Ein wichtiger Pfeiler des „Viralen Marketing“ ist YouTube. Aber einen Werbespot auf YouTube zu stellen und auf die virale Verbreitung zu warten, genügt in den wenigsten Fällen. Damit Ihr virales Video nicht in den Weiten des Internets versinkt, hier ein paar Tipps, angelehnt an Viral-Marketing-Guru Dan Ackerman Greenberg.
Die meisten Leute haben schon lustiges Video per E-Mail gekriegt und dieses dann weitergeleitet. Dahinter steckt meistens eine Viral-Marketing-Kampagne. Prominente Beispiele dafür sind «Unpimp your Ride», Soujah Boy, «Bom Chicka Wah Wah», «PS3 vs. Wii», Ronaldinho oder Paris Hilton im «Go Yellow»-Spot. Was sind nun die Erfolgsfaktoren für die virale Verbreitung auf YouTube?
Nicht nur der Inhalt ist wichtig
Natürlich ist der Inhalt einer Viral-Marketing-Kampagne äusserst wichtig, aber es gilt weitere Punkte zu beachten:
• Kurze Clips sind erfolgreicher; ideal sind Längen zwischen 15 und 30 Sekunden
• Einfaches Design, so kann das Video immer wieder verändert und geremixt werden
• Die Story einfach halten. Das Video soll nicht gleich zu Beginn «Achtung, ich bin Werbung!» schreien.
• Spannender Titel, der User muss angesprochen werden, so dass er gleich das Video sehen möchte. Ackermann Greenberg weiss, dass Wörter wie «exklusiv» oder «aufgeflogen» für viele YouTube-Benutzer Buzzwords sind.
«Most Viewed»-Page soll Ziel sein
Bereits ab 50‘000 Clicks gelangt man unter die «Most Viewed»-Seite. Die «Most Viewed»-Seite ist am effektivsten, da die meisten Besucher nur die Videos dieser Seite anklicken. Am einfachsten erreicht man dies mit folgender Taktik:
• Threads in Foren starten und das Video einbetten
• In Kommentarfeldern von MySpace das Video einfügen
• Bei Facebook eine Gemeinde aufbauen und das Video mit seinen Freunden teilen
• Das Video allen Freunden und Bekannten schicken
Thumbnail- Optimierung
Bei YouTube wird jedes Video durch ein statisches Vorschaubild (ein sogenanntes «Thumbnail») vorgestellt.
Internetworld.de schreibt dazu:
YouTube-Marketing für Fortgeschrittene ist dann schon eher die Thumbnail-Optimierung. YouTube lässt drei Thumbnails rollieren, um einen Einblick in das Video zu geben. Ein Bild wird exakt aus der Mitte der Clips genommen.
Dan Ackermann Greenberg unterstreicht obige Aussage: Der Thumbnail muss eine gute Videoqualität ausweisen. Wenn zudem Menschen im Thumbnail erkennbar sind, so wirkt das unterstützend.
Kommentieren, kommentieren, kommentieren
Um Leute dazu zu bringen, den Clip anzusehen, ist es gut, eine Diskussion zu lancieren und Aufrecht zu erhalten – ob echt oder selbst verfasst. Wer bei YouTube mehrere Accounts besitzt, kommentiert am bestenden das eigene Video, bzw. die Kommentare dazu. Hitzige Diskussionen ziehen die meisten User an.
Alle Videos zeitgleich publizieren
Es ist sinnvoll, alle Viral-Videos zur selben Zeit ins Netz zu stellen. Die Erklärung: Wenn jemandem ein Spot gefällt, möchte er auch noch die anderen betrachten. Ackermann Greenberg dazu:
If a user wants to watch all five of our videos right now, there’s a much better chance that we’ll be able to persuade them to click through to our website. We don’t make them wait after seeing the first video, because they’re never going to see the next four.
Strategisch Taggen
Videos lassen sich mit Tags bestimmten Themen zuordnen und so leichter finden. The Comotion Group (mit Dan Ackermann Greenberg) fand nun heraus, dass man mit Tags beeinflussen kann, was in der «Related Video»-Box angezeigt wird. Internetworld erklärt dazu:
Indem man drei oder vier einzigartige Tags erfindet, die von niemandem sonst genutzt werden, und diese mit allen Videos verknüpft, die man postet, kann man die Nutzer innerhalb des eigenen Portfolios hin und herführen.
Fazit
Dan Ackermann Greenberg fasst schön zusammen, dass man nicht mehr nur gute Videos ins Internet stellen kann und damit gleich erwarten darf, dass sich das Video von selbst viral verbreitet. Heute braucht es für wahre Viralität echte Kreativität, ein wenig Glück – und viel harte Arbeit.