Ringier TV im iTunes Store und mit HDTV-Format – der richtige Weg, um beim jungen Publikum zu landen?
Date: 19. Dezember 2007 Kommentare: 1Nachdem das Schweizer Fernsehen bereits versucht, das junge Publikum mit einem Kanal auf YouTube anzusprechen, bietet nun Ringier TV Sendungen im iTunes Store an. Gleichzeitig kündigt der Verlag die Produktion im HDTV-Format an. Die richtigen Massnahmen, um den Anschluss an das Jugendsegment und die Multimedialen nicht zu verpassen?
Gemäss Netzwoche ist Ringier das erste private Medienunternehmen in der Schweiz, das einen eigenen iTunes Store betreibt. Damit befindet sich das Unternehmen auf Augenhöhe mit BBC, New York Times, SF, ARD und ZDF.
Alle 400 Episoden von über 20 Sendungen (u.a. 5 gegen 5, Al Dente, Gesundheits Sprechstunde oder CashTV), die auf SF2, Pro7 Schweiz und Sat1 Schweiz ausgestrahlt werden, sind gratis auf dem iTunes Store als Podcasts erhältlich.
Ringier TV bald im HDTV-Format
Zudem produziert Ringier laut persoenlich.com inskünftig eine CashTV-Spezialsendung im hochauflösenden HDTV.
Diese Sendung werde im Januar 08 als HD Podcast in einer wesentlich höheren Bildqualität erhältlich sein. Die anfänglich für den iPod gedachten Podcasts würden damit sowohl fullscreen- als auch wohnzimmertauglich, schreibt Ringier.
Die richtige Entscheidung?
Die Zeichen sind deutlich: Ringier will auf keinen Fall den Anschluss an die junge, Internet-affine Generation verpassen.
Die Frage ist nur, ob sich Jugendliche und Multimedia-Begeisterte mit diesen tendenziell konservativen Sendeformaten über die neuen Kanäle wirklich ansprechen lassen.
Zudem gilt es rund um die Einführung von HDTV noch einige Herausforderungen zu meistern: Seit diesem Monat hat das Schweizer Fernsehen einen eigen HDTV-Sender . Das freut auf der einen Seite die Konsumenten ob der besseren Qualität. Anderseits können nicht alle Fernseher den Kanal «HD Suisse» empfangen. Die grosse Datenmenge an Bildern verarbeiten noch die wenigsten Fernsehgeräte.
Vielleicht hätte Ringier TV besser noch ein wenig mit HDTV zugewartet. Wer weiss. Die bestehenden Sendungen via iTunes als Podcasts anzubieten, ist jedoch eine gute Idee. Denn so werden bereits produzierte Inhalte ohne grossen Zusatzaufwand über zusätzliche Kanäle distribuiert.
Ob mit den beiden Massnahmen zusätzliche Zuschauer gewonnen werden, wird sich zeigen.






