Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) ist die Interessenvertretung für Unternehmen im Bereich interaktives Marketing, digitale Inhalte und interaktive Wertschöpfung in Deutschland. Dieser befragte eine Woche lang Unternehmen aus der digitalen Wirtschaft zu Trends bezüglich Social Media. Und kam zu folgenden Ergebnissen:
Markenkommunikation und PR an der Spitze
Über 80 Prozent der Befragten der „Trend im Prozent“-Studie sprechen für ein höheres Budget im Bereich Social Media im Jahr 2010. Teilnehmende Agenturen geben an, Social Media-Aktivitäten vor allem in den Bereichen Markenkommunikation sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit vermehrt umgesetzt zu haben. Ebenfalls verstärkt wurden Social Media-Massnahmen in den Bereichen CRM und Sales.
Online- und Mobile-Budgets steigen weiter
Neben Online-Werbung im Social Media-Umfeld sollen auch die Investitionen in Online-Werbung insgesamt und Mobile-Werbung weiter zulegen. Eher stagnierend oder abnehmend sehen die Befragten die Entwicklung von TV-, Radio- und Print-Werbung in diesem Jahr.
Wie schätzen Sie die Entwicklung im Bereich Social Media dieses Jahr in der Schweiz ein?
Gemäss jüngster Studie von Nielsen Online ist dabei die Anzahl an Online-Video-Nutzer in den USA im Jahresvergleich zum September über 12% gestiegen. Zugleich stieg auch die Zeit, die die Nutzer mit Online-Videos verbringen, um 25% an.
Bei der Anzahl Streams ist Branchenriese YouTube weiterhin mit Abstand führend, vor Hulu und Yahoo!. Dies obwohl die Total Streams sowie auch Unique Viewers gegenüber August von YouTube gesunken sind.
Facebook hat dank seinem Fokus auf Online-Videos mit Live-Streams in Zusammenarbeit mit Ustream sowie auch der Vereinfachung des User-Content Up- und Download den Einstieg in die Top Ten Brands bei Videostreams geschafft. Mit über 23 Millionen Unique Viewers landet Facebook sogar auf Platz 3 der Top Online Brands.
Betrachtet man die Entwicklung unter dem Fokus der Beliebtheit von TV-Inhalten im Internet sowie auch die Werbewirksamkeit und Kontaktqualität der Online-Videos, so ist der Trend für Werbende klar ersichtlich: Es gilt der gezielte Einsatz der Online-Werbemittel wie Overlay Ads oder Pre-Rolls in beliebten Video-Contents, also TV-Inhalte und weitere professionell hergestellte Online-Videos. Somit kann man die Werbewirkung auf den beworbenen Brand besser steuern und muss auch keine negativen Auswirkungen befürchten, wie z.B. bei nutzergenerierten Online-Videos. Dieser Trend zeigt sich auch im Hinblick auf die Werbemöglichkeiten von Mobile Videos, gemäss einer Studie von comScore, da viele Nutzer die gleichen Angebote auf ihrem Smartphone wie über ihren PC nutzen.
Nun kommt es also noch schlimmer für das klassische Fernsehen: Gemäss der Studie «Europe Logs on: Internet trends of today & tomorrow» von Microsoft wird das Internet bei anhaltendem Trend das Fernsehen im Jahr 2010 im europäischen Raum bezüglich Nutzungsdauer überholen.
Darüber gemunkelt und diskutiert wurde schon oft, ob und wann das Internet das Fernsehen bezüglich durchschnittlicher Nutzungsdauer überholen wird. Der Trend war bis dato klar: Immer mehr Videos und Sendungen werden über das Internet konsumiert. Nun soll aber das Ganze noch weiter und schneller gehen als erwartet: Das Internet soll schon im Jahr 2010 das Medium «Nummer eins» werden. Soziale Netzwerke tragen einen Grossteil zu diesem schnellen Wachstum bei, vor allem aber auch Websites mit Nachrichten- und Informationsinhalten. Immer wie wichtiger wird in Zukunft auch die mobile Internetnutzung.
