Bereits 70% der Internetnutzer schauen Online-Videos. Zu diesem Ergebnis kam das Marktforschungsinstitut Nielsen in seiner neuen Studie. Die Deutschen hingegen liegen im internationalen Vergleich auf den hintersten Plätzen.
In seiner neuen Studie “How People Watch – A Global Nielsen Consumer Report” befragte das Unternehmen 27.000 Online-Konsumenten aus 55 verschiedenen Ländern. Insgesamt sollen bereits 70 Prozent der Internetnutzer auch Videos online konsumieren. Im internationalen Vergleich ist Deutschland allerdings auf Platz 51 von 55 zu finden. Dieses Ergebnis lässt noch zu wünschen übrig. Die vorderen Plätze belegen dabei der asiatisch-pazifische Raum, Latein Amerika und der Mittlere Osten. Für die Schweiz wurden keine Zahlen bekannt gegeben.
Auch auf diese Frage weiss das Marktforschungsinstitut eine Antwort. Die meisten deutschen TV-Sender sind gerade erst dabei ihre ausgestrahlten Formate auch online zur Verfügung zu stellen. Sender wie Pro7 stellen beispielsweise nur einige ausgewählte TV-Formate online. Die öffentlich-rechtlichen Sender wie ARD und ZDF hingegen stellen in ihrer Mediathek jeweils das komplette Fernsehprogramm online. Um ihr Angebot auszubauen wollen RTL und Pro7Sat1 eine gemeinsame TV-Plattform anbieten. Wird das Angebot entsprechend verbessert ist es nicht unwahrscheinlich, dass auch in Deutschland mehr Online-Videos konsumiert werden.
Allerdings sei an dieser Stelle angemerkt, dass es sich bei Online-Videos natürlich nicht nur um Videos handelt die grosse TV –Sender hochgeladen haben, sondern auch um Videos die beispielsweise über Portale wie YouTube geschaut werden.
Zusätzlich erhofft sich Nielsen von den immer wichtiger werdenden Tablet PCs nochmals einen erheblichen Schub. So besitzen immerhin bereits 11% der Internetnutzer einen TabletPC (wie beispielsweise das iPad) oder planen innerhalb des nächsten Jahres den Kauf eines solchen Gerätes.
Fazit
Sobald ein grösseres Angebot von Videos auf dem deutschen Markt verfügbar ist, ist es eigentlich nur noch eine Frage der Zeit, bis auch die Nutzung ansteigt. Online-Videos erlauben letztendlich eine grössere Flexibilität und weil im Leben nichts umsonst ist könnte diese Entwicklung auch für das Online Video Advertising einen neuen Schub bedeuten.
Wir sind gespannt wie sich das gesamte Themengebiet weiterentwickeln wird und werden sie über jede Neuerung informieren.
Ein Vergleich zwischen Google und NET-Metrix – und eine Umfrage.
Tools für die Reichweiten-Analyse von Websites
Bis anhin war es so, dass die halbjährliche Erhebung von NET-Metrix Profile Aufschluss über die Online-Reichweitendaten von Schweizer Websites lieferte. Mit Google Analytics und Google Ad Planner stehen seit einiger Zeit Tools kostenlos zur Verfügung, welche diese Zahlen ebenfalls erfassen können. Zusatzfunktionen geben auch Auskunft über die demografische Verteilung und die mobile Nutzung. Wie verlässlich die Daten sind, ist allerdings schwer zu beurteilen, die Methodik ist nicht transparent.
Der Vorteil von Google ist, dass das Suchmaschinen-Unternehmen die Nutzung von allen Websites der Schweizer User analysiert, also auch von solchen aus dem Ausland. Der Vorteil der NET-Metrix-Daten dagegen ist, dass das Erhebungsverfahren transparent und klar definiert ist. Google ist im Vergleich zu NET-Metrix auch nicht unabhängig und von der Branche getragen. Das heisst, die Branche hätte kein Mitspracherecht und Google könnte die Information von heute auf morgen sperren.
