metacafe.com hat eine interessante Umfrage gemacht. Und folgendes herausgefunden: 77 Prozent der User sehen sich regelmässig Online-Videos im Internet an, 44 Prozent gar mindestens einmal pro Woche. Dieser Trend ist bekannt. Spannender sind diese beiden Erkenntnisse:
Fast 40 Prozent der Befragten gaben an, dass sie professionelle Online-Clips, wie Filmvorschauen, Nachrichten und Sport in genau dem selben Ausmaß genießen wie Fernsehübertragungen in abendfüllender Länge.
Der Konsum von Videos im Netz zieht sich durch nahezu alle Altersgruppen. Der Untersuchung zufolge sehen sich mit 33 Prozent der 55- bis 64jährigen etwa ein Drittel wöchentlich bewegte Bilder im Web an.
Und verdrängt der zunehmende Konsum von Online-Videos das klassische Fernsehen? Offensichtlich nicht:
Nur etwa 20 Prozent, also ein Fünftel der Befragten gab an, dass sie ihre Fernsehzeiten wegen der Online-Videos zurückgefahren hätten.
Zusammen mit unserem Vermarktungstitel Weltwoche Online haben wir ein wöchentliches Video lanciert, in welchem Roger Köppel (Verleger und Chefredaktor Weltwoche) zu aktuellen Themen Stellung nimmt. Diskutieren Sie in unserem Blog wöchentlich über die aktuellen Themen der Videokommentare. Das erste Statement von Roger Köppel handelt vom dritten Konjunkturprogramm des Bundes – ein brisantes Thema angesichts der fragwürdigen Resultaten in unserem Nachbarland Deutschland. Was halten Sie davon? Bringen Konjunkturprogramm des Staates in der aktuellen Situation etwas oder sind diese langfristig gesehen sogar kontraproduktiv?
Ein weiteres Beispiel dafür, wie Unternehmen Social Media (langsam) für sich entdecken: Volkswagen verwendet in Zusammenhang mit einer Kampagne für den Golf GTI als erstes Unternehmen überhaupt „YouTube Mosaic“. Was ist „YouTube Mosaic“? Und welche Möglichkeiten bietet die Anwendung für Unternehmen?
Auf dem Volkswagen-Channel durften User für den „Volkswagen Movie Contest“ ihre eigens gedrehten Videos hochladen – einzige Bedingung dafür: Das Video muss sich in irgendeiner Art und Weise um (einen) VW drehen. Die dabei entstandenen Werke wurden von einer Jury bewertet und in ihrer Gesamtheit als „VW-Mosaik“ (jedes Video ist mittels einem Screenshot vertreten) dargestellt. Die einzelnen „Mosaikteilchen“ lassen sich anklicken und öffnen dann das jeweilige Video.
Mit der Aktion und mit den einzelnen Videos macht VW den YouTube-Channel bekannt, erhöht die Markenbekanntheit und positioniert sich als innovatives Unternehmen. Das ist virales Marketing mittels Social Media.
Mit „YouTube Mosaic“ kann aus beliebigen Bildern ein Mosaik gebildet werden – allerdings bleibt es vorerst Premium-Werbepartnern vorbehalten.
Der gute alte Fernsehapparat verliert immer mehr an Bedeutung: Er verliert nicht nur seine ungeteilte Aufmerksamkeit (siehe Artikel „Fernseher nur noch passiv im Hintergrund“), auch schauen sich immer mehr Personen ausgewählte Sendungen und Videos online im Internet.
Zu diesem Schluss kommt eine von CNN und Ericsson durchgeführte Studie, bei der 1094 Personen befragt wurden, die vom CNN-Online-Angebot Gebrauch machen. Rund 73 Prozent dieser Benutzerinnen und Benutzer gaben an, Videoangebote im WWW anzuschauen.
