Mehr Erfolg mit Facebook Ads

Date: 5. August 2010 Kommentare: 0

Das Social Network Facebook boomt, das steht ausser Frage. 500 Millionen aktive, registrierte Nutzer auf der ganzen Welt und 2 Millionen aktive Schweizer Nutzer. Damit bietet Facebook gerade für Unternehmen Potenzial um mit Werbemassnahmen eine grosse Anzahl an potenziellen Kunden zu erreichen. Eine Möglichkeit sind die sogenannten Facebook Ads. Wie funktionieren diese und was gibt es dabei zu beachten?

Facebbok_Werbeanzeigen1. Was genau sind Facebook Ads?
Facebook Ads sind Werbeanzeigen die dem registrierten Facebook Nutzer angezeigt werden. Im Gegensatz zu Google AdWords werden die Anzeigen allerdings nicht anhand der eingegebenen Suchwörter ausgewählt, sondern anhand von Angaben die der Nutzer auf Facebook gemacht hat. Beispielhaft können hier der Wohnort, spezielle Lieblingsbands oder ähnliches genannt werden. Zudem lassen Facebook Ads mehr Freiraum bei der Gestaltung der Werbeanzeigen zu, als Google AdWords. So dienen hier insbesondere Bilder als Eyecatcher.

Genau wie bei anderen Abrechnungsmodellen im Internet auch kann hier zwischen Pay per View oder Pay per Click gewählt werden. Die Errechnung der Position an der die Werbeanzeige erscheint erfolgt dabei, ähnlich wie bei Google AdWords auch, über ein sogenanntes Auktionsverfahren. Facebook ermittelt dabei automatisch welchen Preis der Werber bezahlen muss um auf erster Position und entsprechend oft über den Tag verteilt, zu erscheinen. Das Budget was man für Werbung ausgeben möchte kann dabei flexibel festgelegt und geändert werden. Auf diese Weise ist eine hohe Kostenkontrolle gewährleistet.

Auf den ersten Blick sind keine signifikanten Unterschiede zu dem bereits erwähnten Google AdWords zu erkennen. Lediglich die Option Bilder zu verwenden scheint attraktiv. Allerdings birgt Facebook auf den zweiten Blick einige Vorteile die für jedes Unternehmen interessant sein könnten.
Facebook ist inzwischen bei vielen Nutzern ein fixer Bestandteil des Tages, man möchte sogar bei vielen– des Lebens sagen, geworden. So werden selbstverständlich Daten wie der Wohnort, den Beziehungsstatus, Lieblingsbands oder Serien oder ehemalige besuchte Hochschulen angegeben. Schliesslich sollen die Freunde, für eine optimale Selbstdarstellung, möglichst viele Informationen über eine Person erhalten.

Genau in dieser Tatsache liegt ein grosser Vorteil der Facebook Ads. Auf Grund dieser Daten ist eine wesentlich besseres Targeting möglich. So kann ein Unternehmen im Vorfeld die relevante Zielgruppe bereits exakt definieren und nur diese gezielt ansprechen. Dies spart auf der einen Seite natürlich Geld, weil die Streuverluste minimiert werden und auf der anderen Seite ist die Chance wesentlich höher dass der Nutzer die Werbeanzeige auch anklickt.

2. Erfolgsfaktoren

Allerdings warten auch bei Facebook die Nutzer nicht unbedingt auf Ihre Werbung, daher gilt es folgendes zu beachten:

1. Genaue Zielgruppendefinition und Kampagnenziel festlegen
Wie bereits erwähnt ist es für den Erfolg einer Kampagne unerlässlich, die jeweilige Zielgruppe zu definieren. Darüber hinaus sollte klar festgelegt werden, welche Ziele mit dieser Werbeanzeige konkret erreicht werden wollen. Mehr Traffic auf der Website? Mehr Fans auf der eigenen Fanpage? Mehr Produkte verkaufen oder doch eher das Branding stärken? Auf Grund der verschiedenen Interaktionsmöglichkeiten die Facebook bietet muss sich im Vorfeld auf ein Ziel beschränkt werden. Ist es beispielsweise das Ziel das Branding zu stärken ist es sinnvoll den „Gefällt mir“ Button in den Fokus zu rücken und die Nutzer damit zu animieren diesen zu klicken. Der virale Effekt der dann auftritt kann dem Unternehmen eine erhöhte Wahrnehmung verschaffen. Sollen dagegen eher Produkte (z.B. in einem Online-Shop) verkauft werden, dann ist eine Weiterleitung bei Klick auf die Werbung auf eine optimierte LandingPage sinnvoller.