Professionelle Onlinewerbeplanung Als professioneller Dienstleister setzen wir auf ausgereifte Onlinewerbeplanungstools, welche den Anforderungen der Werbeindustrie gerecht werden und viele Aspekte und Zahlen berücksichtigen. Und natürlich spielt hier auch immer der Faktor Mensch mit, weil der geneigte Onlinewerbeplaner zusätzlich zu den Hilfsinstrumenten auf einen reichen Schatz an Erfahrung zurückgreifen kann.
Und: wir stehen zur Onlinewährung NET-Metrix. Denn die Forschung wird in Zukunft “allmedial” aufgebaut sein und NET-Metrix bietet diesbezüglich eine bessere Basis als Google.
Umfage – wie wichtig sind Reichweitenzahlen wirklich?
Die Werbewoche startet nun eine Umfrage um zu sehen, wie wichtig diese Reichweiten-Daten sind. Haben die erfassten Daten wirklich einen Einfluss auf das Verhalten in der Medienbranche? Die Teilnahme der Umfrage findet auf www.wemad.org/umfrage statt.
Wir sind gespannt auf die Umfrageergebnisse.
metacafe.com hat eine interessante Umfrage gemacht. Und folgendes herausgefunden: 77 Prozent der User sehen sich regelmässig Online-Videos im Internet an, 44 Prozent gar mindestens einmal pro Woche. Dieser Trend ist bekannt. Spannender sind diese beiden Erkenntnisse:
Fast 40 Prozent der Befragten gaben an, dass sie professionelle Online-Clips, wie Filmvorschauen, Nachrichten und Sport in genau dem selben Ausmaß genießen wie Fernsehübertragungen in abendfüllender Länge.
Der Konsum von Videos im Netz zieht sich durch nahezu alle Altersgruppen. Der Untersuchung zufolge sehen sich mit 33 Prozent der 55- bis 64jährigen etwa ein Drittel wöchentlich bewegte Bilder im Web an.
Und verdrängt der zunehmende Konsum von Online-Videos das klassische Fernsehen? Offensichtlich nicht:
Nur etwa 20 Prozent, also ein Fünftel der Befragten gab an, dass sie ihre Fernsehzeiten wegen der Online-Videos zurückgefahren hätten.
Das Potenzial von eMarketing wird von Unternehmen noch nicht vollständig ausgeschöpft, denn klassische Werbemassnahmen erfahren noch wenig Online-Unterstützung. Zu diesem Schluss kommt eine Studie.
Für die Studie wurde im Februar eine Umfrage unter deutschen Unternehmen, Kunden und Branchenexperten durchgeführt.
• Fehlende integrierte Kommunikation: Nur knapp die Hälfte (47 Prozent) der Befragten gab an, das Marketing-Vorgehen und weitere Massnahmen mit dem firmeninternen Markenverantwortlichen zu besprechen. Für rund 46 Prozent ist eine Absprache eher ein Gelegenheitsfall als die Regel, sieben Prozent der Studienteilnehmerinnen und Teilnehmer treffen gar keine Absprache über den Einsatz von Internet-Medien im Marketing-Mix. Daraus lässt sich schliessen, dass der Online-Werbung immer noch eine geringe Bedeutung beigemessen wird.
• Mangelhafte Online-Unterstützung von „klassischen“ Werbemassnahmen: Nur gerade ein Viertel aller Befragten „verlängert“ Werbemethoden wie beispielsweise Plakatwerbung über das Internet (zum Beispiel mit Suchmaschinen-Marketing). An die zwei Drittel (rund 64 Prozent) verstärken ihre Werbemassnahmen nur in gelegentlichen Fällen online, elf Prozent würden dies gar nie tun.
Mögliche Gründe sind für die Studienautoren firmeninterne Strukturprobleme: Bei mehr als der Hälfte der teilnehmenden Unternehmen seien die verschiedenen Werbeabteilungen (Markenkommunikation, Online-Marketing, …) weiterhin in unterschiedliche Sektoren aufgeteilt, die auch auf ein verschiedenes Budget zurückgreifen würden. Mittels besserer Planung könnten die verschiedenen Parteien besser aufeinander abgestimmt werden.
Erfreulicherweise ist dieser Missstand den meisten Unternehmen aber wenigstens bekannt: Eine Mehrheit der Befragten gab an, dass mittels entsprechender Verlinkung der on- und offline-Werbekanäle eine Steigerung der Werbeeffizienz von 40 bis 60 Prozent zu erwarten wäre.