Beinahe ein Drittel aller Befragten gab an, Videos auch mobil, z.B. auf einem iPhone zu konsumieren. Ein Viertel der Befragten gaben an, vermehrt TV-Ausstrahlungen unterwegs zu konsumieren.
Alter schützt vor Internetfernsehen nicht
Besonders interessant ist dieser Aspekt der Studie: Die fleissigsten User sind nicht etwa eher jüngere Personen, wie man logischerweise zuerst vermuten würde, sondern durchschnittlich über 45 Jahre alt (rund 66 Prozent der Befragten).
Dies steht im Gegensatz zu den Ergebnissen der Studie des Marktforschers midline media (siehe Artikel) zum Thema Medienkonvergenz: In Sachen Mehrfachnutzung von Medien ist eine eher junge Zielgruppe Spitzenreiter.
Gründe für die abnehmende Popularität
Dass die einst riesige Popularität des klassischen Fernsehens immer wie mehr abnimmt, hat gemäss Studienergebnis zwei Gründe:
• Höherer Flexibilität durch das Online-Angebot (71 Prozent der Studienteilnehmer)
• Die Möglichkeit, verpasste Sendungen problemlos und bequem zu einer beliebigen Zeit nachzuholen (51 Prozent).
Der deutsche Fernsehsender ARD ist nun auch mit einem eigenen Channel vertreten auf der Online-Video-Plattform YouTube. Das Schweizer Fernsehen hingegen hat den Trend zu Online-Plattformen schon früher erkannt (siehe Artikel).
Immer mehr Benutzerinnen und Benutzer folgen dem weltweiten Trend, sich Videos online anzusehen. Auf der seit Februar 2005 im Web verfügbaren Plattform „YouTube“, bei der angemeldete User ihre Videos jeglichen Genres (innerhalb der gesetzlichen Schranken) hochladen können, sollen sich rund 100 Millionen Videos befinden, Tendenz steigend. Aktuell sollen täglich rund 65‘000 neue Videos hochgeladen werden, offizielle Zahlen von YouTube sucht man aber weiterhin vergeblich.
Der deutsche Fernsehsender ARD folgt diesem Trend und bietet nun ebenfalls seine Dienste auf der Plattform an: verschiedenste Sendungen können auf dem Channel angeschaut werden, ob es nun Wissensformate, Comedy-Sendungen oder Serien sind. Desweiteren möchte ARD mit Specials wie z.B. Outtakes von Serien weitere neue Konsumentinnen und Konsumenten für sich gewinnen.
Dieser Schritt erfolgt erstaunlicherweise sehr spät, ist doch ARD sonst sehr fortschrittlich in Sachen Internet: die Mediathek bietet unzählige, qualitativ hochstehende TV- und Radiosendungen zu den unterschiedlichsten Themen, welche übersichtlich und sauber aufgeführt werden. Mit dem YouTube-Channel werden die Informationen jetzt auch über „fremde“ Plattformen abrufbar.
Besonders möchte ARD mit diesem Schritt die „jüngere Generation ansprechen“, wie der ARD-Vorsitzende Peter Boudgoust die Entscheidung erklärt. Dies ist ein notwendiger Schritt, denn das „klassische Fernsehschauen“ zieht längst nicht mehr so viele Personen an wie früher. Besonders Jugendliche verbringen immer weniger Zeit vor dem Fernsehen, das Angebot im WWW ist inzwischen so gross, dass viele die Online-Formate bevorzugen. Dies ist auch nicht verwunderlich, sind Sendungen im Fernsehen stark zeitgebunden, Videos und Sendungen im Internet jedoch jederzeit und überall verfügbar.
Bei Interesse an weiteren Informationen über die veränderte Stellung des Fernsehers in unserer Gesellschaft lesen Sie doch bitte den Artikel „Fernseher nur noch passiv im Hintergrund“.
