Date: 16. Dezember 2009 Kommentare: 0
Entgegen den Studienergebnissen der BCG über die hohe Zahlungsbereitschaft der Internet-User belegt das Marktforschungsinstituts GfK, dass die Mehrheit der Internet-User doch noch nicht bereit ist, für Inhalte im Internet zu bezahlen. Gerade für die leidgeplagten Verlage besteht daher Handlungsbedarf, um die Internet-User von ihren Bezahlinhalten zu überzeugen.

In der Studie wurden total 16‘800 Personen aus 16 europäischen Ländern und der USA befragt. Dabei kamen Zusammenhänge der Nutzungsgewohnheit und der Zahlungsbereitschaft zum Vorschein; so sind europäische Internet-User, die bevorzugt eFinance, Erotikangebote und eServices, wie Online-Buchungen von Konzert- und Reisetickets, nutzen, offener gegenüber Bezahlinhalten eingestellt. Auch regionale Unterschiede wurden festgestellt: In Ländern wie Schweden, England und USA sind die Internet-User positiver gegenüber Bezahlinhalten eingestellt, während gerade einmal bis 5 % der befragten Personen in Rumänien und Polen bereit sind, für Online-Inhalte ohne Werbung zu bezahlen.
Was gratis ist muss gratis bleiben
Insgesamt sprachen sich über 80 % der befragten Personen gegen zu bezahlende Inhalte im Web speziell im Bereich News, Unterhaltung und Allgemeinwissen (z.B. Wikipedia) aus. Ein Drittel der Befragten gab an, dass Internetinhalte generell kosten- und werbefrei zu sein haben. Hingegen ist rund die Hälfte der Befragten bereit, für Gratisinhalte Werbung in Kauf zu nehmen. Gerade einmal 13 % der Befragten können sich vorstellen, für Online-Informationen zu bezahlen, wobei davon 8 % dafür auf Werbung verzichten möchten.
Es wird sich zeigen, ob gerade Verlage entgegen den Ergebnissen der Studie ihre Bezahlinhalte durchsetzen können werden. Ein interessantes Beispiel ist der Axel Springer Verlag in Deutschland, welcher mit seiner neuen „Premium-Initiative“ den Wandel zu Bezahlinhalten im Journalismus einleiten möchte, wobei die Blogosphäre diesem Unterfangen analog der GfK- Studie bereits seit Ankündigung kritisch gegenübersteht.
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Kategorien: Allgemein, Onlinewerbung, Studien, Trends, Umfrage Technorati Tags: Online-Trends, Paid Content, Studie
Date: 19. November 2009 Kommentare: 1
Gemäss Studie der Boston Consulting Group (BCG) steht es positiv um die Zahlungsbereitschaft für Online-News. Dafür wurden 5‘000 Personen aus 9 Ländern befragt, ob sie bereit sind, für News Geld auszugeben, die im Internet bzw. auch auf mobilen Geräten zur Verfügung gestellt werden.

Die BCG relativiert die allgemeine Auffassung, dass zu bezahlende Inhalte (noch) wenig Akzeptanz bei den Usern haben, wie es beispielsweise auch die Studie von TargetCast tcm attestiert.. So stehen nämlich User dem Paid Content positiv gegenüber, sofern der Inhalt von Bedeutung ist und nicht auch kostenlos auf weiteren Webseiten erhältlich ist. Insbesondere bei fachspezifischen Nachrichten sowie lokale Neuigkeiten sind über 63% der Befragten bereit, dafür zu bezahlen. Dabei besteht die grösste Zahlungsbereitschaft bei Online-News, wenn sie von Zeitungen angeboten werden, anstatt von anderen Medien wie TV, Webseiten oder Online-Portalen. Die durchschnittliche Zahlungsbereitschaft schwankt je nach Region zwischen 3 und 7 US-$.
Von den Studienergebnissen können primär nationale und lokale Zeitungen, die sich durch eine eigene Form von Berichterstattung differenzieren und eine starke Abonnentenbasis haben, mit ihren exklusiven News profitieren.Dabei müssen die verschiedenen strategischen Möglichkeiten, z.B. der Wandel zu einer interaktiven Plattform mit Zusatznutzen, überprüft werden. Content gilt nicht mehr als Inhalt der neuen Strategien, wie der Roundtable der Publicitas vom 11. November zum Vorschein brachte.
Die Kombination aus Printangebot und Online-Abonnement ist laut BCG-Studie sehr erfolgsversprechend. Gerade im Business-Bereich sind 52% der Leser von Wirtschaftsneuigkeiten (U.S.) an solch einem Hybrid-Modell interessiert.
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Kategorien: Allgemein, Medien, Onlinewerbung, Studien, Trends Technorati Tags: Mediennutzung, Newsportale, Online-Trends, Paid Content, Studie
Date: 4. November 2009 Kommentare: 1
Die neue Studie von TargetCast tcm belegt, dass Offline-Werbung, z.B. in Zeitungen, immer noch die höchste Kundenaufmerksamkeit auf sich zieht und auch den Kaufanreiz massgeblich beeinflusst. Dennoch wächst die Beliebtheit von Online-News kontinuierlich. Bei den Jugendlichen zeichnet sich eine digitale Revolution ab.