Die Frage, die sich beim Betrachten der Resultate allerdings aufdrängt, ist: Wenn der Missstand innerhalb der Unternehmen bekannt ist, wieso wird an dessen Behebung nicht konsequenter gearbeitet? Hoffen wir, dass den Unternehmen die Bedeutung von Online-Marketing für den Erfolg einer Kampagne bald (noch) besser bewusst wird und dass Online-Werbung bald den verdienten, notwendigen Platz im Marketing-Mix erhält.
Wie würden wohl die Resultate einer Studie für die Schweiz ausfallen…?
Weil die Nutzung des «Mitmach-Webs» in der Schweiz wenig erforscht ist, möchte man mittels einer weiteren Online-Befragung mehr Informationen zum User-Verhalten der Schweizerinnen und Schweizer im Web 2.0 gewinnen.
Wieso eine weitere Studie?
Dass eine weitere Studie durchgeführt wird, hat mehrere Gründe: Einerseits möchte man dadurch die Möglichkeit erhalten, einen Vergleich zwischen den zwei Studien und somit den zwei Jahren zu ziehen. Somit lassen sich Rückschlüsse auf allfällige Trends, Zukunftsprognosen und neue Entwicklungen usw. ermitteln.
Andererseits sind in der zweiten Studie auch vermehrt Schwerpunkte auf aktuelle Trends gelegt worden, wie den Micro-Blogging-Service Twitter, um ein Beispiel zu nennen.
Zu gewinnen: Eine sakku Solartasche im Wert von 359 Franken
Die Teilnahme lohnt sich auf jeden Fall: Unter allen Teilnehmern wird eine sakku.worker Solartasche mit integrierten Solarzellen im Wert von CHF 359.- verlost – Damit können unterwegs Mobiltelefone oder iPods bequem und überall aufgeladen werden – ohne Steckdose.
Eine US-Studie der Strategieberatung Booz Allen Hamilton untersucht, wie gut Unternehmen für die digitale Medienwelt gerüstet sind. Haupterkenntnis: Nur jedes vierte Unternehmen in den USA ist für den Einsatz digitaler Medien gewappnet. Und in der Schweiz?
Neue Medien wie Blogs oder Communities verändern das Konsumverhalten massiv. Doch wie gehen Marketingverantwortliche mit den neuen Herausforderungen um? Schaffen Sie es, mit Konsumenten in der digitalen Welt zu kommunizieren und zu interagieren? Die Ergebnisse der US-Studie mit über 250 Marketern sind ernüchternd:
Weniger als jeder vierte beurteilt sein Unternehmen für die digitale Medienwelt als gut gerüstet.
Und gut 60 Prozent geben sogar zu, keine ausreichende Erfahrung mit digitalen Medien zu haben.
Viele Marketingverantwortliche wissen um die Bedeutung digitaler Medien
Allerdings erkennen Marketer die Relevanz von Online-Communities und digitalen Nutzerprofilen.
90 Prozent der Studienteilnehmer halten es als «grundlegend», zu wissen, wie ihre Kunden Medien online benutzen.
Zwei Drittel unterstreichen den hohen Stellenwert von Internet-Communities.
Marketingverantwortliche, die bereits digitale Medien einsetzen, kennen auch den Wert Sozialer Netzwerke: Neun von zehn integrieren diese Plattformen in ihre Strategie.
Und in der Schweiz?
In der Schweiz ist man ebenfalls zögerlich. Immerhin konstatiert Marcel Bernet:
Die MAZ/Bernet-Studie Web 2.0 hats gezeigt: Die grössten Schweizer Unternehmen wagen sich langsam an die neuen Dialog- und Mitmachmöglichkeiten heran.
Wer nicht verlieren will, muss die digitalen Medien nutzen
Die Zukunft sieht also gar nicht so düster aus. So planen auch über 90 Prozent der Befragten, ihre Ausgaben für digitale Medien zu erhöhen. Dies ist aber auch dringend nötig, denn wie die Studienautoren zusammenfassen:
Marketingentscheider, die den Anschluss nicht verlieren wollen, müssen ihre Kompetenzen und Kapazitäten im Bereich digitale Medien zügig stärken. Denn Marken, die digitale Kanäle nicht intensiv nutzen, haben über kurz oder lang keine Chance, für medial emanzipierte Verbraucher attraktiv zu bleiben.
