Eine neue Studie des Bitkom belegt, dass für sechs von zehn Deutschen ein Leben ohne das Web unvorstellbar ist. Das Internet stellt für die Nutzer einen integralen Bestandteil ihres Lebens dar – sei es als Kommunikationsplattform, als Partnerbörse oder als Handelsplatz. Die reale und die virtuelle Welt verschmelzen zusehends.
Kein Internet? Kein Handy? Undenkbar!
Die Reale und die virtuelle Welt sind durch das Internet bereits in vielen Bereichen verschmolzen. Das Web übt einen erheblichen Einfluss auf unser Leben aus. Vor TV, Radio und Print ist das Internet die Nummer Eins unter den Kommunikationskanälen bei Personen unter 29 Jahren. 71%, also beinahe drei Viertel aller Deutschen nutzen das Web.Eine weitere, erstaunliche Erkenntnis der Studie: Rund 25% aller Befragten hätten nichts gegen das Tragen eines Chips im eigenen Körper einzuwenden– vorausgesetzt es entstünde dadurch ein gewisser Nutzen.Auch in der Partnersuche ergeben sich neue Massstäbe; 8% aller Nutzer ab 14 Jahren (also beinahe 9 Millionen Menschen) haben über das Netz bereits einen festen Partner kennengelernt.
Ständige Erreichbarkeit durch Handy und Smartphone
Von den Befragten gaben ungefähr 85 Prozent der Berufstätigen an, sie seien auch während der Freizeit für die Vorgesetzten, Kollegen oder Kunden per E-Mail, Handy oder Smartphone erreichbar.Um sich vor einem Kauf ein angemessenes Bild über ein Produkt, eine Dienstleistung oder einen Anbieter machen zu können, greift rund die Hälfte aller Befragten auf Berichte und Bewertungen zurück, welche von anderen Konsumenten erstellt wurden.
Dass das „klassische Fernsehen“ immer mehr an Bedeutung und ungeteilter Aufmerksamkeit verliert, ist nicht neu – dies hängt vor allem mit der weiterhin steigenden Medienkonvergenz von Fernseh- und Internetnutzung zusammen: Bestätigt wird dieser Trend durch die Resultate einer weiteren Studie.
Für die Studie „Media Multi-Tasking“ wurden von der European Interactive Advertising Association (EIAA) 9‘095 Interviews in mehreren europäischen Staaten durchgeführt – aus dem Report resultieren folgende Erkenntnisse für den europäischen Markt:
• Kernaussage: Immer mehr User surfen während dem Fernsehen parallel im Internet – in relativen Zahlen ausgedrückt entspricht dies 22 Prozent der Studienteilnehmer, die „regelmässig“ konvergent auf die beiden Medien zurückgreifen. Im Vergleich zu den Resultaten aus dem Jahr 2006 bedeutet dies eine Zunahme um satte 38 Prozent.
• Zahlen für den deutschen Markt: In Deutschland surft bereits annähernd jeder und jede fünfte Deutsche (19 Prozent) parallel zum Fernsehen – Unterschiede gibt es ebenfalls bezüglich Aktivität: Paralleluser nutzen das Internet deutlich aktiver.
Besonders beliebt bei den „Multi-Taskern“ sind dabei Online-Networks (45 Prozent, Vergleich Europa: 53 Prozent) und Instant-Messaging-Dienste (41 Prozent, Vergleich Europa: 51 Prozent). Auch der Trend zu vermehrtem mobilen Internetgebrauch ist der Studie zu entnehmen: Fast ein Viertel (22 Prozent) aller „Simultan-User“ surft regelmässig über mobile Endgeräte im Web – der europäische Schnitt liegt bei 29 Prozent.
• „Stereotyp“ des deutschen Multi-Tasking-Users: Der europäische Altersdurchschnitt liegt unter 35 Jahren. Den grössten Prozentsatz der deutschen Multiuser stellt die Altersgruppe der 16- bis 24-Jährigen mit rund 30 Prozent (ein Plus von 33 Prozent gegenüber 2006), 25- bis 34-Jährige stellen rund 22 Prozent (Plus von 39 Prozent).
Europaweit nutzen rund 44 Prozent der 16- bis 24-Jährigen und 39 Prozent aller 25- bis 34-Jährigen Medien parallel. Auch ältere Zielpersonen sind vermehrt parallel aktiv: Im Vergleich zu 2006 wurde ein Zuwachs von 75 Prozent erreicht.