2. Nützlichen Content anbieten

werbeanzeige

Bildquelle
Für den Erfolg einer Werbeanzeige ist es unerlässlich den Usern nützlichen Content anzubieten. Sie fragen sich jetzt was bitte „Nützlicher Content“ denn genau sein soll? Folgendes Beispiel verdeutlicht die Aussage: Die Firma CM Photographic fokussierte ihre Facebook Werbeanzeige direkt an Frauen, welche verlobt sind und im Alter zwischen 24 und 30 Jahren sind. Folgender Anzeigentext animierte die Frauen dazu diese Firma für ihre Hochzeit zu engagieren.

Dieses Best Practice zeigt, dass die gesamte Anzeige den Nutzer direkt ansprechen muss und für diesen einen erkenntlichen Mehrwert bietet. Sind die nachfolgenden Seiten (wie beispielsweise die LandingPage) auf diese spezielle Anzeige hin optimiert so sind die Erfolgschancen relativ hoch.

Fazit

Derzeit nutzen noch wenige Firmen das oben beschriebene Angebot auf Facebook. Allerdings kann das Social Network, selbstverständlich abhängig von dem jeweiligen Produkt/dem Unternehmen und der Zielgruppe, eine echte Option sein um eine Kampagne zu lancieren. Allerdings ist selbstverständlich auch hier keine Erfolgsgarantie gegeben und eine sorgfältige Vorbereitung absolut unerlässlich.
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Die Angst vor Social Media

Date: 28. April 2010 Kommentare: 1

Viele Unternehmen entdecken erst jetzt, welch wertvollen Beitrag die sozialen Medien in einem ausgeglichenen Marketing-Mix leisten können. Warum werden die Hürden für einen erfolgreichen Einstieg nicht schneller in Angriff  genommen? Und aus welchem Grund hat die Thematik mit rigiden Denkmustern zu kämpfen?

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Sozialen Medien vs. rigide Denkmuster

Sandra Sieber, Professorin an der IESE in Barcelona, streicht in einem spannenden Interview der Frankfurter Allgemeinen Zeitung heraus, dass sich soziale Medien in Firmen nicht wegen, sondern trotz des Managements zusehends durchsetzen. Die Hauptanwendungen liegen im Marketing und in der  PR und wurden meist durch auf die Eigeninitiative engagierter Mitarbeiter angestossen. Social Media-Projekte werden kaum von der traditionellen Firmenstruktur initiiert und laufen zu Beginn eigentlich immer hinter dem Rücken der Entscheidungsträger ab. Als Hauptgrund für diesen Zustand nennt Sieber das Alter der Führungskräfte und deren Mangel an Wissen über die Funktionsweise von Social Networks. Von denjenigen Führungskräften, welche bereits positive Erfahrungen gemacht haben, wird die erhöhte Reichweite in die Communities als Hauptvorteil gehandelt. Das Eigenleben der virtuellen Gemeinschaften und somit auch die viralen Komponenten der Netzwerke, gehören für die Befragten zu den eigentlichen Knackpunkten – der Kontrollverlust wird als sehr negativ aufgefasst.

Fazit

Es ist Tatsache, dass die meisten Unternehmen, die bereits soziale Medien verwenden, von den Möglichkeiten überzeugt sind und diese auch weiterhin nutzen wollen. Marketingleute verwenden Twitter zur schnellen Kommunikation, Communities werden über Plattformen in den Ideen- und Innovationsprozess eingebunden und  Personaler sparen sich durch Xing und LinkedIn kostspielige Head-Hunter. Die Überwindung der Angst vor Social Media im Business-Kontext und die Kreation neuer Instrumente für die Einbindung der entsprechenden Instrumente dürften für die meisten Unternehmen die grössten Herausforderungen darstellen.

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Im Web surfen und gleichzeitig fernsehen – ein neuer Trend

Date: 12. April 2010 Kommentare: 2

Eine neue Studie von Microsoft Advertising hat ergeben, dass 70% aller Europäer parallel im World Wide Web unterwegs sind, während sie fernsehen. In Bezug zu unserem letzten Artikel über das Thema der Parallelschaltung von Internet und TV in Bezug zu SEM liefert diese neue Studie interessante neue Erkenntnisse.

