Date: 12. April 2010 Kommentare: 2
Eine neue Studie von Microsoft Advertising hat ergeben, dass 70% aller Europäer parallel im World Wide Web unterwegs sind, während sie fernsehen. In Bezug zu unserem letzten Artikel über das Thema der Parallelschaltung von Internet und TV in Bezug zu SEM liefert diese neue Studie interessante neue Erkenntnisse.
Gleichzeitiger Konsum von Internet und TV

Das mediale Multi-Tasking, also der gleichzeitige Gebrauch unterschiedlicher Medien, gehört bereits zum Alltag der meisten Internetnutzer. Gut zwei Drittel aller User in Europa tun dies mindestens einmal wöchentlich und zwar unabhängig vom Geschlecht. Besonders verbreitet scheint die Kombination von Internet und TV beim Alterssegment der 16-24 jährigen – neun von zehn Nutzern dieser Gruppe verwenden die Kombination der beiden Medien täglich. Besonders beliebt ist das Zappen auf einen anderen Sender oder der Wechsel ins Internet bei Werbepausen. Während sich die Männer bei der Nutzung des Webs vorwiegend von Inhalten leiten lassen, tendieren Frauen stärker zum Gebrauch der verschiedenen Formen der Online-Kommunikation.
Multi-Tasking als Katalysator

Gemäss den Aussagen von Microsoft Advertising erreichen beide Werbeformen (Online- und TV-Werbung) die Verbraucher auf ähnliche Weise in Bezug auf Breite, Bewusstsein sowie Interesse. Gemäss Microsoft hat jeder Dritte der untersuchten Multi-Tasker als Reaktion auf eine Online-Werbung auch einen Offline-Einkauf getätigt. Diese Quote fällt im direkten Vergleich mit der Fernsehwerbung niedrig aus.
Fazit
Es ist davon auszugehen, dass die Mehrheit des Fernsehpublikums parallel im World Wide Web unterwegs ist, währenddessen sie die TV-Inhalte auf sich wirken lässt. Eine Abstimmung zwischen diesen beiden Medien erlaubt die Verknüpfung von Inhalten – seien dies nun eine Marke, ein Produkt oder eine spezifische Information. Die Fragestellung lautet also nicht länger: „Wie präsentiere ich meine Inhalte dem Fernsehpublikum?“, sondern „Wie lade ich meine Zielgruppe dazu ein, die Konversation nach (oder gar während…) einem TV-Spot online aufzunehmen und in einen Dialog einzutreten?“.
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Date: 21. September 2009 Kommentare: 0
Wirklich neu ist dies natürlich nicht. Verschiedene Plattformen und Applikationen ermöglichen es schon ziemlich lange, TV-Inhalte über das Internet zu verfolgen. Umso interessanter ist es dabei zu erfahren, wie es um die Bedeutung des TV-Inhaltes im Internet steht. Mindline Media hat dies im Auftrag von Seven-One Media in der Studie „Medienradar“ untersucht – und interessante Beobachtungen gemacht.