Einfluss auf das Kaufverhalten
Besonders wichtig scheint die Erkenntnis, dass Parallelnutzung Auswirkungen auf das Online-Kaufverhalten der User hat: Internetuser, welche zu „Medien-Parallelismus“ neigen, tätigen durchschnittlich doppelt so häufig Online-Käufe und geben um zehn Prozent mehr Geld aus (im europäischen Vergleich zwölf gegenüber sieben Einkäufe, um rund 26 Prozent Mehrausgaben als bei „normalen“ Internetusern).
Wichtig scheint also, Werbung in Zukunft noch vermehrter crossmedial zu schalten und an das User-Verhalten anzupassen – zudem bietet die Internetnutzung über mobile Endgeräte weiterhin Platz für Innovationen. Denn: Werbung erreicht die Zielgruppe am besten dort, wo sich diese befindet.
Wie sehen wohl Zahlen für die Schweiz aus? Und: Wie haben sich Ihre Gewohnheiten bezüglich Internet und Fernsehen in den letzten Jahren verändert? Und wie wird die stetig zunehmende Internet-Affinität der Jugendlichen in Zukunft die Lage verändern?
Auch im Internet wird die Kundschaft mit immer härteren Bandagen umkämpft – Nur User auf die eigene Website zu „locken“, garantiert noch lange keine Verkaufserfolge. Die Besucher müssen zu einer Aktion überzeugt („konvertiert“) werden. Was es diesbezüglich braucht, ist eine Optimierung der Conversion Rate. Was bedeutet das für Unternehmen?
Conversion Rate – eine kurze Definition
Täglich besuchen x Personen, weitergeleitet zum Beispiel durch ein geschaltetes Banner, die Website eines Unternehmens, welches ein bestimmtes Produkt über den Online-Kanal verkauft. Diese x Personen dürfen aber nicht mit den Käufern gleichgesetzt werden – denn nur weil x Personen das Banner und somit meine Website angeklickt haben, bedeutet dies nicht, dass diese x Personen einen Kauf eines oder mehrerer Produkte getätigt haben.
Die Conversion Rate / Konversionsrate steht für die Anzahl der Kaufinteressierten (x) , die eine jeweilige Website besucht haben und auf dieser eine Aktion vollzogen (y), also beispielsweise ein Produkt gekauft haben – und somit vom Interessent zum Käufer konvertiert sind:
Conversion Rate = Käufe (y) ÷ Besucher der Website (x)
Beispiel: Kauft einer von hundert Besuchern ein Produkt, so liegt die Conversion Rate bei einem Prozent.
Daraus kann die Wirksamkeit einer Werbekampagne ermittelt werden.
Wie kann ein Unternehmen die Conversion Rate verbessern?
Werbemittel (beispielsweise Banner) und Landingpage (spezielle Landeseite, auf die der Klickende weitergeleitet wird) müssen unbedingt aufeinander abgestimmt sein – beispielsweise durch Wiederaufnahme der Elemente, die bereits im Banner den Betrachter ansprechen. Und hier gilt das alt bekannte AIDA-Prinzip: Attention: Das Banner zieht den Blick des Betrachtenden an. Die kurzen Informationen müssen das Interesse (Interest) und somit ein Bedürfnis (Desire) wecken. Schlussendlich muss eine Aktion (Action) und somit eine Konversion des Betrachtenden zum Käufer erfolgen. Für die Landingpage kann übrigens das AIDA-Prinzip ebenfalls angewandt werden. Die Landingpage ist sowieso sehr wichtig:
• Das Angebot deutlich, klar und übersichtlich formulieren: Das Angebot muss für den Betrachtenden übersichtlich und leicht verständlich gestaltet und formuliert sein – weniger ist manchmal mehr. Denn: Potenzielle Kunden möchten sich nicht durch Buchstabenberge und Bleiwüsten wühlen müssen. Die verkaufsstärksten Argumente sollten am prominentesten aufgeführt werden.
• Gleiches gilt auch für die Gestaltung: Überladene, unübersichtliche Seiten erschweren das Finden der wichtigen Elemente und können somit die Kundschaft möglicherweise vergraulen. Wichtig ist somit eine gute Leserführung („welchen Weg soll das betrachtende Auge zurücklegen?“) – aussagekräftige Bilder, beispielsweise des Produkts, können dies stark unterstützen. Schlussendlich muss das Auge auf der Handlungsaufforderung landen.
