Date: 20. Juli 2009 Kommentare: 1

Online-Videos werden immer beliebter – damit bedeutsamer. Ihre Beliebtheit kommt scheinbar bald an das klassische Fernsehen heran. Aber wird deswegen der klassische Fernsehkonsum schon reduziert?
metacafe.com hat eine interessante Umfrage gemacht. Und folgendes herausgefunden: 77 Prozent der User sehen sich regelmässig Online-Videos im Internet an, 44 Prozent gar mindestens einmal pro Woche. Dieser Trend ist bekannt. Spannender sind diese beiden Erkenntnisse:
- Fast 40 Prozent der Befragten gaben an, dass sie professionelle Online-Clips, wie Filmvorschauen, Nachrichten und Sport in genau dem selben Ausmaß genießen wie Fernsehübertragungen in abendfüllender Länge.
- Der Konsum von Videos im Netz zieht sich durch nahezu alle Altersgruppen. Der Untersuchung zufolge sehen sich mit 33 Prozent der 55- bis 64jährigen etwa ein Drittel wöchentlich bewegte Bilder im Web an.
Und verdrängt der zunehmende Konsum von Online-Videos das klassische Fernsehen? Offensichtlich nicht:
Nur etwa 20 Prozent, also ein Fünftel der Befragten gab an, dass sie ihre Fernsehzeiten wegen der Online-Videos zurückgefahren hätten.
Die User nutzen Fernsehen und Internet parallel. Das haben andere Untersuchungen bereits bestätigt.
Müssten klassische Werbespots demnach noch mehr aufs Internet verweisen?
del.icio.us
•
Digg it
•
Furl
•
Wink
•
Kategorien: Studien Technorati Tags: Fernsehen, metacafe, Nutzung, parallel, Studio, TV, Umfrage, Video
Date: 18. Juni 2009 Kommentare: 0
Dass das „klassische Fernsehen“ immer mehr an Bedeutung und ungeteilter Aufmerksamkeit verliert, ist nicht neu – dies hängt vor allem mit der weiterhin steigenden Medienkonvergenz von Fernseh- und Internetnutzung zusammen: Bestätigt wird dieser Trend durch die Resultate einer weiteren Studie.
Für die Studie „Media Multi-Tasking“ wurden von der European Interactive Advertising Association (EIAA) 9‘095 Interviews in mehreren europäischen Staaten durchgeführt – aus dem Report resultieren folgende Erkenntnisse für den europäischen Markt:
• Kernaussage: Immer mehr User surfen während dem Fernsehen parallel im Internet – in relativen Zahlen ausgedrückt entspricht dies 22 Prozent der Studienteilnehmer, die „regelmässig“ konvergent auf die beiden Medien zurückgreifen. Im Vergleich zu den Resultaten aus dem Jahr 2006 bedeutet dies eine Zunahme um satte 38 Prozent.
• Zahlen für den deutschen Markt: In Deutschland surft bereits annähernd jeder und jede fünfte Deutsche (19 Prozent) parallel zum Fernsehen – Unterschiede gibt es ebenfalls bezüglich Aktivität: Paralleluser nutzen das Internet deutlich aktiver.
Besonders beliebt bei den „Multi-Taskern“ sind dabei Online-Networks (45 Prozent, Vergleich Europa: 53 Prozent) und Instant-Messaging-Dienste (41 Prozent, Vergleich Europa: 51 Prozent). Auch der Trend zu vermehrtem mobilen Internetgebrauch ist der Studie zu entnehmen: Fast ein Viertel (22 Prozent) aller „Simultan-User“ surft regelmässig über mobile Endgeräte im Web – der europäische Schnitt liegt bei 29 Prozent.
• „Stereotyp“ des deutschen Multi-Tasking-Users: Der europäische Altersdurchschnitt liegt unter 35 Jahren. Den grössten Prozentsatz der deutschen Multiuser stellt die Altersgruppe der 16- bis 24-Jährigen mit rund 30 Prozent (ein Plus von 33 Prozent gegenüber 2006), 25- bis 34-Jährige stellen rund 22 Prozent (Plus von 39 Prozent).
Europaweit nutzen rund 44 Prozent der 16- bis 24-Jährigen und 39 Prozent aller 25- bis 34-Jährigen Medien parallel. Auch ältere Zielpersonen sind vermehrt parallel aktiv: Im Vergleich zu 2006 wurde ein Zuwachs von 75 Prozent erreicht.
Einfluss auf das Kaufverhalten
Besonders wichtig scheint die Erkenntnis, dass Parallelnutzung Auswirkungen auf das Online-Kaufverhalten der User hat: Internetuser, welche zu „Medien-Parallelismus“ neigen, tätigen durchschnittlich doppelt so häufig Online-Käufe und geben um zehn Prozent mehr Geld aus (im europäischen Vergleich zwölf gegenüber sieben Einkäufe, um rund 26 Prozent Mehrausgaben als bei „normalen“ Internetusern).