Hier die wichtigsten Prognosen mit Zahlen aus der Studie:
• Microsoft prognostiziert, dass in den kommenden vier Jahren fast die Hälfte (48 Prozent) aller Mobiltelefonbesitzer auf Internetinhalte mobil zugreifen werden. Heute wird das Internet zu 95 Prozent noch über einen herkömmlichen PC genutzt. Allgemein wird eine grosse Verlagerung des Internets auf externe Geräte wie beispielsweise Spielkonsolen oder eben Mobiltelefone erwartet. Unterstützung liefert dabei das vorhergesagte Zehn- Prozent-Wachstum (auf rund 171 Millionen Geräte) des Smartphone-Marktes.
• In der Zielgruppe der 18- 24-Jährigen nimmt der PC schon zu einem grossen Teil die Rolle des Fernsehers ein: 42 Prozent dieser Personen sehen sich Fernsehformate über den Computer an. 14 Prozent gaben sogar an, gar nicht mehr „klassisch“ fernzusehen.
• Die Anzahl der Stunden, die jeweils durchschnittlich pro Woche vor dem Fernseher verbracht werden, liegen seit Jahren konstant bei 11,5 Stunden. Die durchschnittliche Nutzung des Internets wird für nächstes Jahr auf 11,2 Stunden geschätzt. Diese Zahl ist jedoch in stetigem Wachstum. Besonders durch die Nutzung der Sozialen Netzwerke wird diese Zahl in der nächsten Zeit noch steigen.
Wie werden wir wohl in Zukunft fernsehen? Und wie lange kann sich der „klassische“ Fernseher noch halten?
Die Video-Plattform YouTube wird dieses Jahr einen Verlust von bis zu einer halben Milliarde US-Dollar einfahren. Dies sagt ein Analyst der Credit Suisse voraus. Andere Plattformen wie Facebook und Twitter kämpfen mit ähnlichen Problemen.
Analyst Spencer Wang, Analyst der Credit Suisse im Bereich Medien und Internet, prophezeit dem Online-Video-Anbieter eine düstere Zukunft. Obwohl YouTube, wie andere Web 2.0-Plattformen weiterhin steigende Nutzerzahlen verzeichnen kann (auch wenn keine offiziellen Zahlen herausgegeben werden: über 100 Millionen Videos sind auf der Plattform zu finden), so sind die Finanzen ein existenzielles Problem. Da das Videoportal (bis dato) kostenfrei benutzt werden kann und konstant immense finanzielle Aufwände verbucht werden (Löhne für Mitarbeitende, Strom, Urheberrechtsklagen, …), steht ein langfristiges Überleben von YouTube weiterhin in den Sternen. Diese Finanzprobleme können mit knapp 240 Millionen US-Dollar Werbeeinnahmen niemals gedeckt werden.
Auch anderen geht es nicht besser…
Ähnliche Probleme plagen auch das Soziale Netzwerk Facebook: Obwohl die Benutzerzahlen weiterhin explodieren (über 175 Millionen User sind angemeldet), fehlt immer mehr die finanzielle Grundlage; das meiste Geld der Werbeeinnahmen wird durch interne Kosten verschlungen.
• Müsste YouTube über Premium-Accounts – beispielsweise für Unternehmen – spezielle Features anbieten?
Facebook
• Vermutlich wird es keinen anderen Weg geben, mehr Einnahmen zu erzielen, indem Teile der Plattform, respektive gewisse Zusatz-Services kostenpflichtig gemacht werden. Eine Möglichkeit wäre vielleicht ein ähnliches Modell wie bei der Business-Plattform Xing: User können auswählen, ob sie eine kostenfreien Account mit limitierten Funktionalitäten oder die kostenpflichtige Premium-Version möchten.
