Dabei betont Nielsen, dass sich die diesjährigen Erfahrungen sich im kommenden Jahr bezahlt machen werden. Unter anderem ist dabei die Sensibilität auf neue Metriken zu nennen, die über die etablierte Click-Through-Rate hinausgehen. Die Top 5 Trends gestalten sich wie folgt:
Optimierung der Medienkonvergenz als eine der obersten Prioritäten
Neue Modelle entwickeln, um Vorteile von Smartphones zu nutzen
Erweiterung von Cross-Media-Kampagnen
Steigerung der Kommerzialisierung im Bereich Social Networking
Entwicklung und Einsetzen von weiteren Interessanten und Interaktiven Online-Ads
Besonders durch eine engere Verbindung zu Sozialen Netzwerken erhofft man sich, potentielle Kunden besser zu erreichen und sie empfänglicher für ein Produkt oder einen Brand zu machen. Dabei müssen auch weniger frequentierte dafür spezialisierte Portale abseits von Facebook, MySpace und Co. eruiert werden, da gewünschte Zielgruppen möglicherweise genau hier zu finden sind. Auch die Erweiterung von Cross-medialen Kampagnen stellt grosses Potential dar; gerade das starke Wachstum von Online Video Games bietet hierzu neue Möglichkeiten, Kampagnen noch interaktiver und erfolgreicher einzusetzen.
Es bleibt abzuwarten, welche Werbeform sich 2010 am erfolgreichsten entwickeln wird.
Gemäss jüngster Studie von Nielsen Online ist dabei die Anzahl an Online-Video-Nutzer in den USA im Jahresvergleich zum September über 12% gestiegen. Zugleich stieg auch die Zeit, die die Nutzer mit Online-Videos verbringen, um 25% an.
Bei der Anzahl Streams ist Branchenriese YouTube weiterhin mit Abstand führend, vor Hulu und Yahoo!. Dies obwohl die Total Streams sowie auch Unique Viewers gegenüber August von YouTube gesunken sind.
Facebook hat dank seinem Fokus auf Online-Videos mit Live-Streams in Zusammenarbeit mit Ustream sowie auch der Vereinfachung des User-Content Up- und Download den Einstieg in die Top Ten Brands bei Videostreams geschafft. Mit über 23 Millionen Unique Viewers landet Facebook sogar auf Platz 3 der Top Online Brands.
Betrachtet man die Entwicklung unter dem Fokus der Beliebtheit von TV-Inhalten im Internet sowie auch die Werbewirksamkeit und Kontaktqualität der Online-Videos, so ist der Trend für Werbende klar ersichtlich: Es gilt der gezielte Einsatz der Online-Werbemittel wie Overlay Ads oder Pre-Rolls in beliebten Video-Contents, also TV-Inhalte und weitere professionell hergestellte Online-Videos. Somit kann man die Werbewirkung auf den beworbenen Brand besser steuern und muss auch keine negativen Auswirkungen befürchten, wie z.B. bei nutzergenerierten Online-Videos. Dieser Trend zeigt sich auch im Hinblick auf die Werbemöglichkeiten von Mobile Videos, gemäss einer Studie von comScore, da viele Nutzer die gleichen Angebote auf ihrem Smartphone wie über ihren PC nutzen.
Unterbrecherwerbung im Netz wird akzeptiert. Das mag sonderbar klingen, aber das ist das für die Werbeindustrie erfreuliche Fazit der Studie von IP Deutschland und Xenion. Zudem sind Pre- und Mid-Roll Ads gleichauf in ihrer Werbewirkung: Über 50% der Befragten gaben an, dass die Pre- und Mid-Roll Ads sie zum Kauf angeregt haben.