Für die Studie wurden 895 Amerikaner im Alter von 18 – 64 aufgrund ihrer Nutzung von Massenmedien befragt. So gab die Mehrheit der Befragten an, dass sie voraussichtlich nächstes Jahr die gleiche Menge der verschiedenen Medien nutzen werden. Gedruckte Medien punkten dabei mit ihrem Lesekomfort bei den Befragten; sie werden aber nicht als vertrauenswürdiger gegenüber Online-News betrachtet.
Besonders bei Männern zeigt sich der Online-Trend. So bestätigen vor allem Männer, dass Online-News das Bedürfnis nach gedruckten Informationen und Magazinen ersetzt hat und somit auch bei der Unterhaltung sowie bei der Informationsbeschaffung dem Internet Vorrang gegeben wird. Dennoch sind über 70% der Befragten nicht bereit, für Online-News und –Magazine zu bezahlen; vor allem News sollen grundsätzlich kostenlos erhältlich sein…
Digitale Revolution bei Jugendlichen
Des Weiteren zeigt die Studie auf, dass bei der jüngeren Generation der Befragten von 18 – 34 Jahren die digitale Revolution bereits Einzug gehalten hat. So werden grundsätzlich digitalen Medien Vorzug gegeben, sei es MP3 gegenüber Radio oder Online-TV gegenüber originärem TV.
Weitere Schlüsselergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen:
- Männer und Frauen benutzen Medieninhalte unterschiedlich
- Männer taxieren gedruckte Medien weniger als relevante Quelle von News und Informationen und sind positiv gegenüber den Online-Pendants eingestellt
- Newspapers und Magazine werden heutzutage von beiden Geschlechtern als nicht mehr relevant betrachtet und sind am einfachsten ausser Acht zu lassen
- Besonders bei Männern im Alter von 18 – 34 Jahren sank die Benutzung von Zeitungen, Magazinen und Radio am meisten
- TV und Internet sind die wichtigsten Medien:
- Besonders 18-34-jährige betrachten das Internet wichtiger als TV
Gerade durch diese Erkenntnisse der Studie wird ersichtlich, dass der Umbuch der traditionellen Medien weitergeht. Es gilt insbesondere die Kundenaufmerksamkeit bei Werbung in gedruckten Medien in die Online-Pendants zu transformieren.
Hier geht’s zur Studie
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Kategorien: Allgemein, Medien, Onlinewerbung, Studien, Targeting, Trends Technorati Tags: Internetnutzung, Internetverhalten, Offline-Werbung, Online-Trends, Online-Werbung, Studie
Date: 25. August 2009 Kommentare: 0
Vergangene Studien haben es aufgezeigt: Online-Werbung ist wirksam und effektiv. Der aktuelle Semester-Report von Media Focus zeigt dazu die erfreuliche Entwicklung der Ausgaben für Online-Werbung in der Schweiz auf. Der Rubrikenmarkt ist allerdings unter Druck.

