Multimediale Parallelnutzung von Fernsehen und Internet unter europäischen Konsumenten immer beliebter

Date: 18. Juni 2009 Kommentare: 0

Dass das „klassische Fernsehen“ immer mehr an Bedeutung und ungeteilter Aufmerksamkeit verliert, ist nicht neu – dies hängt vor allem mit der weiterhin steigenden Medienkonvergenz von Fernseh- und Internetnutzung zusammen: Bestätigt wird dieser Trend durch die Resultate einer weiteren Studie.

Für die Studie „Media Multi-Tasking“ wurden von der European Interactive Advertising Association (EIAA) 9‘095 Interviews  in mehreren europäischen Staaten durchgeführt – aus dem Report resultieren folgende Erkenntnisse für den europäischen Markt:

• Kernaussage: Immer mehr User surfen während dem Fernsehen parallel im Internet – in relativen Zahlen ausgedrückt entspricht dies 22 Prozent der Studienteilnehmer, die „regelmässig“ konvergent auf die beiden Medien zurückgreifen. Im Vergleich zu den Resultaten aus dem Jahr 2006 bedeutet dies eine Zunahme um satte 38 Prozent.
• Zahlen für den deutschen Markt: In Deutschland surft bereits annähernd jeder und jede fünfte Deutsche (19 Prozent) parallel zum Fernsehen – Unterschiede gibt es ebenfalls bezüglich Aktivität: Paralleluser nutzen das Internet deutlich aktiver.

Besonders beliebt bei den „Multi-Taskern“ sind dabei Online-Networks (45 Prozent, Vergleich Europa: 53 Prozent) und Instant-Messaging-Dienste (41 Prozent, Vergleich Europa: 51 Prozent). Auch der Trend zu vermehrtem mobilen Internetgebrauch ist der Studie zu entnehmen: Fast ein Viertel (22 Prozent) aller „Simultan-User“ surft regelmässig über mobile Endgeräte im Web – der europäische Schnitt liegt bei 29 Prozent.
• „Stereotyp“ des deutschen Multi-Tasking-Users: Der europäische Altersdurchschnitt liegt unter 35 Jahren. Den grössten Prozentsatz der deutschen Multiuser stellt die Altersgruppe der 16- bis 24-Jährigen mit rund 30 Prozent (ein Plus von 33 Prozent gegenüber 2006), 25- bis 34-Jährige stellen rund 22 Prozent (Plus von 39 Prozent).
Europaweit nutzen rund 44 Prozent der 16- bis 24-Jährigen und 39 Prozent aller 25- bis 34-Jährigen  Medien parallel. Auch ältere Zielpersonen sind vermehrt parallel aktiv: Im Vergleich zu 2006 wurde ein Zuwachs von 75 Prozent erreicht.

Einfluss auf das Kaufverhalten

Besonders wichtig scheint die Erkenntnis, dass Parallelnutzung Auswirkungen auf das Online-Kaufverhalten der User hat: Internetuser, welche zu „Medien-Parallelismus“ neigen, tätigen durchschnittlich doppelt so häufig Online-Käufe und geben um zehn Prozent mehr Geld aus (im europäischen Vergleich zwölf gegenüber sieben Einkäufe, um rund 26 Prozent Mehrausgaben als bei „normalen“ Internetusern).

Wichtig scheint also, Werbung in Zukunft noch vermehrter crossmedial zu schalten und an das User-Verhalten anzupassen – zudem bietet die Internetnutzung über mobile Endgeräte weiterhin Platz für Innovationen. Denn: Werbung erreicht die Zielgruppe am besten dort, wo sich diese befindet.

Wie sehen wohl Zahlen für die Schweiz aus? Und: Wie haben sich Ihre Gewohnheiten bezüglich Internet und Fernsehen in den letzten Jahren verändert? Und wie wird die stetig zunehmende Internet-Affinität der Jugendlichen in Zukunft die Lage verändern?

del.icio.usDigg itFurlWink

Hohe Akzeptanz von Werbung auf mobilen Endgeräten

Date: 13. Mai 2009 Kommentare: 2

mobile-medien.jpg

Die Nutzer des mobilen Internets akzeptieren Online-Werbung auf breiter Front.

Daher birgt der Markt für Mobile Advertising viel Potenzial, denn noch haben lange nicht alle Konsumenten Zugriff aufs mobile Web.

Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Medienagentur Universal McCann, für die rund 1‘800 User, welche mindestens einmal täglich mobil im Netz surfen, zu ihrer Einstellung gegenüber Werbung auf mobilen Endgeräten befragt.

Ein Beispiel dafür, dass Werbung nicht grundsätzlich eher skeptisch betrachtet wird, zeigen folgende interessante Resultate:

• Mehr als die Hälfte (53 Prozent) der befragten User klickt regelmässig auf eine geschaltete Werbe-Anzeige.

• 35 Prozent dieser Personen klicken nicht nur auf die Anzeige, sondern fordern noch weiterführende Informationen an.