Für die Studie wurde von Juni bis August 2009 ca. 1000 Nutzer des Video-on-Demand-Portal RTL NOW befragt. Testgruppen von 100 Usern bekamen hierzu ein Video einer TV-Serie zu sehen, bei dem neben Pre-Rolls jeweils in unterschiedlichen Varianten Mid-Rolls einzeln oder in Form von „Unterbrecherinseln“ eingesetzt wurden. Dabei konnten rund 75% der Befragten sich an die Werbespots erinnern und neun von zehn Befragten schätzten den Mehrwert, durch die Werbefinanzierung die Videos kostenlos sehen zu können. Die Studie konnte zudem belegen, dass die Platzierung der Mid-Rolls innerhalb einer solchen Unterbrecherinsel eher zweitrangig ist – und nicht wirklich störend wirkt.
Die Hohe Akzeptanz der Spots liegt auch darin begründet, dass die Spots bereits durch das Fernsehen bekannt sind und somit ebenfalls im Netz als nicht ungewöhnlich betrachtet werden. Zusammen mit der gleichstarken Werbewirkung von Pre- und Mid-Rolls bieten sich somit vielfältige Möglichkeiten für die Platzierung des eigenen Werbecontents.
Nun hat es auch das Online Video Marketing zu einem Buch gebracht. Die 5 Autoren arbeiten seit Jahrzenten in der Werbe- und Kommunikationsbranche und erläutern mit diesem Werk die Erfolgskriterien der Online Video Ads.
Dabei wird im ersten Teil des Buches auf die Rahmenbedingungen für Online Video Marketing erläutert. Dazu werden die Entwicklung des Online Video Marketing wie auch die Akzeptanz und Nutzung der Online-User definiert. Der zweite Teil des Buches konzentriert sich auf die Frage, wie die Online Video Ads in den Marketingprozess integriert werden sollen. Dabei werden auch die TV-Spots als vielversprechendes Instrument im Bereich der Online Ads auf ihre Werbewirkung untersucht. Mit Fallbeispielen wird auf die Erfolgskriterien für die Kreation von Online Video Ads eingegangen.
Das Buch ist ab sofort erhältlich, z.B. bei Amazon.
Die Produkte werden hierbei direkt im Videoplayer beworben. Vorerst werden ausgewählte Videos von Big Brother mit dem neuen InVideo-Shopping kombiniert. In einer späteren Phase wird die Werbemöglichkeit auf weitere Programminhalte von sevenload ausgeweitet.
Ermöglicht wird die Bestellung der angebotenen Produkte über die InVideo-Shopping-Anwendung mit der ‚click after view‘-Technologie CAVI. Dabei können Interessierte die Technologie auch für einen eigenen InVideo-Shop nutzen.
Dazu Axel Schmiegelow, CEO von sevenload:
InVideo-Shopping etabliert sich neben dem bewährten InVideo-Advertising zum Trendthema für 2010 und wird zukünftig einen weiteren Bestandteil unseres Erlösmodells für Bewegtbild-Inhalte darstellen. Diese Erweiterung unseres Erlösmodells über InVideo-Shopping trägt zur direkten Monetarisierung von sevenload.com bei (RSS).
Es wird sich zeigen, wie dieser neue Vertriebskanal den direkten Kaufanreiz der User steigert und langfristig akzeptiert werden wird.
Wirklich neu ist dies natürlich nicht. Verschiedene Plattformen und Applikationen ermöglichen es schon ziemlich lange, TV-Inhalte über das Internet zu verfolgen. Umso interessanter ist es dabei zu erfahren, wie es um die Bedeutung des TV-Inhaltes im Internet steht.Mindline Media hat dies im Auftrag von Seven-One Media in der Studie „Medienradar“ untersucht – und interessante Beobachtungengemacht.
Dabei kam zum Vorschein, dass beinahe die Hälfte aller Internetnutzer sich Videos im Internet anschauen. 51% der Männer haben bereits Videos und andere Bewegtbildinhalte im Internet betrachtet, während es bei den Frauen 40% sind. Hervorzuheben sind dabei die Teens und Twens von denen sich 76% Videos im Internet anschauen. Beim Faktor Schulbildung wird das Feld von den Abiturienten angeführt, von denen sich 57% Online-Videos anschauen. Bei Hauptschulabsolventen kommt die Studie auf 32%.
