Wie fit sind Unternehmen für den Einsatz digitaler Medien im Marketing?
Eine US-Studie der Strategieberatung Booz Allen Hamilton untersucht, wie gut Unternehmen für die digitale Medienwelt gerüstet sind. Haupterkenntnis: Nur jedes vierte Unternehmen in den USA ist für den Einsatz digitaler Medien gewappnet. Und in der Schweiz?
Neue Medien wie Blogs oder Communities verändern das Konsumverhalten massiv. Doch wie gehen Marketingverantwortliche mit den neuen Herausforderungen um? Schaffen Sie es, mit Konsumenten in der digitalen Welt zu kommunizieren und zu interagieren? Die Ergebnisse der US-Studie mit über 250 Marketern sind ernüchternd:
- Weniger als jeder vierte beurteilt sein Unternehmen für die digitale Medienwelt als gut gerüstet.
- Und gut 60 Prozent geben sogar zu, keine ausreichende Erfahrung mit digitalen Medien zu haben.
Viele Marketingverantwortliche wissen um die Bedeutung digitaler Medien
Allerdings erkennen Marketer die Relevanz von Online-Communities und digitalen Nutzerprofilen.
- 90 Prozent der Studienteilnehmer halten es als «grundlegend», zu wissen, wie ihre Kunden Medien online benutzen.
- Zwei Drittel unterstreichen den hohen Stellenwert von Internet-Communities.
- Marketingverantwortliche, die bereits digitale Medien einsetzen, kennen auch den Wert Sozialer Netzwerke: Neun von zehn integrieren diese Plattformen in ihre Strategie.
Und in der Schweiz?
In der Schweiz ist man ebenfalls zögerlich. Immerhin konstatiert Marcel Bernet:
Die MAZ/Bernet-Studie Web 2.0 hats gezeigt: Die grössten Schweizer Unternehmen wagen sich langsam an die neuen Dialog- und Mitmachmöglichkeiten heran.
Wer nicht verlieren will, muss die digitalen Medien nutzen
Die Zukunft sieht also gar nicht so düster aus. So planen auch über 90 Prozent der Befragten, ihre Ausgaben für digitale Medien zu erhöhen. Dies ist aber auch dringend nötig, denn wie die Studienautoren zusammenfassen:
Marketingentscheider, die den Anschluss nicht verlieren wollen, müssen ihre Kompetenzen und Kapazitäten im Bereich digitale Medien zügig stärken. Denn Marken, die digitale Kanäle nicht intensiv nutzen, haben über kurz oder lang keine Chance, für medial emanzipierte Verbraucher attraktiv zu bleiben.
Passend zu diesem Zitat auch die fünf Thesen im Bernetblog.
[via]
Der Beitrag wurde am Donnerstag, den 22. Mai 2008 um 15:59 Uhr veröffentlicht und wurde unter Onlinewerbung, Studien, Web 2.0 abgelegt.
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