Dabei kam zum Vorschein, dass beinahe die Hälfte aller Internetnutzer sich Videos im Internet anschauen. 51% der Männer haben bereits Videos und andere Bewegtbildinhalte im Internet betrachtet, während es bei den Frauen 40% sind. Hervorzuheben sind dabei die Teens und Twens von denen sich 76% Videos im Internet anschauen. Beim Faktor Schulbildung wird das Feld von den Abiturienten angeführt, von denen sich 57% Online-Videos anschauen. Bei Hauptschulabsolventen kommt die Studie auf 32%.
Fernsehkonsum steigt durch das Web-Angebot
Am beliebtesten für die Video-Betrachter sind TV-Inhalte. 74% der User bevorzugen Formate, die bereits aus dem Fernsehen bekannt sind. Privatvideos werden hingegen nur von 49% der User betrachtet. Die Studie konnte zudem aufzeigen, dass durch das Angebot von TV-Inhalten im Netz die Fernsehnutzung steigt. 23% der Online-Video-Nutzer geben an, durch die neuen Möglichkeiten mehr Fernsehinhalte zu konsumieren. Als Vorteil wird vor allem die Möglichkeit, verpasste Folgen unabhängig von Ort und Zeit zu betrachten, hervorgehoben. Dennoch werden ganze TV-Sendungen von 74% lieber über den originären TV betrachtet und 72% bevorzugen die „Lean-back“-Rezeptionssituation, da sie als entspannter und genussvoller empfunden wird. Dies kann sich in Zukunft durch die aufkommende Beliebtheit von Home-Theater-PC’s noch ändern.
Werbefinanzierung bevorzugt
Zwei Drittel der Online-Video-Nutzer geben an, dass ihnen die kostenlose Nutzung am wichtigsten ist und somit die Werbefinanzierung bevorzugt wird. 79% der 14 bis 29-jährigen bevorzugen hierbei die Werbefinanzierung sowie auch 69% der Frauen. Lediglich 20% aller Online-Video-Nutzer würden eine Gebühr pro Video bzw. eine Abogebühr bevorzugen.
Dazu Daniel Haberfeld, Director Research von SevenOne Media:
„Das Internet ist im Bewegtbildzeitalter angekommen: Jeder zweite User sieht sich bereits online Filme und Videos an. Die Nutzer setzen hierbei keineswegs in erster Linie auf User Generated Content, sondern erwarten auch im Web professionelle Qualität. So bevorzugen drei Viertel aller Bewegtbildnutzer im Internet TV-Inhalte. Zwei Drittel der Nutzer zeigen sich zudem aufgeschlossen, wenn es um Werbespots im Internet geht. Das ist eine gute Nachricht für die Medienhäuser – schliesslich müssen die Fernsehinhalte im Web ja auch finanziert werden.“
Hier geht’s zur Studie
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Kategorien: Allgemein, Onlinewerbung, Studien, Trends, Web 2.0 Technorati Tags: Internet-TV, Online Video, Studie, TV, TV-Konsum
Date: 10. September 2009 Kommentare: 0
Die neue Studie von comScore stellt die Effektivität der TV-Werbung gegenüber der Online-Werbung dar. Dabei sprechen die Resultate für sich: Im direkten Vergleich erhöhten sich die Umsätze durch Online-Kampagen um 9%, während die TV-Werbung 8% zulegen konnte.

Durch die Auswertung der dreimonatigen Studie kann zudem belegt werden, dass rund 80% der Online-Kampagnen zu signifikanten Umsatzerhöhungen der beworbenen Marke führen.
Um zu diesen Ergebnissen zu kommen, wurde von comScore das Kaufverhalten von zwei Millionen Internet-Benutzern untersucht. Der Fokus wurde auf 200‘000 Internet User gelegt, die Mitglieder von ‚Supermarket Loyality Programs‘ sind. Dabei lieferten die Daten von der Membership-Karte sowie das Online-Verhalten die Grundlage für den Vergleich. Um die Produktpalette zu begrenzen, wurden nur Unternehmen mit einem Angebot von CPG’s (consumer packaged goods) berücksichtigt.
Bill Pearce, Senior Vice President von Del Monte Foods, hebt bei der Studie das Potential hervor, wie Online-Kampagnen zu direktem Umsatzerfolg beitragen können. Gian Fulgoni von comScore bekräftigt dazu die Chance, dass mit Online-Kampagnen im Gegensatz zu TV-Werbung gezielt das gewünschte demografische Segment bedient werden kann. Dies sei der Schlüssel der Effektivität und somit des Erfolgs von Online-Kampagnen.
Wer hätte das gedacht
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Date: 20. Juli 2009 Kommentare: 1

