Fernseher nur noch passiv im Hintergrund

Noch das spannende Kapitel im neuen Buch fertig lesen, auch wenn der Krimi schon angefangen hat oder vor dem Fernseher ein Level des neu gekauften Spiels zu Ende spielen – die Bedeutung des Fernsehers als zentrales Unterhaltungsmedium hat stark abgenommen.
Gemäss einer Studie des Marktforschers midline media nutzt jeder zweite deutsche Fernsehzuschauer ab vierzehn Jahren gleichzeitig andere Medien parallel zum Fernsehen: Während jeder Dritte unter dreissig gleichzeitig telefoniert, SMS versendet, chattet oder im WWW surft, so greifen ältere Personen gerne zu einem Buch.
Am häufigsten wird parallel zum Fernsehen telefoniert: 29 Prozent aller Befragten (1‘000 deutschsprachige Personen ab vierzehn Jahren). 20 Prozent lesen, 13 Prozent gaben an, im Internet zu surfen oder zu chatten. Jeder Zehnte versendet SMS, spielt am Computer oder auf dem Handy, 8 Prozent hören Musik.
Je tiefer das Alter der Zielgruppe ist, desto üblicher ist die Parallelnutzung anderer Medien während dem Fernsehen. Einzig der Trend zum Lesen nimmt mit zunehmendem Alter der Zielpersonen zu. Auffallend ist auch, dass Singles mehr von verschiedenen Medien Gebrauch machen als z.B. Familien.
Fazit
Obwohl der Fernseher nicht mehr einzig und allein im Mittelpunkt steht, so hat sich etwas nicht verändert: Die durchschnittliche Fernsehdauer bleibt ungefähr gleich. Jüngere Nutzerinnen- und Nutzer betrachten dabei die verschiedenen Medien nicht als Konkurrenz untereinander – viel mehr mutieren sie zu so genannten „Konvergenzmedien.“
Der Beitrag wurde am Mittwoch, den 18. Februar 2009 um 09:30 Uhr veröffentlicht und wurde unter Allmedia, Onlinewerbung, Studien abgelegt.
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Technorati Tags: Fernseher, Konvergenzmedien, Marktforschung, midline media, Parallelmedium, Studie







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