Der Trend spricht für sich; das Wachstum des Gesamtmarkts „Online“ wird von den Disziplinen Display- und Suchmaschinen-Werbung dominiert. Die beiden Werbeformen kommen zusammen bereits im ersten Halbjahr 2009 auf 89.7 Millionen (Total 2008: 154.9 Millionen). Mit zusammen 59% dominieren sie auch im Segmentmix.
Gegenüber dem Vorjahr konnte sich auch der Anteil der Online-Werbung am Schweizer Gesamtmarkt um 1% auf 5% (93.7 Millionen) steigern.
Weniger positiv zeigt sich die Entwicklung bei den Rubrikenmärkten (Job / Immobilien / Auto), deren Prognose bereits jetzt negativ ausfällt. Der Report kommentiert diese Entwicklung wie folgt:
„Von einem direkten Transfer von eingesparten Werbeetats in anderen Mediengruppen zu Online zu sprechen wäre demnach eine Fehlinterpretation der momentanen Situation im Schweizer Werbemarkt.“ (Link)
Diese Entwicklung verwundert umso mehr, wenn die Aussagen in der Zeit der Übernahmegespräche zwischen der Edipresse SA und der Tamedia AG berücksichtigt werden. Gerade diese Expansion, um für künftige Entwicklungen in der Branche gewappnet zu sein, wurde auch unter dem Fokus der tendenziell abnehmenden Auflagen durch die Verlagerung der Werbung weg von Printmedien hin zu elektronischen Medien gestützt.
Hier geht’s zum Report
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Kategorien: Affiliate-Marketing, Allgemein, Onlinewerbung, Studien, Suchmaschinen, Trends, Viral Marketing, Web 2.0 Technorati Tags: Online-Marketing, Online-Trends, Online-Werbung, Report
Date: 23. Juli 2009 Kommentare: 1

Wie sehr Online-Videos beliebt sind und zur grossen Konkurrenz des klassischen Fernsehers geworden sind, wurde hier schon eingängig publiziert. Überraschend dabei kommt nun die Prognose hinzu, dass die Erlöse von kostenpflichtigen Online-Videos die Einnahmen aus werbefinanzierten Online-Videos übertreffen werden. (Quelle)
Diese Erkenntnis ist umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass eine Werbung zu einem Prime-Time-Titel, wie z.B. ‚Die Simpsons‘ für das Online-Video bis über das Doppelte mehr kostet wie im klassischen TV, obwohl die Zuschauerzahlen des klassischen TV diejenigen des Online-Videos bei weitem übersteigen. Die Erklärung hierfür liegt im unterschiedlichem Push-/Pull-Prinzip beider Medien; bei Online-Videos weiss man, worauf der Konsument sein Augenmerk richtet.
Die Prognose strategischer Analytiker ergeben für 2009 Erträge aus kostenpflichtigen Online-Videos von 3.8 Mrd. $, während für werbefinanzierte Online-Videos Einnahmen von 3.5 Mrd. $ vorhergesagt werden. Ebenso verhält es sich mit der vorhergesagten Wachstumsrate, die bis 2012 für kostenpflichtige Videos 39% beträgt, gegenüber 37% für werbefinanzierte Online-Videos.
Damit die kostenpflichtigen Medien diesen Prognosen gerecht werden können, muss eine klare Differenzierung durch Angebot, Verfügbarkeit/Verlässlichkeit und Qualität (HD) der angebotenen Dienste gegenüber der kostenlosen, werbefinanzierten Medien stattfinden.
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Kategorien: Allgemein, Medien, Onlinewerbung, Web 2.0 Technorati Tags: Internet-TV, Internetfernsehen, Online Video, Online-Trends, Online-Video-Werbung
Date: 22. Februar 2008 Kommentare: 1
Ich habe schon einmal über kommende Trends geschrieben, jetzt sind die Prognosen der Medienagentur ZenithOptimedia an der Reihe.
- Die Werbe-Investitionen in das Medium Internet sollen zwischen 2008 und 2012 um fast 70 Prozent steigen.
- In 2010 wird das Internet nach TV und Tageszeitungen das drittgrösste Werbemedium sein.
- Mixed-Reality, die gemeinsame Nutzung der Online- und Offline-Welt, wird auch weiterhin auf dem Vormarsch sein. Nicht zuletzt auch wegen Google Android und Facebook, die helfen, Endgeräte kompatibel zu machen.
- Bewegt-Bild-Content hat grosses Potenzial und Wachstumschancen.
- Nach anfänglicher Enttäuschung über das Platzen der viel zu überzogenen Erwartungen, beispielsweise in Second Life, steckt auch hier noch Potenzial.
Auch wenn die Themen nicht neu sind, die Leistungsfähigkeit für das Werbemedium Internet ist da. Gute Aussichten, also.
[via ECIN]
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Kategorien: Onlinewerbung, Web 2.0 Technorati Tags: Aussichten, Internet, Online-Trends, Trends