Mittlerweile gab es schon mehrere Studien zu Corporate Blog. Diese zeigten unter anderem, dass User oft in Blogs lesen und 44 Prozent finden, dass ein Corporate Blog die Glaubwürdigkeit eines Unternehmens beeinflusst. Doch nur ein Blog aufsetzen und ab und zu eine kurze 08/15-Notiz hinterlassen, reicht noch nicht aus, um ein gutes Businessblog zu haben. Hier sieben Tipps (angelehnt an Richard Joerges von contentXperten) über die Erfolgsfaktoren eines Corporate Blogs.
1. Ein Corporate Blogs ist ein Projekt wie jedes andere – planen und führen Sie es dementsprechend sorgfältig aus. Das heisst, um Erfolg damit zu haben, braucht es einen Projektleiter mit entsprechenden Ressourcen und die Unterstützung des Managements. Wie es Richard Joerges formuliert:
Ein Corporate-Blog ist wie eine Image-Kampagne oder die Einführung eines neuen Produktes. Das würden Sie ja auch nicht einfach so von irgendwelchen Leuten nebenbei machen lassen.
2. Corporate Blogs sind das Corporate-Publishing der Jetztzeit. Was früher Kunden- und Mitarbeiter-Magazine waren, sind jetzt Corporate Blogs. Nur dass sie viel besser, flexibler und schneller funktionieren.
3. Welche Funktion soll das Corporate Blog haben? Setzt man es für die Unternehmens-Kommunikation, Investor-Relation, Image-Werbung oder Event- und Kampagnen-Unterstützung ein? Welche Art von Corporate Blog braucht das Unternehmen? Ein Produkt-Blog, Support-Blog oder Mitarbeiter-Blog? Was will man mit dem Corporate Blog erreichen? Am besten legt man die Ziele, und wie man diese erreichen will/kann, zu Beginn fest.
4. Schreiben Sie, wenn Sie etwas mitzuteilen haben. Ein Blog (auch ein Corporate Blog) lebt durch seine Inhalte. Darum muss sich ein Corporate Blog durch Qualität und interessanten Inhalten auszeichnen – und nicht mit den Standard-PR-Meldungen.
5. Vertrauen statt Autorisierungswut und Freigabeangst. Ein Blog zeichnet sich durch Spontaneität und Aktualität aus. Darum muss der Corporate Blogger genau wissen, was er schreiben darf und was nicht, welches die Unternehmensziele sind und was die Kommunikationspolitik ausmacht. Legen Sie diese Punkte fest und schenken Sie dem Blogger Ihr Vertrauen. Als Gegenleistung kriegen Sie tolle Blog-Posts.
6. Auch ein Corporate Blog muss vermarktet werden. Ein Corporate Blog nützt wenig bis gar nichts, wenn niemand von ihm weiss. Nutzen Sie jede Gelegenheit, um auf das (neue) Blog hinzuweisen, sei das nun in E-Mail-Signaturen, auf der Website oder in Printerzeugnissen.
7. Ein Corporate Blog braucht Zeit. Man kann kein gutes (Corporate) Blog innert einem Monat aufbauen. Denn ein Corporate Blog ist kein Marketing-Instrument für den schnellen, kurzfristigen Erfolg, sondern ein Kommunikations-Tool, das Zeit braucht, bis es die volle Kraft entfalten und damit wirken kann.
Für ein gutes und damit auch erfolgreiches Corporate Blog braucht es also einen durchdachten Projektplan, Vertrauen von Seiten des Managements, Vermarktung und – meiner Meinung nach der wichtigste Punkt – Geduld.