Gleichzeitiger Konsum von Internet und TV

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Das mediale Multi-Tasking, also der gleichzeitige Gebrauch unterschiedlicher Medien, gehört bereits zum Alltag der meisten Internetnutzer. Gut zwei Drittel aller User in Europa tun dies mindestens einmal wöchentlich und zwar unabhängig vom Geschlecht. Besonders verbreitet scheint die Kombination von Internet und TV beim Alterssegment der 16-24 jährigen – neun von zehn Nutzern dieser Gruppe verwenden die Kombination der beiden Medien täglich. Besonders beliebt ist das Zappen auf einen anderen Sender oder der Wechsel ins Internet bei Werbepausen. Während sich die Männer bei der Nutzung des Webs vorwiegend von Inhalten leiten lassen, tendieren Frauen stärker zum Gebrauch der verschiedenen Formen der Online-Kommunikation.

Multi-Tasking als Katalysator

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Gemäss den Aussagen von Microsoft Advertising erreichen beide Werbeformen (Online- und TV-Werbung) die Verbraucher auf ähnliche Weise in Bezug auf Breite, Bewusstsein sowie Interesse. Gemäss Microsoft hat jeder Dritte der untersuchten Multi-Tasker als Reaktion auf eine Online-Werbung auch einen Offline-Einkauf getätigt. Diese Quote fällt im direkten Vergleich mit der Fernsehwerbung niedrig aus.

Fazit

Es ist davon auszugehen, dass die Mehrheit des Fernsehpublikums parallel im World Wide Web unterwegs ist, währenddessen sie die TV-Inhalte auf sich wirken lässt. Eine Abstimmung zwischen diesen beiden Medien erlaubt die Verknüpfung von Inhalten – seien dies nun eine Marke, ein Produkt oder eine spezifische Information. Die Fragestellung lautet also nicht länger: „Wie präsentiere ich meine Inhalte dem Fernsehpublikum?“, sondern „Wie lade ich meine Zielgruppe dazu ein, die Konversation nach (oder gar während…) einem TV-Spot online aufzunehmen und in einen Dialog einzutreten?“.

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Erfolgsfaktoren für ein erfolgreiches Affiliate Marketing

Date: 30. März 2010 Kommentare: 1

Streuverluste gehören in den meisten Marketing-Abteilungen zur Tagesordnung – Werbebotschaften werden über unpassende Kanäle verbreitet, Zielsegmente werden nicht adäquat angesprochen oder die Werbung trifft schlichtweg auf das falsche Publikum. Durch das Affiliate-Marketing kann diesen Phänomenen effektiv entgegengewirkt werden. Der folgende Artikel zeigt in einer kurzen Übersicht wie.


Affiliate_Marketing_Tipps

Was ist Affiliate Marketing?

Die Grundidee des Affiliate-Marketing ist folgende: Werbung wird gezielt platziert und entsprechend der erbrachten Leistung vergütet – die Grundlage für diese Vergütung bildet ein nachvollziehbares Reporting, welches über die Anzahl der Clicks, Leads oder Sales Auskunft gibt. Diese Daten werden im Zuge der Kampagne durch den Mittler generiert und an den Kunden weitergereicht. Somit wirkt das Affiliate Marketing nicht nur als eigentliche Werbemethodik, sondern auch als Reporting-Instrument, welches Erhebungen von Daten bezüglich der Zielgruppe ermöglicht. Ein weiterer Vorteil ist die erhöhte Reichweite durch zielgruppenspezifische Websites innerhalb des Affiliate-Netzwerken und den damit eingebundenen Partner-Sites. Durch die themenspezifische Klassifizierung des Kundenstamms ist ein virtuelles Vertriebsnetzwerk bereits vorhanden. Im Folgenden sind einige wichtige Punkte aufgeführt, welche für eine erfolgreiche Affiliate-Marketing-Kampagne zu beachten sind:

Ressourcen, Ausrichtung und Orientierung

An erster Stelle sollte die Frage stehen, was (und vor allem wen) man mit einer Affiliate-Kampagne erreichen möchte und wie sich die Entwicklung eines solchen Programms langfristig gestalten soll. Ausserdem ist es wichtig abzuklären, ob das Unternehmen über das technische Know-How bezüglich der angestrebten Kampagnen verfügt, oder ob externes Wissen mit einbezogen werden muss. Affiliate-Werbung folgt typischen Prinzipien und einem konkreten Geschäftsmodell. Trotz der hochgelobten Transparenz sollte man ein klares Budget für die einzusetzenden Ressourcen erarbeiten, da der langfristige Aufwand von Arbeitskräften, Zeit und Geld für einen erfolgreichen Verlauf unumgänglich sind. Die Zusammenstellung des eigenen Sortiments, Angaben über die Verfügbarkeit der Produkte, die richtige Preisgestaltung, die Wahl einer adäquaten Landingpage und die Ausgestaltung des Kaufprozesses an sich sollten mit Sorgfalt vorgenommen werden.