• Handlungsaufforderung: Wie soll der potenzielle Kunde nach Betrachten der Landingpage nun handeln? Und welches ist der effektive Nutzen dieser Handlung?
• Überprüfen des Nutzerverhaltens: Mittels Analyse-Programmen wie zum Beispiel Google Analytics lässt sich feststellen, wo die meisten Personen aus der Landingpage „aussteigen“ – und wo somit noch Verbesserungen notwendig sind.
Natürlich ist die Optimierung der Conversion Rate nicht ganz so simpel und nur von diesen Faktoren abhängig – doch sind dieses fundamentale Aspekte, die nicht vernachlässigt werden sollten.
Am 7. Juli 2009 findet in Zürich am Internet Briefing ein Vortrag zum Thema statt. Weitere Informationen können hier gefunden werden.
Nun kommt es also noch schlimmer für das klassische Fernsehen: Gemäss der Studie «Europe Logs on: Internet trends of today & tomorrow» von Microsoft wird das Internet bei anhaltendem Trend das Fernsehen im Jahr 2010 im europäischen Raum bezüglich Nutzungsdauer überholen.
Darüber gemunkelt und diskutiert wurde schon oft, ob und wann das Internet das Fernsehen bezüglich durchschnittlicher Nutzungsdauer überholen wird. Der Trend war bis dato klar: Immer mehr Videos und Sendungen werden über das Internet konsumiert. Nun soll aber das Ganze noch weiter und schneller gehen als erwartet: Das Internet soll schon im Jahr 2010 das Medium «Nummer eins» werden. Soziale Netzwerke tragen einen Grossteil zu diesem schnellen Wachstum bei, vor allem aber auch Websites mit Nachrichten- und Informationsinhalten. Immer wie wichtiger wird in Zukunft auch die mobile Internetnutzung.
Hier die wichtigsten Prognosen mit Zahlen aus der Studie:
• Microsoft prognostiziert, dass in den kommenden vier Jahren fast die Hälfte (48 Prozent) aller Mobiltelefonbesitzer auf Internetinhalte mobil zugreifen werden. Heute wird das Internet zu 95 Prozent noch über einen herkömmlichen PC genutzt. Allgemein wird eine grosse Verlagerung des Internets auf externe Geräte wie beispielsweise Spielkonsolen oder eben Mobiltelefone erwartet. Unterstützung liefert dabei das vorhergesagte Zehn- Prozent-Wachstum (auf rund 171 Millionen Geräte) des Smartphone-Marktes.
• In der Zielgruppe der 18- 24-Jährigen nimmt der PC schon zu einem grossen Teil die Rolle des Fernsehers ein: 42 Prozent dieser Personen sehen sich Fernsehformate über den Computer an. 14 Prozent gaben sogar an, gar nicht mehr „klassisch“ fernzusehen.
• Die Anzahl der Stunden, die jeweils durchschnittlich pro Woche vor dem Fernseher verbracht werden, liegen seit Jahren konstant bei 11,5 Stunden. Die durchschnittliche Nutzung des Internets wird für nächstes Jahr auf 11,2 Stunden geschätzt. Diese Zahl ist jedoch in stetigem Wachstum. Besonders durch die Nutzung der Sozialen Netzwerke wird diese Zahl in der nächsten Zeit noch steigen.
Wie werden wir wohl in Zukunft fernsehen? Und wie lange kann sich der „klassische“ Fernseher noch halten?
Das Internet ist der Feind der traditionellen Printmedien: Zu diesem Schluss kommt der Jahresbericht des amerikanischen Forschungscenters PEW-Internet and American Life Project. Und wie stark ist das Internet in Deutschland und der Schweiz?
Bevor US-Amerikanerinnen und Amerikaner zu einem Printmedium wie beispielsweise der Zeitung greifen, informieren sie sich zuerst im Internet. Nicht nur Zeitungen mussten im Jahr 2008 Verluste verbuchen, dasselbe Schicksal erlitten auch Radio- und Fernsehsender sowie Zeitschriften.
Obwohl die Benutzerzahlen der fünfzig wichtigsten Nachrichtenseiten um rund 24 Prozent gestiegen sind, so lässt sich dieses Wachstum noch nicht gross im Portemonnaie der verschiedenen Unternehmen verbuchen: Laut Experten seien fehlende tragkräftige Geschäftsmodelle schuld, für deren Entwicklung es an Zeit mangle.