Wichtig scheint also, Werbung in Zukunft noch vermehrter crossmedial zu schalten und an das User-Verhalten anzupassen – zudem bietet die Internetnutzung über mobile Endgeräte weiterhin Platz für Innovationen. Denn: Werbung erreicht die Zielgruppe am besten dort, wo sich diese befindet.
Wie sehen wohl Zahlen für die Schweiz aus? Und: Wie haben sich Ihre Gewohnheiten bezüglich Internet und Fernsehen in den letzten Jahren verändert? Und wie wird die stetig zunehmende Internet-Affinität der Jugendlichen in Zukunft die Lage verändern?
del.icio.us
•
Digg it
•
Furl
•
Wink
•
Kategorien: Medien, Mobile, Onlinewerbung, Studien, Trends, Umfrage Technorati Tags: Affinität, eiaa, European Interactive Advertising Association, Fernsehen, Internet, Konvergenz, Media Multi-Tasking, Medienkonvergenz, mobil, mobile Endgeräte, Mobile Internetnutzung, Parallelismus, Parallelmedium, Parallelnutzung, Studie
Date: 28. April 2009 Kommentare: 0

Nun kommt es also noch schlimmer für das klassische Fernsehen: Gemäss der Studie «Europe Logs on: Internet trends of today & tomorrow» von Microsoft wird das Internet bei anhaltendem Trend das Fernsehen im Jahr 2010 im europäischen Raum bezüglich Nutzungsdauer überholen.
Darüber gemunkelt und diskutiert wurde schon oft, ob und wann das Internet das Fernsehen bezüglich durchschnittlicher Nutzungsdauer überholen wird. Der Trend war bis dato klar: Immer mehr Videos und Sendungen werden über das Internet konsumiert. Nun soll aber das Ganze noch weiter und schneller gehen als erwartet: Das Internet soll schon im Jahr 2010 das Medium «Nummer eins» werden. Soziale Netzwerke tragen einen Grossteil zu diesem schnellen Wachstum bei, vor allem aber auch Websites mit Nachrichten- und Informationsinhalten. Immer wie wichtiger wird in Zukunft auch die mobile Internetnutzung.
Hier die wichtigsten Prognosen mit Zahlen aus der Studie:
• Microsoft prognostiziert, dass in den kommenden vier Jahren fast die Hälfte (48 Prozent) aller Mobiltelefonbesitzer auf Internetinhalte mobil zugreifen werden. Heute wird das Internet zu 95 Prozent noch über einen herkömmlichen PC genutzt. Allgemein wird eine grosse Verlagerung des Internets auf externe Geräte wie beispielsweise Spielkonsolen oder eben Mobiltelefone erwartet. Unterstützung liefert dabei das vorhergesagte Zehn- Prozent-Wachstum (auf rund 171 Millionen Geräte) des Smartphone-Marktes.
• In der Zielgruppe der 18- 24-Jährigen nimmt der PC schon zu einem grossen Teil die Rolle des Fernsehers ein: 42 Prozent dieser Personen sehen sich Fernsehformate über den Computer an. 14 Prozent gaben sogar an, gar nicht mehr „klassisch“ fernzusehen.
• Die Anzahl der Stunden, die jeweils durchschnittlich pro Woche vor dem Fernseher verbracht werden, liegen seit Jahren konstant bei 11,5 Stunden. Die durchschnittliche Nutzung des Internets wird für nächstes Jahr auf 11,2 Stunden geschätzt. Diese Zahl ist jedoch in stetigem Wachstum. Besonders durch die Nutzung der Sozialen Netzwerke wird diese Zahl in der nächsten Zeit noch steigen.
Wie werden wir wohl in Zukunft fernsehen? Und wie lange kann sich der „klassische“ Fernseher noch halten?
del.icio.us
•
Digg it
•
Furl
•
Wink
•
Kategorien: Mobile, Studien, Trends Technorati Tags: Fernsehen, Internet, Microsoft, Mobiles Internet, Nutzungsdauer, Sendungen, Studie, Trend, Videos
Date: 16. März 2009 Kommentare: 3

Der gute alte Fernsehapparat verliert immer mehr an Bedeutung: Er verliert nicht nur seine ungeteilte Aufmerksamkeit (siehe Artikel „Fernseher nur noch passiv im Hintergrund“), auch schauen sich immer mehr Personen ausgewählte Sendungen und Videos online im Internet.