Reibungsloser Vertrieb der Produkte

Die Folge der Teil-Prozesse vom ersten View bis hin zum Empfang eines Produktes oder einer Dienstleistung, stellt für den Kunden ein zentrales Kriterium dar und muss deshalb reibungslos funktionieren. Ausserdem sollte man sich darüber im Klaren sein, ob das eigene Angebot überhaupt zum Geschäftsmodell des Affiliate-Marketings passt. Eine gute Beziehung zum Publisher und ein angemessenes Mass an persönlicher und regelmässiger Kommunikation sind, wie überall, für eine erfolgreiche Kampagne unumgänglich – pflegen Sie ihre Kontakte!

Provisionsstrukturen und Produktdaten

Um einen Publisher angemessen zu vergüten, sollte man die Einführung von Provisionsmodellen überprüfen. Besonders zu Beginn einer Partnerschaft oder der Suche nach einem potenziellen Partner, können attraktive Provisionsmodelle zu einer Beschleunigung des Aufbaus eines erfolgreichen Netzwerkes beitragen. Damit auch der Partner einen Eindruck über den Erfolg und den Verlauf der Zusammenarbeit erhält, sollte man ihn regelmässig mit neuen Werbemitteln und Produktdaten versorgen, da diese die eigentlichen Werkzeuge für das Erstellen eines passgenauen und interessanten Kunden-Angebots sind. Ausserdem ist die Weitergabe von selbst erhobenen Erkenntnissen aus dem Reporting oftmals ein Schlüssel für den Aufbau einer gegenseitigen Vertrauens-Beziehung und bietet eine entscheidende Grundlage für die Optimierung und Erneuerung der Geschäftsbeziehung durch neue Ideen.

Affiliate-Marketing als Marketingstrategie

Zu den erfolgreichen Geschäftsmodellen beim Affiliate-Marketing gehören nicht nur konventionelle Websites, die sich einem Thema oder einer Interessensgruppe widmen – auch Vergleichsdienste, Gutscheinanbieter, Suchmaschinen-Marketing-Experten, E-Mail-Publisher und sonstige Communities wie Social Networks bieten enormes Potenzial. Über das Affiliate-Marketing kann ein grosser Teil des Online-Marketing-Mix abgedeckt werden. Je nach Affiliate-Netzwerk gibt es in praktisch allen Bereichen Spezialisten, welche fast ausschliesslich in ihrem jeweiligen Vertriebskanal tätig sind und dementsprechend über ein hohe Reichweite verfügen.

Fazit

Die Wahl des Affiliate-Netzwerks und die Zusammenarbeit mit den darin eingebundenen Dienstleistern ist entscheidend. Je nach Verfügbarkeit von Know-How oder der Grösse eines Projekts macht es ausserdem Sinn, sich nach weiteren Partnern (beispielsweise einer spezialisierten Agentur) umzusehen. Mit der Entwicklung von neuen Produkten kann es ausserdem ratsam sein, sich einen umfangreichen Publisher-Pool zusammenzustellen, der zu jedem Angebot einen veritablen Absatzkanal mit einem spezifischen Publikum anbietet.

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Markenkontrolle im Web – oder wie sich der Einfluss auf den eigenen Namen verwässern kann

Date: 24. März 2010 Kommentare: 0

Im Zeitalter von Social Networks, Blogs, Foren und Unmengen anderer Web 2.0-Applikationen kann theoretisch jeder Internetnutzer frei über Unternehmen, Marken und Produkte diskutieren. Der grösste Teil des Volumens an Informationen, welches über ein Unternehmen publiziert wird, stammt längst nicht mehr von der dafür vorgesehenen Marketingabteilung, sondern generiert sich aus der Masse. Was sind die Konsequenzen? Welche Chancen und Gefahren birgt diese Gegebenheit?