Abräumer des Jahres sind hingegen Fernsehsender wie zum Beispiel CNN oder Fox News: Diese konnten ihre Zuschauerzahlen um rund 38 Prozent steigern. Massgeblich dazu beigetragen haben sicherlich die Berichterstattungen um die Präsidentschaftswahlen um Obama & Co.
Und: Auch die amerikanischen Medienwissenschaftler haben die steigenden Trends von Blogs und Sozialen Netzwerken erkannt.
Entwicklung in Deutschland
Betrachtet man die Studie der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF) für Deutschland, so wird es verständlich, wieso auch die Printmedien immer wie mehr vom Internetgebrauch tangiert werden: „Das Internet ist im Alltag integriert“ (keine neue Erkenntnis). Besonders interessant ist aber die Tatsache, dass sich rund 97,3 Prozent aller befragten User schon einmal über das WWW über verschiedenste Produkte informiert haben. Die Zahl macht es deutlich: Das Internet ist die Informationsquelle Nummer eins.
Gebrauch in der Schweiz
Wie die publizierten Leserzahlen der AG für Werbemedienforschung WEMF aufzeigen, lesen noch immer rund stabile 92 Prozent der Schweizer Bevölkerung täglich Zeitungen. Zudem sind noch nie so viele Zeitungen gedruckt worden wie zur jetzigen Zeit. Leider kämpft die Branche weiterhin damit, einen zunehmend stabilen und durch und durch profitablen Markt zu erschaffen. Gründe dafür sind sicherlich der starke Boom von Gratiszeitungen wie beispielsweise 20 Minuten oder .ch, die immer noch steigende Leserzahlen aufweisen können (was aufgrund der totalen Verfügbarkeit und dem Attribut „gratis“ auch nicht verwunderlich ist). Ein anderer gewichtiger Grund für die Herausforderungen im Printmarkt ist, wie erwähnt, sicherlich das Internet.
In der heutigen, schnelllebigen Gesellschaft ist es nicht verwunderlich, dass das Interesse an den „klassischen“ Printmedien im Gegensatz zum Internet immer wie mehr abnimmt: Konsumentinnen und Konsumenten möchten flexibel und zu jeder Zeit News abrufen können, ohne an einen bestimmten Zeitpunkt gebunden zu sein. Desweiteren verlieren die Informationen im WWW nicht an Aktualität, da diese konstant erneuert werden. Das Aufkommen von Multimediageräten wie beispielsweise des iPhones ermöglicht diesbezüglich stetiger Zugriff auf Informationsplattformen.
Nicht zuletzt sind die abnehmenden Leserzahlen der Printmedien auch finanziell bedingt: Es ist nicht verwunderlich, dass Leserinnen und Leser News lieber kostenlos über Newsplattformen im Internet beziehen, anstatt ein verhältnismässig teures Abonnement zu erstehen. Die Zeitungen können sich auch immer weniger durch Werbeeinnahmen „selbstfinanzieren“, da die Werbetreibenden längst auf eine andere, günstigere Methode setzen , bei der sie mehr Personen erreichen können und eine genaue Messbarkeit möglich ist, wodurch dann auch keine Streuverluste mehr entstehen: Werbung über das Internet.
Obwohl die Printmedien immer weniger Lesende verzeichnen, so muss doch auch gesagt werden, dass ein „Aussterben“ der Zeitungen und Zeitschriften nicht in absehbarer Nähe ist: Denn es gibt immer noch treue Leserinnen und Leser, die es schätzen, beim Lesen Papier in den Händen zu spüren. Die momentane „Krise“ kann aber auch nicht schöngeredet werden, Verlage müssen einen neuen, innovativen Weg finden, wieder an alte Leserzahlen anzuknüpfen.
Der gute alte Fernsehapparat verliert immer mehr an Bedeutung: Er verliert nicht nur seine ungeteilte Aufmerksamkeit (siehe Artikel „Fernseher nur noch passiv im Hintergrund“), auch schauen sich immer mehr Personen ausgewählte Sendungen und Videos online im Internet.
Zu diesem Schluss kommt eine von CNN und Ericsson durchgeführte Studie, bei der 1094 Personen befragt wurden, die vom CNN-Online-Angebot Gebrauch machen. Rund 73 Prozent dieser Benutzerinnen und Benutzer gaben an, Videoangebote im WWW anzuschauen.
Beinahe ein Drittel aller Befragten gab an, Videos auch mobil, z.B. auf einem iPhone zu konsumieren. Ein Viertel der Befragten gaben an, vermehrt TV-Ausstrahlungen unterwegs zu konsumieren.