Leider werden (noch) keine Angaben zu den Umfrageteilnehmern gemacht. Doch ich nehme an, es werden – analog zur Studie 2006 – wieder über 1‘200 Jugendliche befragt worden sein.
Diese ersten Ergebnisse zeigen: Jugendliche sind eine wichtige Werbezielgruppe. Doch so viele sie sind, so anspruchsvoll ist es, sie «richtig» anzusprechen.
Dominik Schneider (vom Sinnmacherblog) und Mathias Tanner führten im Rahmen ihrer Lizenziatsarbeit eine Studie über Corporate Blogs durch. Nebst vielen anderen spannenden Erkenntnissen in der Zusammenfassung interessierten mich besonders die Ergebnisse zur Glaubwürdigkeit von Corporate Blogs.
Wichtige Erkenntnisse der Studie
44.2 % der Rezipienten sind der Meinung, dass Werbung die Glaubwürdigkeit eines Corporate Blogs beeinflusst.
71 % der Befragten lesen Blog-Postings besonders kritisch, wenn sie merken, dass das Corporate Blog nur selten aktualisiert wird.
66.1 % finden, dass die Kommentarfunktion einen Einfluss auf die Qualität und Zuverlässigkeit der Informationen im Corporate Blog hat.
83 % geben an, Corporate Blogs zu lesen, weil sie darin höchst aktuelle Informationen finden.
93.6 % finden Inhalte ohne Quellenhinweise unglaubwürdig.
79. 1 % der Studienteilnehmer meinen, dass ein Corporate Blog ohne Hintergrundinformationen zum Autor unglaubwürdig ist.
Diese Punkte sind für mich alle nachvollziehbar. Verständlich, dass man in einem Corporate Blog nicht unbedingt Werbung will. Wie bei allen Blogs, sind auch die Kommentarfunktion und regelmässige Posts wichtig. Andere Studien (zum Beispiel die Blogstudie 2007) haben ebenfalls schon herausgefunden, dass die meisten Leser hoffen, in Blogs auf Insider-Informationen zu stossen.
Als Fazit schreiben die beiden Autoren der Studie:
Ein glaubwürdiger Corporate Blog zeichnet sich vor allem durch die Beachtung der Regeln von herkömmlichen Weblogs aus. Dies bedeutet, dass die Regeln der Blogosphäre grösstenteils auch in der Corporate Blogosphäre gelten.
So gut sich ein Corporate Blog als Kommunikations-Instrument eignet, gewissen Regeln sind zu beachten. Klar ist doch, dass man als Autor und/oder Betreiber eines Corporate Blogs viele Probleme mit ein wenig gesundem Menschenverstand und Kenntnis über die Blogosphäre vermeiden kann.
Eine kürzlich erschienene Studie von Pew Internet & American Life Project über den Online-Video-Konsum in den USA zeigt, dass Online-Videos stetig an Beliebtheit gewinnen. 15 Prozent der Befragten gaben an, am Vortag eine Video-Plattform besucht zu haben – 2006 waren es erst acht Prozent. Damit hat sich der tägliche Zugriff mit 86 Prozent fast verdoppelt.
Weitere interessante Erkenntnisse:
Wie die Studie zeigt, haben 48 Prozent der Umfrage-TeilnehmerInnen schon mindestens einmal eine Video-Plattform besucht.
Dieser hohe Anstieg ist vor allem auf die Frauen zurückzuführen. Im Dezember 2007 sind 43 Prozent aller weiblichen Befragten schon einmal auf einer Video-Plattform gewesen – im Dezember 2006 erst 27 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg von 59 Prozent.
20 Prozent aller Männer konsumieren täglich Online-Videos.
Der starke Anstieg der User von Video-Sharing-Webseiten hängt aber auch mit der immer besseren Verbreitung von Breitband-Verbindung zusammen.
Ein weiterer Punkt sei sicher auch der Fakt, dass es immer mehr Videos auf Seiten wie YouTube gibt – und das mehr Leute ihre privaten Videos online stellen.
Die komplette Studie kann hier als PDF heruntergeladen werden.