Online-Videos werden immer beliebter – damit bedeutsamer. Ihre Beliebtheit kommt scheinbar bald an das klassische Fernsehen heran. Aber wird deswegen der klassische Fernsehkonsum schon reduziert?
metacafe.com hat eine interessante Umfrage gemacht. Und folgendes herausgefunden: 77 Prozent der User sehen sich regelmässig Online-Videos im Internet an, 44 Prozent gar mindestens einmal pro Woche. Dieser Trend ist bekannt. Spannender sind diese beiden Erkenntnisse:
- Fast 40 Prozent der Befragten gaben an, dass sie professionelle Online-Clips, wie Filmvorschauen, Nachrichten und Sport in genau dem selben Ausmaß genießen wie Fernsehübertragungen in abendfüllender Länge.
- Der Konsum von Videos im Netz zieht sich durch nahezu alle Altersgruppen. Der Untersuchung zufolge sehen sich mit 33 Prozent der 55- bis 64jährigen etwa ein Drittel wöchentlich bewegte Bilder im Web an.
Und verdrängt der zunehmende Konsum von Online-Videos das klassische Fernsehen? Offensichtlich nicht:
Nur etwa 20 Prozent, also ein Fünftel der Befragten gab an, dass sie ihre Fernsehzeiten wegen der Online-Videos zurückgefahren hätten.
Die User nutzen Fernsehen und Internet parallel. Das haben andere Untersuchungen bereits bestätigt.
Müssten klassische Werbespots demnach noch mehr aufs Internet verweisen?
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Kategorien: Studien Technorati Tags: Fernsehen, metacafe, Nutzung, parallel, Studio, TV, Umfrage, Video
Date: 30. Juni 2008 Kommentare: 0
ProSiebenSat1 bietet ab der kommenden Fernsehsaison verknüpfte TV- und Online-Werbung an.
Dabei kann der Werbekunde gleichzeitig im TV während der Sendung und eine Woche lang beim so genannten «Catch-Up», der Wiederholung im Internet (als Streaming), werben.
Grosse Reichweiten sind sicher
Ein interessantes – und Reichweiten starkes – Werbeformat. So wurde das «Catch-Up» der Sendung «Germany’s Next Topmodel» diesen Frühling rund 490′000 Mal pro Folge angesehen – und erreichte somit 15 Prozent der TV-Reichweite.
Wie heise online schreibt, verzeichnet die ProSiebenSat1 Media AG auf ihren Portalen 2,6 Milliarden Page Impressions pro Monat, wobei 315 Millionen Abrufe von Bewegtbild-Inhalten (Videos) sind.
Jugendliche werden ideal angesprochen
Die Vermarkter scheinen also gemerkt zu haben, dass immer weniger Jugendliche vor dem Fernseher sitzen und dafür Online-Videos konsumieren. Werbeeinnahmen gehen dabei kaum verloren – ganz im Gegenteil. Denn Fakt ist: Jugendliche und junge Erwachsene verfolgen immer häufiger TV-Inhalte über das Internet. Somit macht das neue Werbeformat sicherlich Sinn.
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Kategorien: Allmedia, Onlinewerbung, Streaming Media Technorati Tags: , Internet, Online-Werbung, ProSiebenSat1, TV, TV-Werbung, Verknüpfung TV und Internet
Date: 19. Dezember 2007 Kommentare: 1
Nachdem das Schweizer Fernsehen bereits versucht, das junge Publikum mit einem Kanal auf YouTube anzusprechen, bietet nun Ringier TV Sendungen im iTunes Store an. Gleichzeitig kündigt der Verlag die Produktion im HDTV-Format an. Die richtigen Massnahmen, um den Anschluss an das Jugendsegment und die Multimedialen nicht zu verpassen?
Gemäss Netzwoche ist Ringier das erste private Medienunternehmen in der Schweiz, das einen eigenen iTunes Store betreibt. Damit befindet sich das Unternehmen auf Augenhöhe mit BBC, New York Times, SF, ARD und ZDF.
Alle 400 Episoden von über 20 Sendungen (u.a. 5 gegen 5, Al Dente, Gesundheits Sprechstunde oder CashTV), die auf SF2, Pro7 Schweiz und Sat1 Schweiz ausgestrahlt werden, sind gratis auf dem iTunes Store als Podcasts erhältlich.
Ringier TV bald im HDTV-Format
Zudem produziert Ringier laut persoenlich.com inskünftig eine CashTV-Spezialsendung im hochauflösenden HDTV.
Diese Sendung werde im Januar 08 als HD Podcast in einer wesentlich höheren Bildqualität erhältlich sein. Die anfänglich für den iPod gedachten Podcasts würden damit sowohl fullscreen- als auch wohnzimmertauglich, schreibt Ringier.
Die richtige Entscheidung?
Die Zeichen sind deutlich: Ringier will auf keinen Fall den Anschluss an die junge, Internet-affine Generation verpassen.
Die Frage ist nur, ob sich Jugendliche und Multimedia-Begeisterte mit diesen tendenziell konservativen Sendeformaten über die neuen Kanäle wirklich ansprechen lassen.
Zudem gilt es rund um die Einführung von HDTV noch einige Herausforderungen zu meistern: Seit diesem Monat hat das Schweizer Fernsehen einen eigen HDTV-Sender . Das freut auf der einen Seite die Konsumenten ob der besseren Qualität. Anderseits können nicht alle Fernseher den Kanal «HD Suisse» empfangen. Die grosse Datenmenge an Bildern verarbeiten noch die wenigsten Fernsehgeräte.
Vielleicht hätte Ringier TV besser noch ein wenig mit HDTV zugewartet. Wer weiss. Die bestehenden Sendungen via iTunes als Podcasts anzubieten, ist jedoch eine gute Idee. Denn so werden bereits produzierte Inhalte ohne grossen Zusatzaufwand über zusätzliche Kanäle distribuiert.
Ob mit den beiden Massnahmen zusätzliche Zuschauer gewonnen werden, wird sich zeigen.
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