Online-Kommunikation – Bald die Nummer eins der B2B Kommunikationsmassnahmen?

Date: 26. Februar 2010 Kommentare: 0

Wie eine von ‚Die Firma‘ und Consultic in Deutschland durchgeführte Studie zeigt, werden die Online- Kommunikationsmassnahmen in den kommenden drei Jahren eine führende Funktion in der B2B Kommunikation haben – so die befragten Experten.

B2b

Bei der Umfrage wurden insgesamt 175 Experten und Entscheidungsträger miteinbezogen. Eine deutliche Mehrheit von 94% gibt an, dass das Internet zum heutigen Zeitpunkt im Berufsalltag regelmässig als Informationsquelle genutzt und auch in Zukunft weiter  an Bedeutung gewinnen wird. Obwohl sich ein Grossteil der Befragten über diese Entwicklung einig ist, widerspiegeln die Budgets für die Kommunikationsausgaben eine etwas andere Sichtweise. So entfallen in 70% der befragten Unternehmen lediglich 20% der Mittel auf Online-Etats.

Die Ergebnisse über die Transparenz und den Nutzen von Online-Kontaktanfragen ist ebenfalls erstaunlich. Lediglich 13% der Befragten Unternehmen sind mit ihren generierten Online-Kontakten vollumfänglich zufrieden – 27% sind gar nicht zufrieden. Eine entsprechende Übersicht über die Anzahl der monatlich generierten Kontakte fehlt trotz Reporting-Systemen vielerorts.

Auch im Bereich Web 2.0 und Social Media werden vorhandene Potenziale noch kaum genutzt. Obwohl Communities, Blogs oder Social Networks eine solide Grundlage für einen Dialog und das Management von Kontakten darstellen können, gehören diese Instrumente in der Praxis (noch) nicht zum etablierten Inventar. Es sind nicht die Werkzeuge an sich, welchen per se keine Anwendungsmöglichkeit zugesprochen wird, sondern vielmehr das fehlende Know-How um die Möglichkeiten und die Integration in die bestehende Kommunikationsstrategie, welche sich hemmend auf die Entwicklung und den Gebrauch der Tools auswirken.

[via]

del.icio.usDigg itFurlWink

Konkurrenzkampf: Internet versus Printmedien

Date: 2. April 2009 Kommentare: 0

pcpc.jpg

Das Internet ist der Feind der traditionellen Printmedien: Zu diesem Schluss kommt der Jahresbericht des amerikanischen Forschungscenters PEW-Internet and American Life Project. Und wie stark ist das Internet in Deutschland und der Schweiz?

Bevor US-Amerikanerinnen und Amerikaner zu einem Printmedium wie beispielsweise der Zeitung greifen, informieren sie sich zuerst im Internet. Nicht nur Zeitungen mussten im Jahr 2008 Verluste verbuchen, dasselbe Schicksal erlitten auch Radio- und Fernsehsender sowie Zeitschriften.

Obwohl die Benutzerzahlen der fünfzig wichtigsten Nachrichtenseiten um rund 24 Prozent gestiegen sind, so lässt sich dieses Wachstum noch nicht gross im Portemonnaie der verschiedenen Unternehmen verbuchen: Laut Experten seien fehlende tragkräftige Geschäftsmodelle schuld, für deren Entwicklung es an Zeit mangle.

Abräumer des Jahres sind hingegen Fernsehsender wie zum Beispiel CNN oder Fox News: Diese konnten ihre Zuschauerzahlen um rund 38 Prozent steigern. Massgeblich dazu beigetragen haben sicherlich die Berichterstattungen um die Präsidentschaftswahlen um Obama & Co.

Und: Auch die amerikanischen Medienwissenschaftler haben die steigenden Trends von Blogs und Sozialen Netzwerken erkannt.

Entwicklung in Deutschland

Betrachtet man die Studie der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF) für Deutschland, so wird es verständlich, wieso auch die Printmedien immer wie mehr vom Internetgebrauch tangiert werden: „Das Internet ist im Alltag integriert“ (keine neue Erkenntnis). Besonders interessant ist aber die Tatsache, dass sich rund 97,3 Prozent aller befragten User schon einmal über das WWW über verschiedenste Produkte informiert haben. Die Zahl macht es deutlich: Das Internet ist die Informationsquelle Nummer eins.

Gebrauch in der Schweiz

Wie die publizierten Leserzahlen der AG für Werbemedienforschung WEMF aufzeigen, lesen noch immer rund stabile 92 Prozent der Schweizer Bevölkerung täglich Zeitungen. Zudem sind noch nie so viele Zeitungen gedruckt worden wie zur jetzigen Zeit. Leider kämpft die Branche weiterhin damit, einen zunehmend stabilen und durch und durch profitablen Markt zu erschaffen. Gründe dafür sind sicherlich der starke Boom von Gratiszeitungen wie beispielsweise 20 Minuten oder .ch, die immer noch steigende Leserzahlen aufweisen können (was aufgrund der totalen Verfügbarkeit und dem Attribut „gratis“ auch nicht verwunderlich ist). Ein anderer gewichtiger Grund für die Herausforderungen im Printmarkt ist, wie erwähnt, sicherlich das Internet.

In der heutigen, schnelllebigen Gesellschaft ist es nicht verwunderlich, dass das Interesse an den „klassischen“ Printmedien im Gegensatz zum Internet immer wie mehr abnimmt: Konsumentinnen und Konsumenten möchten flexibel und zu jeder Zeit News abrufen können, ohne an einen bestimmten Zeitpunkt gebunden zu sein. Desweiteren verlieren die Informationen im WWW nicht an Aktualität, da diese konstant erneuert werden. Das Aufkommen von Multimediageräten wie beispielsweise des iPhones ermöglicht diesbezüglich stetiger Zugriff auf Informationsplattformen.

Nicht zuletzt sind die abnehmenden Leserzahlen der Printmedien auch finanziell bedingt: Es ist nicht verwunderlich, dass Leserinnen und Leser News lieber kostenlos über Newsplattformen im Internet beziehen, anstatt ein verhältnismässig teures Abonnement zu erstehen. Die Zeitungen können sich auch immer weniger durch Werbeeinnahmen „selbstfinanzieren“, da die Werbetreibenden längst auf eine andere, günstigere Methode setzen , bei der sie mehr Personen erreichen können und eine genaue Messbarkeit möglich ist, wodurch dann auch keine Streuverluste mehr entstehen: Werbung über das Internet.

Obwohl die Printmedien immer weniger Lesende verzeichnen, so muss doch auch gesagt werden, dass ein „Aussterben“ der Zeitungen und Zeitschriften nicht in absehbarer Nähe ist: Denn es gibt immer noch treue Leserinnen und Leser, die es schätzen, beim Lesen Papier in den Händen zu spüren. Die momentane „Krise“ kann aber auch nicht schöngeredet werden, Verlage müssen einen neuen, innovativen Weg finden, wieder an alte Leserzahlen anzuknüpfen.

del.icio.usDigg itFurlWink