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Kontrollverlust als Risiko

Beispiele für Situationen, in denen die Lage von unterschiedlichsten Anspruchsgruppen zur Eskalation getrieben wurde, gibt es zahlreiche: Sportbekleidungshersteller, Ölfirmen, Automobilhersteller – beinahe aus allen Branchen haben Qualitätsmängel, harsches Vorgehen oder schlichte Ignoranz dazu geführt, dass der Ruf eines Unternehmens nachhaltig geschädigt wurde. Während grosse und etablierte Firmen nach wie vor versuchen die Kontrolle über den eigenen ‚Brand‘ mit Konfrontation, Gegendarstellung und rechtlichen Schritten aufrechtzuerhalten, verstehen es die Internet-Massen sehr gut, eine kritische Differenzierung zwischen ‚echten‘ und ‚unechten‘ Meinungen vorzunehmen. Facebook-Seiten, Twitter Channels, Blogs und Wikipedia-Artikel werden erstellt, überprüft und gegebenenfalls so ‚angepasst‘, dass sie in einen für den Auftrag- oder Arbeitgeber vorteilhaften Tenor einstimmen. Eine fehlende Ausbildung zum Thema Online Reputation Management und das gängige Nichtvorhandensein von Leitfäden für den Umgang mit dem Thema Social Media, spitzen die Situation weiter zu.

Kontrollverlust als Chance

Obwohl sich die Kommunikation und die Interaktion mit einem Grossteil der Anspruchsgruppen zusehendes vereinfacht und die Hindernisse zwischen Sender und Empfänger durch neue Technologien weiter abgebaut werden, zählen vor allem zwei Dinge – nämlich Inhalt und Qualität einer Botschaft. Es ist also vorab wichtig zu definieren, an wen sich eine Botschaft richten soll. Endkunden haben wahrscheinlich nicht dieselben Ansprüche an eine Botschaft wie eine NPO oder eine Mitarbeitergewerkschaft. Ausserdem sollte man sich überlegen, wo sich die zu erreichende Zielgruppe im Internet aufhält und wie sie kommuniziert. Der Austausch fällt offensichtlich nicht bei allen Instrumenten gleich aus – so wird das Momentum an Interaktion und Involvement eines E-Mails kaum demjenigen einer Social Media- Plattform entsprechen.

Fazit

Um eine Anspruchsgruppe adäquat mit Informationen versorgen zu können, sind ausführliche Überlegungen bezüglich der Präferenzen und der Erreichbarkeit des Zielsegments unumgänglich. Unabhängig vom Medium sollte man den Rücklauf in Form von Hinweisen und Kritik behandeln. Die ‚Weisheit der Vielen‘ kann auch dazu verwendet werden, sich als Urheber einer Information ein objektives Bild bezüglich des eigenen Standpunktes zu verschaffen.

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Online-Kommunikation – Bald die Nummer eins der B2B Kommunikationsmassnahmen?

Date: 26. Februar 2010 Kommentare: 0

Wie eine von ‚Die Firma‘ und Consultic in Deutschland durchgeführte Studie zeigt, werden die Online- Kommunikationsmassnahmen in den kommenden drei Jahren eine führende Funktion in der B2B Kommunikation haben – so die befragten Experten.

B2b

Bei der Umfrage wurden insgesamt 175 Experten und Entscheidungsträger miteinbezogen. Eine deutliche Mehrheit von 94% gibt an, dass das Internet zum heutigen Zeitpunkt im Berufsalltag regelmässig als Informationsquelle genutzt und auch in Zukunft weiter  an Bedeutung gewinnen wird. Obwohl sich ein Grossteil der Befragten über diese Entwicklung einig ist, widerspiegeln die Budgets für die Kommunikationsausgaben eine etwas andere Sichtweise. So entfallen in 70% der befragten Unternehmen lediglich 20% der Mittel auf Online-Etats.

Die Ergebnisse über die Transparenz und den Nutzen von Online-Kontaktanfragen ist ebenfalls erstaunlich. Lediglich 13% der Befragten Unternehmen sind mit ihren generierten Online-Kontakten vollumfänglich zufrieden – 27% sind gar nicht zufrieden. Eine entsprechende Übersicht über die Anzahl der monatlich generierten Kontakte fehlt trotz Reporting-Systemen vielerorts.

Auch im Bereich Web 2.0 und Social Media werden vorhandene Potenziale noch kaum genutzt. Obwohl Communities, Blogs oder Social Networks eine solide Grundlage für einen Dialog und das Management von Kontakten darstellen können, gehören diese Instrumente in der Praxis (noch) nicht zum etablierten Inventar. Es sind nicht die Werkzeuge an sich, welchen per se keine Anwendungsmöglichkeit zugesprochen wird, sondern vielmehr das fehlende Know-How um die Möglichkeiten und die Integration in die bestehende Kommunikationsstrategie, welche sich hemmend auf die Entwicklung und den Gebrauch der Tools auswirken.