Fernsehkonsum steigt durch das Web-Angebot
Am beliebtesten für die Video-Betrachter sind TV-Inhalte. 74% der User bevorzugen Formate, die bereits aus dem Fernsehen bekannt sind. Privatvideos werden hingegen nur von 49% der User betrachtet. Die Studie konnte zudem aufzeigen, dass durch das Angebot von TV-Inhalten im Netz die Fernsehnutzung steigt. 23% der Online-Video-Nutzer geben an, durch die neuen Möglichkeiten mehr Fernsehinhalte zu konsumieren. Als Vorteil wird vor allem die Möglichkeit, verpasste Folgen unabhängig von Ort und Zeit zu betrachten, hervorgehoben. Dennoch werden ganze TV-Sendungen von 74% lieber über den originären TV betrachtet und 72% bevorzugen die „Lean-back“-Rezeptionssituation, da sie als entspannter und genussvoller empfunden wird. Dies kann sich in Zukunft durch die aufkommende Beliebtheit von Home-Theater-PC’s noch ändern.
Werbefinanzierung bevorzugt
Zwei Drittel der Online-Video-Nutzer geben an, dass ihnen die kostenlose Nutzung am wichtigsten ist und somit die Werbefinanzierung bevorzugt wird. 79% der 14 bis 29-jährigen bevorzugen hierbei die Werbefinanzierung sowie auch 69% der Frauen. Lediglich 20% aller Online-Video-Nutzer würden eine Gebühr pro Video bzw. eine Abogebühr bevorzugen.
Dazu Daniel Haberfeld, Director Research von SevenOne Media:
„Das Internet ist im Bewegtbildzeitalter angekommen: Jeder zweite User sieht sich bereits online Filme und Videos an. Die Nutzer setzen hierbei keineswegs in erster Linie auf User Generated Content, sondern erwarten auch im Web professionelle Qualität. So bevorzugen drei Viertel aller Bewegtbildnutzer im Internet TV-Inhalte. Zwei Drittel der Nutzer zeigen sich zudem aufgeschlossen, wenn es um Werbespots im Internet geht. Das ist eine gute Nachricht für die Medienhäuser – schliesslich müssen die Fernsehinhalte im Web ja auch finanziert werden.“
Klassische Internetwerbung wurde von YouTube vor dem Verkauf an Google abgelehnt. Die YouTube-User würden diese Art der Werbung nicht tolerieren – hiess es dazumal. Doch genau diese Form der Werbung wird laut Google weitaus besser angenommen bisher erwartetund könnte die Plattform mittelfristig profitabel machen.
Neue „bekannte“ Werbeform
Mit Pre-Roll Ads, deren Funktionen und Wirkungen bereits hier aufgezeigt wurden, sollen nun die bereits vorhandenen Werbemöglichkeiten wie Bannerwerbung und Call-to-Action-Overlay ergänzen. Details über die Integration der Pre-Roll-Ads wie Dauer und Häufigkeit, sind noch keine vorhanden. Diese werden jedoch wichtig aus Sicht der Benutzerakzeptanz. Niemand wird sich erfreuen, 40 Sekunden Werbung zu sehen, um danach das gewünschte 20 Sekunden Video betrachten zu können. Eine Testphase der Pre-Roll Ads wurde bereits in Deutschland gestartet.
Die Voraussetzungen
Nebst der Akzeptanz der Einblendungen seitens der Benutzer, insbesondere von Pre-Roll Ads, und nebst der Attraktivität für Werbekunden, ist die Popularität und Qualität der angebotenen Videoinhalte sehr wichtig. Für YouTube bzw. Google wird es essentiell, populäre TV-Inhalte für sich zu sichern. Dazu hat sich YouTube bereits mit 12 TV Studios, darunter Sony, geeinigt. Daneben sollen Werbepartner auf das Hilfsangebot von YouTube zurückgreifen können, mit dem die Erstellung von YouTube-konformen Anzeigen unterstützt wird.