• Fast ein Viertel (24 Prozent) der Befragten schliesst sogar Käufe über ein mobiles Endgerät ab!

• Am meisten genutzt (82 Prozent der Teilnehmenden) wird das mobile Internet über das Wireless-Netz am Arbeitsplatz – von grosser Wichtigkeit (81 Prozent der Befragten) sind den Usern die mobilen Geräte als Informationsmedium und Orientierungshilfe, beispielsweise bei Einkaufstouren, oder auch als Unterstützung, um sich ein Bild über die täglichen Verhältnisse im öffentlichen Verkehr zu machen.

• Jede siebte Minute konsumierte Medien findet über mobile Technologien statt.

Das mobile Internet ist kein „One Hit-Wonder“, sondern weist stabile Wachstumsraten aus. Dies zeigen die Ergebnisse einer Analyse des Marktforschungsunternehmens Magna für den etwas fortgeschritteneren US-amerikanischen Markt:

• Das Geschäft mit Mobil-Werbung soll in diesem Jahr um 36 Prozent wachsen, was eine Zunahme von 60 Millionen Dollar (von 169 auf 229 Millionen Dollar) bedeutet. Weiter wird sogar eine mögliche Verdopplung des Marktes für das Jahr 2010 prognostiziert.

• Im Januar dieses Jahres waren 22 Millionen User täglich mobil im Internet unterwegs, monatlich wurde das Angebot von rund 63 Millionen Benutzer mindestens einmal genutzt.

Gründe für die steigende Beliebtheit von mobilem Internet gibt es einige:

• Junger Markt: Werbung über mobile Medien ist für die User relativ neu und daher noch nicht so gesättigt wie andere Werbe-Kanäle – die Anwender reagieren grundsätzlich eher offen gegenüber Neuerungen. Der Werbemarkt über mobiles Internet lässt zur jetzigen Zeit viel Freiraum für neue Ideen und Möglichkeiten, Online-Werbung zu betreiben.

• Einführung des Geräts iPhone: Vermutlich kein anderes Gerät erlebt jetzt und in den letzten Monaten so einen Hype wie das Apple-Gerät. Das iPhone ist zu einem der wichtigsten Geräte für die mobile Internetnutzung avanciert – nicht zuletzt auch wegen der zahllosen Applikationen („Apps), die von den unterschiedlichsten Produzenten entwickelt werden und danach über die Plattform iTunes beziehbar sind. Nicht selten bieten diese Apps selbst gute Möglichkeiten, Werbung zu betreiben. Ein grosser Teil kann, zur Freude der User, dank integrierter Werbung überhaupt gratis angeboten werden.

• Starkes Wachstum von Sozialen Netzwerken: Da die Beliebtheit von Sozialen Netzwerken kontinuierlich steigt, gibt es immer mehr User, die beispielsweise die Plattform Facebook mobil bedienen möchten – eine grosse Beliebtheit ist diesbezüglich spür- und messbar.

Einer der wenigen Gründe dafür, dass das mobile Internet (noch) nicht die Nutzerzahlen erzielt, die eigentlich möglich wären, ist folgender: Trotz verschiedener Abonnemente und Flatrate-Tarife seitens der Anbieter ist das mobile Surfen vielen Usern (noch) zu teuer. Zudem fehlt den Konsumenten eine gewisse Transparenz bei den Preisen.

del.icio.usDigg itFurlWink

Immer mehr Videos und Sendungen werden im Internet angesehen

Date: 16. März 2009 Kommentare: 3

tv.bmp

Der gute alte Fernsehapparat verliert immer mehr an Bedeutung: Er verliert nicht nur seine ungeteilte Aufmerksamkeit (siehe Artikel „Fernseher nur noch passiv im Hintergrund“), auch schauen sich immer mehr Personen ausgewählte Sendungen und Videos online im Internet.

Zu diesem Schluss kommt eine von CNN und Ericsson durchgeführte Studie, bei der 1094 Personen befragt wurden, die vom CNN-Online-Angebot Gebrauch machen. Rund 73 Prozent dieser Benutzerinnen und Benutzer gaben an, Videoangebote im WWW anzuschauen.

Beinahe ein Drittel aller Befragten gab an, Videos auch mobil, z.B. auf einem iPhone zu konsumieren. Ein Viertel der Befragten gaben an, vermehrt TV-Ausstrahlungen unterwegs zu konsumieren.

Alter schützt vor Internetfernsehen nicht

Besonders interessant ist dieser Aspekt der Studie: Die fleissigsten User sind nicht etwa eher jüngere Personen, wie man logischerweise zuerst vermuten würde, sondern durchschnittlich über 45 Jahre alt (rund 66 Prozent der Befragten).
Dies steht im Gegensatz zu den Ergebnissen der Studie des Marktforschers midline media (siehe Artikel) zum Thema Medienkonvergenz: In Sachen Mehrfachnutzung von Medien ist eine eher junge Zielgruppe Spitzenreiter.

Gründe für die abnehmende Popularität

Dass die einst riesige Popularität des klassischen Fernsehens immer wie mehr abnimmt, hat gemäss Studienergebnis zwei Gründe:

• Höherer Flexibilität durch das Online-Angebot (71 Prozent der Studienteilnehmer)
• Die Möglichkeit, verpasste Sendungen problemlos und bequem zu einer beliebigen Zeit nachzuholen (51 Prozent).

del.icio.usDigg itFurlWink

Mobile Soziale Netzwerke im Trend

Date: 12. Februar 2009 Kommentare: 0

Soziale Netzwerke wie z. B Facebook oder Myspace erfahren seit Monaten einen starken Boom. Eine Analyse der Internet-Marktforschungsunternehmung comScore über den europäischen Markt zeigt, dass Soziale Netzwerke immer häufiger auch mobil genutzt werden.

Während der Zugfahrt noch schnell die Ferienfotos vom Arbeitskollegen auf Facebook betrachten oder sich über den neusten Klatsch und Tratsch informieren – die mobile Nutzung von Social Networks wird immer beliebter. Betrachtet man die Zahlen der Analyse von comScore, so sticht dies sofort ins Auge: Während im November 2007 noch ungefähr 4,8 Millionen Westeuropäerinnen und Westeuropäer die mobilen Netzwerke nutzten, so liegt die Zahl der User im November 2009 schon bei ca. 12,1 Millionen, dies ist eine Zunahme von rund 152 Prozent. Grossbritannien verzeichnet dabei die meisten Zuwächse. Dazu beigetragen hat sicherlich auch die europäische Markteinführung des Apple-Gerätes iPhone, das durch einfache Technik besticht und dadurch auch weniger Technik-Begeisterten den einfachen Einstieg in die mobile Internetwelt ermöglicht.

Gemessen an der Gesamtzahl der deutschen Mobilfunknutzerinnen und Mobilfunknutzer verwenden zwar nur 3,3 Prozent User mobile Soziale Netzwerke (Vergleich GB: 9,2 Prozent), aber 39,1 Prozent der Personen, welche das Web mobil besuchen, verwenden ihren Zugang ausschliesslich für Social Networks. (GB: 46,5 Prozent)

Generation Millenium

Besonders 14- bis 20-Jährige nutzen oft und gerne mobile soziale Netzwerke, für z. B Foto- und Video-Sharing, Games, Blogs oder Instant-Messaging. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Marktforschers In-Stat. Ihre Prognose sagt 229,5 Millionen mobile Abonnenten weltweit bis 2012 voraus.

Probleme und Gefahren mobiler Social Networks

Der mobile Gebrauch von Sozialen Netzwerken bringt aber auch einige Gefahren und Probleme mit sich:

  • Sicherheitslücken: 93 Prozent aller 25- bis 34-jähriger deutscher Mobilfunknutzer wurden schon mit Handy-Spam konfrontiert. Sie wurden dabei aufgefordert, eine kostenintensive Nummer anzurufen oder dubiose Websites wurden verlinkt. 12 Prozent dieser User wurden schon Opfer eines Phishing-Versuchs (Aufforderung, sensible Daten wie z.B. Passwörter, Kreditkartennummern, … zu senden). Dies führt zu einem starken Vertrauensverlust der Kundinnen- und Kunden.
  • Wie verdient man Geld mit sozialen Diensten? Viele Anbieter und Entwickler wissen nicht, wie sie zu Geld kommen können. Jill Meyers, In-Stat, sieht drei Möglichkeiten: Premium-Upgrades, Werbung und Abonnentendienste.

Fazit

Mobile Social Networks können in Zukunft sicherlich noch mehr Geld verdienen, besonders durch den prognostizierten grossen Zuwachs an neuen Usern. Jedoch müssen die Anbieter und Entwickler sich noch vermehrt um die virtuelle Sicherheit kümmern.

del.icio.usDigg itFurlWink

Unterwegs facebooken: Immer beliebter

Date: 17. Dezember 2008 Kommentare: 0

 1.jpg

Facebook gehört zu den erfolgreichsten sozialen Netzwerken. Jetzt macht jedes achte Mitglied sogar mobil davon Gebrauch.

Facebook gehört zu den erfolgreichsten sozialen Netzwerken auf dem Netz, überhaupt. Im November zählte die Seite 120 Mio. Mitglieder. Tendenz steigend!

Ausserdem scheint sich ein neuer Trend abzuzeichnen. Denn gemäss dem facebook-Blog nutzen bereits über 12 Prozent die interaktiven und mobilen Features für ihren Palm, Blackberry oder das beliebte iPhone.

Ebenso wirken facebook zuversichtlich und sind der Meinung, dass mit 3 Millionen Mobiltelephonen weltweit ihre Arbeit noch lange nicht getan ist.

del.icio.usDigg itFurlWink