Gemäss einer aktuellen Studie des Marktforschungsunternehmens Nielsen wird der Stellenwert von mobilen Medien im Mediamix dieses Jahr noch weiter steigen. Durchgeführt wurde die Studie für Deutschland, welches mit rund 66,1 Millionen Handynutzern im ersten Quartal 2009 zu den grössten Mobilmärkten in ganz Europa gehört.
Was sind die wichtigsten Ergebnisse der Studie?
• Hoch im Kurs stehen bei den meisten Handynutzern weiterhin die „klassischen“ Verwendungszwecke: Am häufigsten, nämlich von 62 Prozent der Befragten, wird das Handy zum Versenden von SMS-Kurzmitteilungen verwendet. An zweiter Stelle steht das Vergnügen mit vorinstallierten Spielanwendungen (20 Prozent), auf Platz drei das Versenden von MMS-Nachrichten (14 Prozent).
• Interessant: Rund neun Prozent (entspricht rund 6,2 Millionen aller Handynutzer) der Zielgruppe verwendet das Handy, um mobil im Internet zu surfen – dies scheint allerdings bis dato eher ein Trend unter männlichen Mobilnutzer zu sein – 70 Prozent der mobilen Surfer sind männlich.
• Die am häufigsten besuchten Websites sind Internet-Portale wie beispielsweise Google oder T-Online, welche von 5,5 Millionen Besuchern / 86 Prozent aller aktiven Mobilnutzer genutzt wurden (Die Suchmaschine Google zum Beispiel wurde von 2,3 Millionen Usern besucht, dies entspricht mehr als einem Drittel (35 Prozent) aller Internet-Benutzer). An zweiter Stelle folgen E-Mail-Accounts, genutzt von 3,2 Millionen Usern. Websites mit News- und Informationsinhalten konnten rund 1,7 Millionen Besucher anziehen.
Das mobile Surfen im Netz scheint immer mehr an Bedeutung zu gewinnen. Für die Werbebranche birgt dieser Trend viele neue Chancen, besonders in der momentanen „Krisenzeit“. Da Online-Werbung über das mobile Internet noch in der Anfangsphase steckt, ist der Markt (noch) nicht gesättigt. Sie bietet gute Möglichkeiten, eine Zielgruppe genau, effizient und verhältnismässig kostengünstig zu bewerben. Der starke Boom von Sozialen Netzwerken, mobil genutzt über Geräte wie das begehrte iPhone, dürften dies zusätzlich unterstützen.
Soziale Medien sind Meinungsmacher und beeinflussen zunehmend die Kaufentscheidungen von Konsumenten. So zeichnen die Ergebnisse einer Untersuchung von Ketchumfolgendes Bild:
44 Prozent der Nutzer lesen mit Interesse die Rezensionen und Kommentare anderer Konsumenten. Zudem besuchen 24 Prozent zu diesem Zweck Blogs, 26 Prozent konsultieren soziale Netzwerke auf der Suche nach Produktinformationen und zum Erfahrungsaustausch.
Die klassischen Medien verlieren dabei an Bedeutung:
Die Informationsbeschaffung per Suchmaschine blieb über den gesamten Beobachtungszeitraum nahezu unverändert auf dem hohen Niveau von 60 Prozent. Das Fernsehen hingegen verlor konstant an Überzeugungskraft.
Somit wird klar, dass bewegte Bildinhalte auf mobilen Endgeräten nur eine Chance haben dürften, wenn der Zugang zu diesen online und kostengünstig möglich ist.
Dass der Markt für mobiles Internet in den kommenden Jahren kräftig wachsen wird, darüber sind sich verschiedene Studien einig. Doch was erwarten eigentlich die User vom mobilen Internet? Und welche Anwendungen finden sie interessant?
Eine Studie von IBM zu Entwicklungspotenzialen und Tendenzen im mobilen Internetmarkt ging diesen Fragen nach, befragte weltweit Konsumenten und kam zum Schluss, dass sich die Nutzer vor allem ein mobiles Internet wünschen, welches sich im Alltag nützlich macht.
Weitere Ergebnisse der Studie:
68 Prozent der Befragten sind interessiert, Landkarten zu benutzen – 41 Prozent davon sogar sehr.
Auch Instant Messaging und Online-Banking sind mit 56 Prozent Zustimmung beliebte Anwendungen.
Gleich dahinter folgen News mit 55 Prozent.
Mobile TV wird von 53 Prozent der Befragten begrüsst.
52 Prozent wünschen sich E-Mail über das mobile Internet.
45 Prozent möchten übers Handy Musik kaufen
Wie die Studie zeigt, sind Konsumenten aufgeschlossen, verschiedene Anwendungen über das mobile Internet zu nutzen. Doch bevor dies flächendeckend geschehen wird, muss einerseits der Zugang zum mobilen Internet günstiger werden und anderseits müssen die Software-Unterschiede der einzelnen Hersteller überwunden werden.
Die Studie kann hier vollständig heruntergeladen werden.
Die Nutzung von Mobiltelefonen steigt mit höherer Anzahl Handys und sinkenden Preisen. Damit wird mobile Werbung immer interessanter für Werbetreibende. Doch welche Zielgruppe ist für mobile Werbung geeignet?
Die Marktforscher von BIGresearch gingen in einer aktuellen Studie genau dieser Frage für den US-amerikanischen Markt nach. Obwohl sie zum Schluss kamen, dass das Handy nicht jeden Nutzer zum Käufer macht, sprechen die 18- bis 24-Jährigen gemäss den Erkenntnissen markant stärker auf mobile Werbung an als auf andere Werbeformen.