Zu diesem Schluss kommt eine von CNN und Ericsson durchgeführte Studie, bei der 1094 Personen befragt wurden, die vom CNN-Online-Angebot Gebrauch machen. Rund 73 Prozent dieser Benutzerinnen und Benutzer gaben an, Videoangebote im WWW anzuschauen.
Beinahe ein Drittel aller Befragten gab an, Videos auch mobil, z.B. auf einem iPhone zu konsumieren. Ein Viertel der Befragten gaben an, vermehrt TV-Ausstrahlungen unterwegs zu konsumieren.
Alter schützt vor Internetfernsehen nicht
Besonders interessant ist dieser Aspekt der Studie: Die fleissigsten User sind nicht etwa eher jüngere Personen, wie man logischerweise zuerst vermuten würde, sondern durchschnittlich über 45 Jahre alt (rund 66 Prozent der Befragten).
Dies steht im Gegensatz zu den Ergebnissen der Studie des Marktforschers midline media (siehe Artikel) zum Thema Medienkonvergenz: In Sachen Mehrfachnutzung von Medien ist eine eher junge Zielgruppe Spitzenreiter.
Gründe für die abnehmende Popularität
Dass die einst riesige Popularität des klassischen Fernsehens immer wie mehr abnimmt, hat gemäss Studienergebnis zwei Gründe:
• Höherer Flexibilität durch das Online-Angebot (71 Prozent der Studienteilnehmer)
• Die Möglichkeit, verpasste Sendungen problemlos und bequem zu einer beliebigen Zeit nachzuholen (51 Prozent).
del.icio.us
•
Digg it
•
Furl
•
Wink
•
Kategorien: Medien, Onlinewerbung, Streaming Media Technorati Tags: CNN, Ericsson, Fernsehen, Fernseher, Internet, mobil, Popularität, Sendung, Studie, Video
Date: 19. Dezember 2007 Kommentare: 1
Nachdem das Schweizer Fernsehen bereits versucht, das junge Publikum mit einem Kanal auf YouTube anzusprechen, bietet nun Ringier TV Sendungen im iTunes Store an. Gleichzeitig kündigt der Verlag die Produktion im HDTV-Format an. Die richtigen Massnahmen, um den Anschluss an das Jugendsegment und die Multimedialen nicht zu verpassen?
Gemäss Netzwoche ist Ringier das erste private Medienunternehmen in der Schweiz, das einen eigenen iTunes Store betreibt. Damit befindet sich das Unternehmen auf Augenhöhe mit BBC, New York Times, SF, ARD und ZDF.
Alle 400 Episoden von über 20 Sendungen (u.a. 5 gegen 5, Al Dente, Gesundheits Sprechstunde oder CashTV), die auf SF2, Pro7 Schweiz und Sat1 Schweiz ausgestrahlt werden, sind gratis auf dem iTunes Store als Podcasts erhältlich.
Ringier TV bald im HDTV-Format
Zudem produziert Ringier laut persoenlich.com inskünftig eine CashTV-Spezialsendung im hochauflösenden HDTV.
Diese Sendung werde im Januar 08 als HD Podcast in einer wesentlich höheren Bildqualität erhältlich sein. Die anfänglich für den iPod gedachten Podcasts würden damit sowohl fullscreen- als auch wohnzimmertauglich, schreibt Ringier.
Die richtige Entscheidung?
Die Zeichen sind deutlich: Ringier will auf keinen Fall den Anschluss an die junge, Internet-affine Generation verpassen.
Die Frage ist nur, ob sich Jugendliche und Multimedia-Begeisterte mit diesen tendenziell konservativen Sendeformaten über die neuen Kanäle wirklich ansprechen lassen.
Zudem gilt es rund um die Einführung von HDTV noch einige Herausforderungen zu meistern: Seit diesem Monat hat das Schweizer Fernsehen einen eigen HDTV-Sender . Das freut auf der einen Seite die Konsumenten ob der besseren Qualität. Anderseits können nicht alle Fernseher den Kanal «HD Suisse» empfangen. Die grosse Datenmenge an Bildern verarbeiten noch die wenigsten Fernsehgeräte.
Vielleicht hätte Ringier TV besser noch ein wenig mit HDTV zugewartet. Wer weiss. Die bestehenden Sendungen via iTunes als Podcasts anzubieten, ist jedoch eine gute Idee. Denn so werden bereits produzierte Inhalte ohne grossen Zusatzaufwand über zusätzliche Kanäle distribuiert.
Ob mit den beiden Massnahmen zusätzliche Zuschauer gewonnen werden, wird sich zeigen.
del.icio.us
•
Digg it
•
Furl
•
Wink
•
Kategorien: Streaming Media Technorati Tags: Fernsehen, HDTV, iTunes Store, Podcasts, Ringier TV, TV