Wie wird YouTube in Zukunft profitabel?
Was den Gewinn betrifft, hatte YouTube bis jetzt keinen leichten Stand. Die Crédit Suisse prognostizierte für 2009 sogar einen Verlust von 470 Mio. $. YouTubes Finanzierung seitens Google ist im Moment allerdings nicht gefährdet. Im letzten Quartal wurde ein Überschuss von 1,48 Mrd. $ erzielt.
Dennoch möchte Google YouTube so schnell wie möglich als selbsttragende Plattform etablieren. Bereits Google Finanzchef Patrick Pichette liess verlauten, dass YouTube „in nicht allzu ferner Zukunft“ Gewinn machen wird. Ob dies nur aus Werbefinanzierung geschehen soll, oder durchPremium-Accounts, das wird die Zukunft zeigen.
Streaming hat sich zur Hauptaktivität im Internet erhoben. Online-Video Portale, allen voran Youtube, sind sehr beliebt. Im gesamten Bereich der Online-Streams verzeichnete man zwischen Juni 2008 und Juni 2009 einen Benutzerzuwachs von 12 %.
Wurden in den Anfangszeiten noch vor allem kurze Clips von privaten Benutzern zur Verfügung gestellt, liegt heute das Augenmerk auf Angebote von ganzen Filmen, Serien und Episoden. Neben Branchenprimus Youtube hat sich auch das Angebot der Fernsehsender und Seiten wie Hulu (nur für USA) oder Wilmaa vergrössert. Auch Zattoo hat den Trend erkannt und neben dem zu installierenden Player eine Beta-Version ihres Angebots als Stream zur Verfügung gestellt.
Gemäss einer Studie von Nielsen sei es wichtig, dass die angebotenen Inhalte kostenlos zur Verfügung stehen, da die Bereitschaft zur Bezahlung von Online-Video-Inhalten noch zu klein sei. Wie hier berichtet, kann sich dies jedoch in naher Zukunft zu Gunsten der zu bezahlenden Online-Videos ändern.
Wie sehr Online-Videos beliebt sind und zur grossen Konkurrenz des klassischen Fernsehers geworden sind, wurde hier schon eingängig publiziert. Überraschend dabei kommt nun die Prognose hinzu, dass die Erlöse von kostenpflichtigen Online-Videos die Einnahmen aus werbefinanzierten Online-Videos übertreffen werden. (Quelle)
Diese Erkenntnis ist umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass eine Werbung zu einem Prime-Time-Titel, wie z.B. ‚Die Simpsons‘ für das Online-Video bis über das Doppelte mehr kostet wie im klassischen TV, obwohl die Zuschauerzahlen des klassischen TV diejenigen des Online-Videos bei weitem übersteigen. Die Erklärung hierfür liegt im unterschiedlichem Push-/Pull-Prinzip beider Medien; bei Online-Videos weiss man, worauf der Konsument sein Augenmerk richtet.
Die Prognose strategischer Analytiker ergeben für 2009 Erträge aus kostenpflichtigen Online-Videos von 3.8 Mrd. $, während für werbefinanzierte Online-Videos Einnahmen von 3.5 Mrd. $ vorhergesagt werden. Ebenso verhält es sich mit der vorhergesagten Wachstumsrate, die bis 2012 für kostenpflichtige Videos 39% beträgt, gegenüber 37% für werbefinanzierte Online-Videos.
Damit die kostenpflichtigen Medien diesen Prognosen gerecht werden können, muss eine klare Differenzierung durch Angebot, Verfügbarkeit/Verlässlichkeit und Qualität (HD) der angebotenen Dienste gegenüber der kostenlosen, werbefinanzierten Medien stattfinden.
YouTube hat in den vergangenen Tagen gleich zwei neue Funktionen eingebaut. Einerseits können Marketer mit YouTube Captions ab sofort ihre Videos mit Untertiteln versehen. Andererseits bietet YouTube Video Annotations einen Service für interaktive Ergänzungen. Die erste Kampagne startete Samsung: