit August 2007 zahlten allerdings erst 200 ihre Parkplatzgebühren mit dem Handy.
Warum diese geringe Nutzung?
Aber warum wird das Mobile Payment nur zaghaft benutzt? Denn die Vorteile liegen auf der Hand: Die Suche nach Kleingeld entfällt, eine Verlängerung der Parkzeit ist simpel und sofort erledigt.
Zum einen liegt es sicher an der geringen Kommunikation der SBB. So lässt sich im Medienmitteilungs-Archiv oder auf der P+Rail-Seite nichts über das mobile Zahlen finden. Und wie im Radio-Beitrag erwähnt wurde, gibt es an den jeweiligen Parkplätzen auch keine Erklärung dazu.
Der andere Grund könnte sein, dass der Grossteil der Gesellschaft neue Technologien und deren Anwendungen eher zögerlich zu nutzen beginnt. Auch wenn Mobile Payment an sich nichts Neues ist (in Luzern gibt es dies schon über fünf Jahre), die wenigsten wissen, wo und wie man es einsetzen kann.
Und die Zukunftsaussichten?
Auch wenn die Nutzung zur Zeit noch klein ist, auf die Länge wird es sich durchsetzen, da bin ich mir sicher. Zum Beispiel ist in der Gemeinde Fehraltorf das Handy-Parking bereits seit über einem Jahr im Einsatz – und wird auch benutzt. Auf der Gemeinde-Website wird das Angebot allerdings auch vorgestellt und erklärt.
Herbert Schläpfer von Parking Card ist ebenfalls der Meinung, dass es sich kaum schnell durchsetzen wird. Jedoch sei er überzeugt, dass sich Mobile Payment mittel- und längerfristig einen nicht unbedeutenden Marktanteil sichern wird.
Ich bin gespannt, wie schnell sich die Konsumenten an das mobile Bezahlen gewöhnen werden. Mobile Payment wird kommen, das zeigen Beispiele aus dem Ausland. Die Frage ist nur, wie schnell.
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Der Beitrag wurde am Freitag, den 4. April 2008 um 08:47 Uhr veröffentlicht und wurde unter Mobile abgelegt.
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