Alter schützt vor Internetfernsehen nicht
Besonders interessant ist dieser Aspekt der Studie: Die fleissigsten User sind nicht etwa eher jüngere Personen, wie man logischerweise zuerst vermuten würde, sondern durchschnittlich über 45 Jahre alt (rund 66 Prozent der Befragten).
Dies steht im Gegensatz zu den Ergebnissen der Studie des Marktforschers midline media (siehe Artikel) zum Thema Medienkonvergenz: In Sachen Mehrfachnutzung von Medien ist eine eher junge Zielgruppe Spitzenreiter.
Gründe für die abnehmende Popularität
Dass die einst riesige Popularität des klassischen Fernsehens immer wie mehr abnimmt, hat gemäss Studienergebnis zwei Gründe:
• Höherer Flexibilität durch das Online-Angebot (71 Prozent der Studienteilnehmer)
• Die Möglichkeit, verpasste Sendungen problemlos und bequem zu einer beliebigen Zeit nachzuholen (51 Prozent).
Für Werbung im Internet gibt es viele Möglichkeiten: Display-Anzeigen, AdWords oder auch E-Mail-Werbung – um nur einige Beispiele zu nennen. Populär sind auch Pre-Roll-Ads: Dabei wird in einem Online-Video ein Werbefilm vorgeschaltet. Eine Studie hat nun die Wirksamkeit dieser Werbemöglichkeit nachgewiesen. Das Gute dabei: Video-Portale boomen weiterhin.
Pre-Roll-Advertising ist effektiv. Zu diesem Schluss kommt eine gemeinsame Studie einer Online-Mediaagentur und der Marktforschungsabteilung von MediaLogics. Für die Studienergebnisse wurde Probanden aus verschiedenen Testgruppen Fernsehwerbungen und Pre-Roll-Ads vorgeführt. Ergebnis: Während bei den Fernseh-Probanden bei verschiedensten Produkten jeweils die ungestützte Markenbekanntheit nur um 9 Prozent gestiegen ist, so resultierte bei den Pre-Roll-Versuchspersonen eine Zunahme um die 46 Prozent (Gestützte Markenbekanntheit bei TV-Probanden: Zunahme um 6 Prozent; bei Pre-Roll-Probanden: Zunahme um 39 Prozent). Zudem sei genau messbar, wie viele Personen ein Pre-Roll gesehen hätten (im Gegensatz: Wie viele Personen haben wohl meine Werbung im Fernsehen gesehen?).
Steigender Online-Video-Konsum
Besonders effektiv ist diese Werbemethode natürlich, da sich immer mehr Personen Online-Videos anschauen: Gemäss einer Studie der Marktforschungsunternehmung Parks Associates betreffend des europäischen Videokonsums, hätten sich rund 20 Prozent aller Europäerinnen und Europäer in den letzten sechs Monaten einen Film oder eine Fernsehsendung online angesehen. Auch wenn das klassische Kino-Erlebnis oft noch am meisten favorisiert wird (Frankreich: 78 Prozent der Studienteilnehmer) und der DVD-Konsum immer noch hoch ist (Grossbritannien: 62 Prozent der Studienteilnehmer), so ist die Tendenz zur Nutzung von Online-Angeboten doch steigend.
YouTube nach wie vor führend
Besonders beliebt ist dabei der Online-Video-Anbieter YouTube: Gemäss comScore wurden in Deutschland von 28,5 Millionen Nutzern rund drei Milliarden Online-Videos angeschaut (Stand: Dezember 2008). Fast die Hälfte (rund 51 Prozent) bei Google-Angeboten wie z.B. YouTube.
YouTube verzeichnet mit einer Zunahme von 48 Prozent das grösste Wachstum in der Branche, an die 20 Millionen User sind darauf aktiv. Danach folgen die Seiten von Universal Music (8,6 Millionen Zuschauer, Zunahme um 19 Prozent) und die Angebote von ProSiebenSat.1 (6,5 Millionen Zuschauer, Zunahme um 37 Prozent).
Die Werbe- und Marketingbranche entdeckt Social Network-Plattformen für sich. Das Erstaunliche dabei: Die User akzeptieren mehrheitlich Werbung auf Social Networks.
Während Fernsehwerbung nicht gerade viele Freunde hat, so sieht es im WWW etwas anders aus: Gemäss einer Studie des Marktforschungsinstituts InsightExpress akzeptieren 23 Prozent der Social Networkerinnen und Networker die geläufigen, mittels Zufallsgenerator eingeblendeten Werbebanner.