Twitter
• Die Übernahme durch Google würde zwar für zusätzliche Liquidität sorgen, aber ein neues Business-Modell ist damit noch nicht erfunden. Vielleicht könnte die Plattform dann allerdings über AdWords finanziert werden? Allerdings hat der Kauf von YouTube durch bis dato auch nicht dazu geführt, dass die Plattform profitabel wurde.
Soziale Netzwerke erleben gegenwärtig einen regelrechten Boom. Spannend bleibt die Frage, ob sich der Traffic und die Profile künftig monetarisieren lassen – und wie die einzelnen Plattformen die Probleme angehen werden. Wie sieht die Web 2.0-Welt wohl in ein paar Jahren aus?
Soziale Netzwerke wie z. B Facebook oder Myspace erfahren seit Monaten einen starken Boom. Eine Analyse der Internet-Marktforschungsunternehmung comScore über den europäischen Markt zeigt, dass Soziale Netzwerke immer häufiger auch mobil genutzt werden.
Während der Zugfahrt noch schnell die Ferienfotos vom Arbeitskollegen auf Facebook betrachten oder sich über den neusten Klatsch und Tratsch informieren – die mobile Nutzung von Social Networks wird immer beliebter. Betrachtet man die Zahlen der Analyse von comScore, so sticht dies sofort ins Auge: Während im November 2007 noch ungefähr 4,8 Millionen Westeuropäerinnen und Westeuropäer die mobilen Netzwerke nutzten, so liegt die Zahl der User im November 2009 schon bei ca. 12,1 Millionen, dies ist eine Zunahme von rund 152 Prozent. Grossbritannien verzeichnet dabei die meisten Zuwächse. Dazu beigetragen hat sicherlich auch die europäische Markteinführung des Apple-Gerätes iPhone, das durch einfache Technik besticht und dadurch auch weniger Technik-Begeisterten den einfachen Einstieg in die mobile Internetwelt ermöglicht.
Gemessen an der Gesamtzahl der deutschen Mobilfunknutzerinnen und Mobilfunknutzer verwenden zwar nur 3,3 Prozent User mobile Soziale Netzwerke (Vergleich GB: 9,2 Prozent), aber 39,1 Prozent der Personen, welche das Web mobil besuchen, verwenden ihren Zugang ausschliesslich für Social Networks. (GB: 46,5 Prozent)
Generation Millenium
Besonders 14- bis 20-Jährige nutzen oft und gerne mobile soziale Netzwerke, für z. B Foto- und Video-Sharing, Games, Blogs oder Instant-Messaging. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Marktforschers In-Stat. Ihre Prognose sagt 229,5 Millionen mobile Abonnenten weltweit bis 2012 voraus.
Probleme und Gefahren mobiler Social Networks
Der mobile Gebrauch von Sozialen Netzwerken bringt aber auch einige Gefahren und Probleme mit sich:
Sicherheitslücken: 93 Prozent aller 25- bis 34-jähriger deutscher Mobilfunknutzer wurden schon mit Handy-Spam konfrontiert. Sie wurden dabei aufgefordert, eine kostenintensive Nummer anzurufen oder dubiose Websites wurden verlinkt. 12 Prozent dieser User wurden schon Opfer eines Phishing-Versuchs (Aufforderung, sensible Daten wie z.B. Passwörter, Kreditkartennummern, … zu senden). Dies führt zu einem starken Vertrauensverlust der Kundinnen- und Kunden.
Wie verdient man Geld mit sozialen Diensten? Viele Anbieter und Entwickler wissen nicht, wie sie zu Geld kommen können. Jill Meyers, In-Stat, sieht drei Möglichkeiten: Premium-Upgrades, Werbung und Abonnentendienste.
Fazit
Mobile Social Networks können in Zukunft sicherlich noch mehr Geld verdienen, besonders durch den prognostizierten grossen Zuwachs an neuen Usern. Jedoch müssen die Anbieter und Entwickler sich noch vermehrt um die virtuelle Sicherheit kümmern.