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Performance Marketing – Oder: Wie macht man dem Absatzwesen Beine?

Date: 25. Februar 2010 Kommentare: 0

Das Marketing seit jeher ein wichtiges Glied in der Kette des Anbahnungs- und Verkaufsprozesses. Das ist unbestritten. Allerdings stellt sich nach wie vor eine pragmatische Frage: Wo fällt der Nutzen explizit an? Das Internet ist in der Lage dieser Intransparenz entgegenzuwirken: Mit Performance Marketing.

SpeedoMeter

Um Leistung messen zu können, braucht man zwei Dinge: Zum einen muss man wissen, welcher Erfolg sich nach einer unternommenen Anstrengung eingestellt hat. Zum andern ist es notwendig,  Kenntnis darüber zu haben, wie wertvoll die eingesetzte Ressource war, welche man in ein Projekt reingesteckt hat. Genau hier findet sich der Kern der Problematik – und vielleicht auch der Grund dafür, dass noch immer viele Marketingabteilungen tagtäglich mit Vorwürfen der Praxisferne und damit auch mit ihrer eigentlichen Legitimation zu kämpfen haben. Mit dem Internet und der Spezialdisziplin «Online Performance Marketing» kann dieses «Problem» vermindert werden.

Performance Marketing – was ist das?

Die Fachgruppe Performance Marketing des deutschen Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) beschreibt das Performance- Marketing als Bestandteil des Mediamix, welcher in seiner Funktion der Gewinnung, als auch der Bindung von Kunden dient. Die gezielte Ansprache, den höchstmöglichen Grad an Interaktion und der Grundgedanke eines integrierenden Ansatzes stehen hierbei im Vordergrund.  Der Beitrag des Marketings zum eigentlichen Firmenwert einer Unternehmung wird von Hammerschmitt, Stockburger und Bauer als Marketing Performance beschrieben. Das Ziel einer derartigen Analyse kann, wie beispielsweise von der Web Analytics Association vorgeschlagen, das Verfolgen, Sammeln, Messen,  Darstellen und schlussendliche Bewerten von quantitativen Daten sein.

Auf Wikipedia wird folgende Definition vorgeschlagen:

Performance-Marketing (engl.: performance: Leistung) ist der Einsatz von Onlinemarketinginstrumenten mit dem Ziel, eine messbare Reaktion und/oder Transaktion mit dem Nutzer zu erzielen; es entspricht damit dem Direktmarketing in interaktiven Medien. Eine leistungsbezogene Honorierung der Medien im Rahmen erfolgsbasierter Onlinemarketingmodelle, wie Pay per Click, Pay per Lead, oder Pay per Sale ist häufig anzutreffen, aber keine konstituierende Voraussetzung zur Abgrenzung zur Above-the-line-Kommunikation.

Und wie funktioniert das jetzt?

Der Grundgedanke hinter dem Performance Marketing ist derselbe, wie bei einer Kostenträgerrechnung: Die Aufwendungen sollen ihrem eigentlichen Verursacher zugerechnet werden. Während die Marketingaufwendungen oftmals ‚gepoolt‘ und dann als Gemeinkosten auf die produzierten, respektive verkauften Stückzahlen verteilt wurden, ist es anhand des Internets möglich eine exakte Zuweisung vorzunehmen.

Instrumente hierfür können beispielsweise die Besucherzahlen von Websites, Banner-Werbung, Ergebnisse von Suchmaschinen, E-Mail-Responses oder auch das Affiliate-Marketing sein. Suchmaschinen haben diese Einkommensmodelle bereits perfektioniert und bieten mit  AdSenses, Overture oder Oxado ein etabliertes Produkt an. Die Abrechnung erfolgt mit Einkommensmodellen wie PPC (Pay Per Click), CPM (Cost Per Thousand Impressions), PPL (Pay Per Lead), PPS (Pay Per Sale), konventioneller Bannerwerbung oder dem Sponsoring einer Seite. Auch Social Networks, wie beispielsweise Facebook, unternehmen Anstrengungen auf diesem Gebiet und ermöglichen die Schaltung von SocialAds. Der Preis von SocialAds auf Facebook richtet sich nach Grössen wie dem Umfang eines Zielsegments oder der Anzahl Schaltungen, respektive Klicks. Eine Dimension bildet der „interne Wert“ eines Schlagworts. Je beliebter das Wort in der Community, desto teurer wird es, wenn man damit Werbung machen möchte.

Vorteile des Performance Marketings

Der grosse Vorteil besteht primär in der eigentlichen Kostenzurechnung, welche Transparenz verschafft -  Der Werbetreibende bezahlt nur pro Klick, pro Anfrage oder pro Verkauf. Leistungsabhängig eben. Ein weiterer Vorteil ist der Zuwachs der Kenntnisse über die Zielgruppe und die eigentliche Wirksamkeit des Werbemittels – Wie lange verweilte der Besucher auf meiner Anzeige? Wie viele Besucher habe sie überhaupt betrachtet? Wie gestaltete sich der Verlauf der Besucherzahlen? Wird mein Produkt von einer Zielgruppe überhaupt als interessant betrachtet?

Fazit

Die Vorteile des Performance Marketings liegen auf der Hand – volles Marketing bei vollständiger Transparenz. Richtig angewendet kann das Konzept einen wichtigen Beitrag zur internen Kostenkontrolle beitragen. Die Möglichkeiten sollten allerdings nicht überschätzt werden, denn das Werkzeug ist nur dann effektiv, wenn es von seinem Besitzer auch mit Bedacht eingesetzt wird – und wenn Werbetreibende parallel genügend Branding betreiben.

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Wann und wo: Online Video-Werbung und die Sozialen Netzwerke

Date: 5. Dezember 2009 Kommentare: 0

Online Video-Werbung bleibt das Schlagwort, wenn es um erfolgreich einzusetzende Online-Werbemittel geht. Ihre bescheinigte Werbewirksamkeit ist jedoch nicht überall gleich, sodass die Platzierung auf den richtigen Seiten und Plattformen mit Bedacht zu geschehen hat.

wann und wo

Eyeblaster hat hierzu in seinem aktuellen Report die Werbewirksamkeit von Online Display Ads untersucht und sich dazu auf die Formate In-Banner, Floating und In-Stream Video Advertising fokussiert.  Dabei kommt man zur Erkenntnis, dass gerade in den häufig frequentierten Bereichen wie Soziale Netzwerke und Online-Games, aber auch im Gebiet des Mobile-Internet, die Offenheit gegenüber den Werbeformen nicht bestätigt wird. Die User auf den Portalen verbringen dort zwar viel Zeit, neigen aber vielmehr zum aktiven Seitenwechseln, sodass sie nie lange auf einer Seite verharren. Dementsprechend sind Video Ads, insbesondere mit längerer Dauer, nicht von Vorteil, um die Aufmerksamkeit dieser User an sich zu ziehen.

Es sind eher statische Seiten in den Bereichen News, Sport, Musik und aus dem finanziellen Sektor, die den positiven Einfluss von Video Ads nutzen können. Bestätigt wird dies durch eine um 20% höhere Verbleibzeit auf den besagten Webseiten. Dabei ist das Format von Video Clips, die durch die Rollover-Funktion, also das Darüberfahren mit dem Mauszeiger, aktiviert werden, am effektivsten; selbständig startende Video-Ads sowie manuell zu aktivierende Video-Ads zeigen sich hierbei weniger erfolgreich. Zeitlich gesehen haben die Video-Ads während den Bürozeiten ihren Höhepunkt…, sowie auch tagsüber am Wochenende.

Dazu Christoph Benning, Geschäftsführer Eyeblaster:

„Online-Werbung mit Video hat weiterhin eine große Zukunft vor sich: In den nächsten vier Jahren werden sich die Ausgaben für Online-Videowerbung vervierfachen. Entwicklungspotential sehen wir zum Beispiel in den Bereichen Social Media und Mobile, denn dort ist die Akzeptanz von Videowerbung noch vergleichsweise gering. Wir gehen aber davon aus, dass sich das bald ändern wird“.

Die Frage, wie oder durch was diese Änderung erfolgen wird, lässt man aber vorerst noch offen.

Hier geht’s zur Studie (Registrierung erforderlich)

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Facebook schafft den Einstieg unter die Top Ten Brands bei Videostreams

Date: 28. Oktober 2009 Kommentare: 0

Online-Video-Advertising bleibt weiterhin das Schlagwort, wenn es um die gezielte und akzeptierte Weise geht, Online zu werben.  Die steigende Anzahl an Streams und Unique Viewers verdeutlichen diese Entwicklung umso mehr. 