Anerkennung erhält auch die so genannte Opt-In-Werbung: Bei dieser Werbeform können sich User auf freiwilliger Basis für Services registrieren und erhalten dann je nach Wahl regelmässige E-Mails oder SMS. 40 Prozent der Befragten sprachen sich offen für diese Methode aus.
Am meisten Zustimmung in Sachen Werbung erhalten Web 2.0-Anwendungen wie z.B. Flickr oder Twitter: 43 Prozent der befragten Benutzer empfinden die Werbeeinblendungen nicht als eine Belästigung.
Bedeutung der Social Networks für die Branche
Fast die Hälfte der Befragten ist bei einem Social Network angemeldet (43 Prozent). 36 Prozent der Studienteilnehmer sind bei Facebook dabei, 46 Prozent bei Myspace.
Drew Lipner, InsightExpress, erklärt diese Gegebenheit damit, dass immer mehr Unternehmen die Bedeutung von Sozialen Netzwerken erkennen würden, da eine einfache Anpassung an die Vorlieben und Wünsche der Klienten möglich sei und auch eine bessere Kontrolle über die Wirkung der aufgeschalteten Werbung erfolgen könne. Web 2.0-Plattformen wie Facebook oder Xing sind dafür optimal geeignet.
Gemäss einer anderen Untersuchung der UK Association of Online Publishers werden Online-Werbeanzeigen allgemein von rund 57 Prozent der User angenommen. Auf Sozialplattformen würden 73 Prozent die Werbeanzeigen aktiv unter die Lupe nehmen, 36 Prozent hingegen gar nie oder nur in seltenen Fällen.
Fazit
Das Potenzial für Online-Werbung auf Social Networks ist vorhanden, es muss nur noch richtig ausgeschöpft werden.
Nicht jedermann ist restlos begeistert von der neuen Werbemöglichkeit, es gibt auch kritische Stimmen zu diesem Thema: So kommt eine Studie von ExactTarget zum Schluss, dass “die in einer Altersgruppe am beliebtesten Medien sich nicht immer gleich gut für Werbung eignen würden”.
Die Kernaussage lautet: Das Internet wird die globale und zuverlässige (…) Plattform für alle Dienste. Die nachfolgende Grafik gefällt besonders, weil in dieser die verschiedenen Technologien bezüglich ihrer Anwendungsreife und bezüglich der Wettbewerbsstellung in Deutschland verortet werden. Würde man die gleiche Grafik für die Schweiz zeichnen, müsste mal wohl einige «Kreise» in der linken unteren Ecke platzieren. Oder?
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Zwei bedeutende Trends sind:
Das «Internet der Dinge», welches durch den Einsatz von RFID ermöglicht wird. Dieses dürfte in einem ersten Moment primär in der Logistik eine Rolle spielen, könnte sich aber auf den Konsumentenmarkt ausdehnen
Das semantischen Webs, manche sprechen hier auch schon von Web 3.0… Dieses dürfte das Wissensmanagement durch das Internet revolutionieren und schlichte Informationen in maschinell interpretierbares Wissen umwandeln.
Ob sich die 15 aufgestellten Thesen alle so bewahrheiten werden, wird sich zeigen. Sicher aber ist, dass bereits heute das Internet aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken ist – wir alle kennen das unangehme Gefühl, wenn wir «disconnected» sind…
Europas Marketing-Entscheider setzen scheinbar verstärkt auf Online-Werbung und verlagern ihr Werbebudget aus den klassischen Medien Print (40 Prozent), TV (39 Prozent) und Direktmarketing (32 Prozent), in Online-Kampagnen.
Marketing-Entscheider möchten auch in Zukunft mehr in das Werbe-Medium Internet investieren. 73 Prozent nutzen bereits diesen Medienkanal und 38 Prozent der Unternehmen betrachten das Online-Marketing als unverzichtbar.
Hoffen wir, dass sich diese Entwicklung auch in der Schweiz manifestieren wird – und die offiziell ausgewiesenen 60 Millionen für Online-Werbung weiter steigen werden. Die 60 Millionen sind nämlich lediglich 1-2% vom gesamten Werbekuchen in der Schweiz. Auch wenn Schätzungen von höheren effektiven Werten ausgehen, so ist hier wirklich noch Potential vorhanden. Vor allem, wenn man die Werbeausgaben für Online im Verhältnis zur Internetnutzung vergleicht…