The international market for online advertising is reaching a new record level. According to the latest data of the international market research agency EITO, global turnover with advertisement banners, sponsored links and other online advertising formats is expected to increase in the current year by 23%, to 31.7 billion Euro.
Der Markt für Online-Werbung soll allso trotz Krise und rückläufiger Konjunktur wachsen. Hoffen wir’s! Es könnte ja auch sein, dass die Budgets bei anderen Marketing- und Kommunikationsinstrumenten gekürzt werden?
Es ist aktuell schwierig, den Überblick zu wahren. Gerade auch in der Schweiz. Das neue Whitepaper «Social Networking – Plattformen und Potenziale» versucht da etwas Ordnung in die Sache zu bringen. Hier eine kurze Vorschau:
Am Montag dieser Woche fand sich ein Artikel im Tages Anzeiger über den drahtlosen Internetzugang via Laptop. Fazit: Dank den sinkenden Preisen ersetzt mobiles Internet immer mehr den herkömmlichen Zugang über das Festnetz.
Sunrise mit Pionierrolle
Seit Sunrise im August letzten Jahres ihr «Take Away», den mobilen Zugang zum Internet für den Laptop, auf dem Markt haben, hat sich die Menge der transportierten Daten im schnellen Handynetz von Sunrise verfünffacht. Ein voller Erfolg also. So benutzen neun von zehn Sunrise-Kunden, die mit dem Laptop ins Internet gehen, das Take Away-Produkt. Innert Minuten kann das Modem in Betrieb genommen werden – ist demzufolge einfach einzurichten. Vor allem für sporadische Nutzer ist der Preisplan von «Take Away» attraktiv: Neben einer monatlichen Grundgebühr zahlt man eine Tagespauschale von CHF 3.50, wenn man das Internet nützt.
Swisscom und Orange ziehen nach
Auch Swisscom und Orange steigen nun auch in das Geschäft des mobilen Internets für Private ein. Dass es sich lohnt, zeigte sich bei Sunrise: In den vier Monaten nach dem Launch des Take Away-Produkts hat Sunrise damit neun Mal mehr Kunden geholt als mit den auf Geschäftskunden ausgerichteten Angeboten in den letzten zwei Jahren. Beide Anbieter bringen nun sehr ähnliche Angebote.
Der Boom beginnt erst
Der Aufschwung scheint folglich noch lange nicht zu Ende zu sein. Für Mike Robert, Telekom-Spezialist des Marktforschungsinstitut Informa, ist klar:
Der Markt für mobiles Breitband-Internet wird in den nächsten fünf Jahren regelrecht explodieren. Die Zahl der Abonnenten von mobilem Breitband-Internet übersteigt die der Festnetznutzer bereits im Jahr 2011.
Laut Roberts ist der Datenverkehr übers Internet ein Zukunftsmarkt, den die Anbieter nicht verpassen dürfen. Denn
… die Substitution von Festnetz durch den Mobilfunk wird hier genau so stattfinden, wie es bei der Sprachtelefonie der Fall war. Die Festnetzanbieter müssen darum reagieren.
Die Aussichten sind rosig, die Anbieter entzückt. Für die Konsumenten ist nur noch zu hoffen, dass die Preise weiter sinken – was sicher mehr Nutzer generieren würde.
Eindrückliche Zahlen bestätigen den Trend
Wie der Artikel vonTages Anzeiger schreibt, haben 90‘000 Kunden bei der Swisscom einen mobilen Internetzugang via Laptop abonniert.
3.9 Prozent aller Internet User nutzen demnach einen mobilen Internetzugang. Wie ich bereits einmal geschrieben habe, greift in der Schweiz ca. ein Viertel aller Handybenutzer via Mobiltelefon auf das Internet zu.
Mittelfristig macht es wohl keinen Unterschied mehr, wie man ins Internet gelangt.