Nielsen

Gemäss jüngster Studie von Nielsen Online ist dabei die Anzahl an Online-Video-Nutzer in den USA im Jahresvergleich zum September über 12% gestiegen. Zugleich stieg auch die Zeit, die die Nutzer mit Online-Videos verbringen, um 25% an.

Bei der Anzahl Streams ist Branchenriese YouTube weiterhin mit Abstand führend, vor Hulu und Yahoo!. Dies obwohl die Total Streams sowie auch Unique Viewers gegenüber August von YouTube gesunken sind.

Facebook hat dank seinem Fokus auf Online-Videos mit Live-Streams in Zusammenarbeit mit Ustream sowie auch der Vereinfachung des User-Content Up- und Download den Einstieg in die Top Ten Brands bei Videostreams geschafft. Mit über 23 Millionen Unique Viewers landet Facebook sogar auf Platz 3 der Top Online Brands.

Betrachtet man die Entwicklung unter dem Fokus der Beliebtheit von TV-Inhalten im Internet sowie auch die Werbewirksamkeit und Kontaktqualität der Online-Videos, so ist der Trend für Werbende klar ersichtlich: Es gilt der gezielte Einsatz der Online-Werbemittel wie Overlay Ads oder Pre-Rolls in beliebten Video-Contents, also TV-Inhalte und weitere professionell hergestellte Online-Videos. Somit kann man die Werbewirkung auf den beworbenen Brand besser steuern und muss auch keine negativen Auswirkungen befürchten, wie z.B. bei nutzergenerierten Online-Videos. Dieser Trend zeigt sich auch im Hinblick auf die Werbemöglichkeiten von Mobile Videos, gemäss einer Studie von comScore, da viele Nutzer die gleichen Angebote auf ihrem Smartphone wie über ihren PC nutzen.

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„Pay with Facebook“ – plattformeigenes Zahlungssystem in Versuchsphase

Date: 9. Juni 2009 Kommentare: 1

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Mit über 200 Millionen Mitgliedern weltweit hat Facebook mehr „Einwohner“ als viele Staaten dieser Welt – nun soll die Plattform eine eigene „Währung“, also ein eigenes, speziell konzipiertes Zahlungssystem einführen. Was bedeutet dies für die User des Sozialen Netzwerks?

Bis dato war es über zwei Wege möglich, Zahlungen über Facebook zu tätigen – über den „Giftshop“, bei welchem Credits für den Kauf von virtuellen Geschenken erworben werden, sowie für die Schaltung von Werbeanzeigen.

Testphase „Pay with Facebook“

Über die Applikation „GroupCard“, mittels welcher die Benutzer einander Grusskarten zusenden können, testet Facebook momentan die neue Zahlungsfunktion „Pay with Facebook“. Damit verknüpft wurde der „Wechselkurs“ zwischen Dollar und Credits geändert: Erhielt früher ein User für einen Dollar hundert Credits, so beläuft sich die Anzahl Credits für einen Dollar nun auf zehn Stück. Dadurch erhofft sich Facebook eine höhere Aktivität seitens der User: Die Credits sollen in Zukunft vielfältiger genutzt werden können, als „bloss“ für Virtual Gifts. So könnten die User beispielsweise interessante Beiträge, spezielle Fotos oder andere Aktivitäten, die auf der Plattform platziert werden, mittels der Vergabe von „Credits“ belohnen. Das Ziel des Tests ist es, früher oder später eine neue Internet-Währung zu etablieren.

Eigenfinanzierung (?)

Es ist kein Geheimnis, dass verschiedenste Soziale Netzwerke und andere Plattformen bis dato grosse Mühe haben, die hohen anfallenden internen Aufwände zu decken – denn: die generierten Werbeeinnahmen oder Spenden reichen nicht aus. Es müssen neue Wege gefunden werden, um Geld zu erwirtschaften – mit der Umwandlung von einer bisher kostenlosen zu einer kostenpflichtigen Plattform würde sich Facebook in das eigene Fleisch schneiden (und sicherlich viele Benutzer verlieren).

Fakt ist, dass bei dem konstanten Wachstum eine Lösung zu einer Monetarisierung gefunden werden muss – die Einführung dieses Währungssystems könnte eine Möglichkeit sein. Denn vermutlich wird Facebook von jeder Aktion finanziell profitieren.

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