Besonders effektiv sind dabei mobile Videos und Text-Nachtrichten. So lag der Anteil der 18- bis 24-Jährigen, die zum Kauf angeregt wurden, bei mobilen Videos bei 14,2 und bei SMS bei 15,9 Prozent.
Andere Nutzungsgewohnheiten junger Erwachsener
Die Erklärung der Marktforscher dafür ist, dass die jüngeren Zielgruppen eher dazu neigen, mobil zu suchen und Daten auf das Handy zu laden. So suchen 21,8 Prozent der 18- bis 24-Jährigen mobil – beim Durchschnitt der erwachsenen US-Amerikaner sind es gerade mal 8,3 Prozent. Der Daten-Download zeigt ein ähnliches Bild: Während 31,6 Prozent der 18- bis 24-Jährigen Dateien auf das Mobiltelefon laden, sind es bei den durchschnittlichen Nutzern nur 15,9 Prozent.
Konsequenz für Werbetreibende?
Wie Gary Drenik von BIGresearch erklärt, ist es wichtig zu wissen, wie die Konsumenten das Mobiltelefon nutzen, um Mobile-Marketing-Pläne zu entwickeln. Was an sich sehr logisch und verständlich klingt, wird leider noch immer zu wenig beachetet. Schade. Denn je genauer die (mobile) Werbung auf die Zielgruppe abgestimmt ist, desto erfolgreicher wird sie.
Der europäische Markt für mobile Datendienste wächst rasant. Zu diesem Schluss gelangt das Marktforschungsinstitut AT Kearney. Im Auftrag der GSM Association, dem Zusammenschluss der GSM-Netzbetreiber wurde die Nutzung mobiler Datendienste untersucht. Dabei beruhte die Untersuchung auf Daten von 39 europäischen Netzbetreibern, die 59 Prozent der europäischen Nutzer betreuen.
2007 wuchs der Markt um 40 Prozent auf 7 Milliarden Euro.
Die Betreiber investierten im letzten Jahr mehr als 20 Milliarden Euro in Netzinfrastruktur und Services.
Die Zahl der UMTS-Nutzer in der EU verdoppelte sich 2007 auf 112 Millionen Menschen.
22.5 Prozent der Europäer nutzen Dienste der dritten Mobiltelefon-Generation.
Die Datennutzung auf Reisen stieg von Januar bis April dieses Jahres um 75 Prozent.
Die Kosten für Datenroaming sanken im ersten Quartal 2008 um 25 Prozent.
Höhere Nutzung durch Kostensenkungen
Tom Phillips von GSMA teilte mit, dass der Wettbewerb dazu führe, dass die Kosten für Datendienste wie E-Mails, Internet und Multimedia innerhalb Europas dramatisch sinken. Und dadurch wird mobiles Internet auch immer häufiger genutzt.
Competition, including from Wi-Fi, is delivering dramatic reductions in the retail price of data services, which give mobile users the convenience of being able to access email, the Internet and other multimedia services wherever they travel within Europe. We expect prices to continue to fall as operators further innovate around tariffs and more and more Europeans use these services as a part of their everyday lives.
Leider werden (noch) keine Angaben zu den Umfrageteilnehmern gemacht. Doch ich nehme an, es werden – analog zur Studie 2006 – wieder über 1‘200 Jugendliche befragt worden sein.
Diese ersten Ergebnisse zeigen: Jugendliche sind eine wichtige Werbezielgruppe. Doch so viele sie sind, so anspruchsvoll ist es, sie «richtig» anzusprechen.
Im Gegensatz zu den «herkömmlichen» Top 10 Websites sind nicht Suchmaschinen besonders beliebt, sondern hauptsächlich Websites, die Downloads von Klingeltönen, Games und anderen Tools anbieten. Soziale Netzwerke sind (wenn auch andere Plattformen) im mobilen Internet ebenfalls geschätzte Seiten. Interessant finde ich, dass nicht Google, sondern Yahoo die am häufigsten benutzte Suchmaschine ist.
Mit Mobile Image Ads kann man mobile Banner schalten, die speziell auf die Bedürfnisse von Handybesitzer ausgerichtet sind. Jens vom Google Watch Blog:
… so wird z.B. nur ein Banner pro Adblock angezeigt und es gibt andere Bannergrößen als auf dem PC. Außerdem müssen Mobile Ads verpflichtend auf mobile Webseiten verlinken und dürfen nicht auf Seiten führen die auf dem Handy nicht oder nur schwer dargestellt werden können.
Gemäss Medienmitteilung lässt sich die Karte mit den Sicherheitscodes durch ein einfaches SMS ersetzen. Wie Pascal Dürr, Bereichsleiter Distribution bei Raiffeisen Schweiz, erklärt, wird dadurch E-Banking auch unterwegs möglich sein.
Das SMS macht es möglich, noch unabhängiger E-Banking zu betreiben – bei gleicher Sicherheit. Im Gegensatz zum Kärtchen mit den Sicherheitscodes hat man sein Handy immer dabei.
Nach der Anmeldung können wie gewohnt sämtliche Funktionen von E-Banking genutzt werden. Falls der Kunde möchte, kann er einstellen, dass Zahlungen ab einer gewissen Höhe mit einem Sicherheitscode freigegeben werden müssen. Zusätzlich bietet die Bank auch einen SMS-Info-Service über die Konto-Bewegungen an.
Schön, dass die Raiffeisen Schweiz die Zeichen der Zeit erkennt und den Kunden eine weitere Dienstleistung im Bereich E-Banking anbietet – das ist echter Kundenservice!