Bezahlen? – Nein Danke!

Entgegen den Studienergebnissen der BCG über die hohe Zahlungsbereitschaft der Internet-User belegt das Marktforschungsinstituts GfK, dass die Mehrheit der Internet-User doch noch nicht bereit ist, für Inhalte im Internet zu bezahlen. Gerade für die leidgeplagten Verlage besteht daher Handlungsbedarf, um die Internet-User von ihren Bezahlinhalten zu überzeugen.

Der_goldene_Euro

In der Studie wurden total 16‘800 Personen aus 16 europäischen Ländern und der USA befragt. Dabei kamen Zusammenhänge der Nutzungsgewohnheit und der Zahlungsbereitschaft zum Vorschein; so sind europäische Internet-User, die bevorzugt eFinance, Erotikangebote und eServices, wie Online-Buchungen von Konzert- und Reisetickets, nutzen, offener gegenüber Bezahlinhalten eingestellt. Auch regionale Unterschiede wurden festgestellt: In Ländern wie Schweden, England und USA sind die Internet-User positiver gegenüber Bezahlinhalten eingestellt, während gerade einmal bis 5 % der befragten Personen in Rumänien und Polen bereit sind, für Online-Inhalte ohne Werbung zu bezahlen.

Was gratis ist muss gratis bleiben
Insgesamt sprachen sich über 80 % der befragten Personen gegen zu bezahlende Inhalte im Web speziell im Bereich News, Unterhaltung und Allgemeinwissen (z.B. Wikipedia) aus. Ein Drittel der Befragten gab an, dass Internetinhalte generell kosten- und werbefrei zu sein haben. Hingegen ist rund die Hälfte der Befragten bereit, für Gratisinhalte Werbung in Kauf zu nehmen. Gerade einmal 13 % der Befragten können sich vorstellen, für Online-Informationen zu bezahlen, wobei davon 8 % dafür auf Werbung verzichten möchten.

Es wird sich zeigen, ob gerade Verlage entgegen den Ergebnissen der Studie ihre Bezahlinhalte durchsetzen können werden. Ein interessantes Beispiel ist der Axel Springer Verlag in Deutschland, welcher mit seiner neuen „Premium-Initiative“ den Wandel zu Bezahlinhalten im Journalismus einleiten möchte, wobei die Blogosphäre diesem Unterfangen analog der GfK- Studie bereits seit Ankündigung kritisch gegenübersteht.


Der Beitrag wurde am Mittwoch, den 16. Dezember 2009 um 16:01 Uhr veröffentlicht und wurde unter Allgemein, Onlinewerbung, Studien, Trends, Umfrage abgelegt.
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