Für Werbung im Internet gibt es viele Möglichkeiten: Display-Anzeigen, AdWords oder auch E-Mail-Werbung – um nur einige Beispiele zu nennen. Populär sind auch Pre-Roll-Ads: Dabei wird in einem Online-Video ein Werbefilm vorgeschaltet. Eine Studie hat nun die Wirksamkeit dieser Werbemöglichkeit nachgewiesen. Das Gute dabei: Video-Portale boomen weiterhin.
Pre-Roll-Advertising ist effektiv. Zu diesem Schluss kommt eine gemeinsame Studie einer Online-Mediaagentur und der Marktforschungsabteilung von MediaLogics. Für die Studienergebnisse wurde Probanden aus verschiedenen Testgruppen Fernsehwerbungen und Pre-Roll-Ads vorgeführt. Ergebnis: Während bei den Fernseh-Probanden bei verschiedensten Produkten jeweils die ungestützte Markenbekanntheit nur um 9 Prozent gestiegen ist, so resultierte bei den Pre-Roll-Versuchspersonen eine Zunahme um die 46 Prozent (Gestützte Markenbekanntheit bei TV-Probanden: Zunahme um 6 Prozent; bei Pre-Roll-Probanden: Zunahme um 39 Prozent). Zudem sei genau messbar, wie viele Personen ein Pre-Roll gesehen hätten (im Gegensatz: Wie viele Personen haben wohl meine Werbung im Fernsehen gesehen?).
Steigender Online-Video-Konsum
Besonders effektiv ist diese Werbemethode natürlich, da sich immer mehr Personen Online-Videos anschauen: Gemäss einer Studie der Marktforschungsunternehmung Parks Associates betreffend des europäischen Videokonsums, hätten sich rund 20 Prozent aller Europäerinnen und Europäer in den letzten sechs Monaten einen Film oder eine Fernsehsendung online angesehen. Auch wenn das klassische Kino-Erlebnis oft noch am meisten favorisiert wird (Frankreich: 78 Prozent der Studienteilnehmer) und der DVD-Konsum immer noch hoch ist (Grossbritannien: 62 Prozent der Studienteilnehmer), so ist die Tendenz zur Nutzung von Online-Angeboten doch steigend.
YouTube nach wie vor führend
Besonders beliebt ist dabei der Online-Video-Anbieter YouTube: Gemäss comScore wurden in Deutschland von 28,5 Millionen Nutzern rund drei Milliarden Online-Videos angeschaut (Stand: Dezember 2008). Fast die Hälfte (rund 51 Prozent) bei Google-Angeboten wie z.B. YouTube.
YouTube verzeichnet mit einer Zunahme von 48 Prozent das grösste Wachstum in der Branche, an die 20 Millionen User sind darauf aktiv. Danach folgen die Seiten von Universal Music (8,6 Millionen Zuschauer, Zunahme um 19 Prozent) und die Angebote von ProSiebenSat.1 (6,5 Millionen Zuschauer, Zunahme um 37 Prozent).
Das weltweite Interesse an Video-Inhalten steigt rasant. Nur: Die Betrachtungsmethoden unterscheiden sich so ziemlich. Das zeigt eine Auswertung von Cisco Systems.
Cisco hat die Nutzungsgewohnung beim Konsum von Videos in den USA, in Deutschland, Schweden und in chinesischen Ballungsräumen ausgewertet.
Die Keyfindings sind:
U.S. consumers watch the most TV: an average of 3.8 hours per day. Germans watched 2.9 hours on average; Swedes, 2.1 hours; and urban Chinese, 1.8 hours.
Urban China has the largest percent of users who watch online video via their PCs, at 97 percent, with the U.S. following at 81 percent.
The U.S. has the largest percentage of users watching video on a mobile phone, at 23 percent.
U.S. respondents who watch video on their mobile phone spend an average of 36 minutes per day doing so.
Eighty-five percent of the German respondents are interested in viewing Internet video on their TV sets, compared with 55 percent of Swedes, 54 percent of Americans, and 35 percent of urban Chinese.
U.S. respondents watch 2.5 times as much professional video content (TV programs and movies) as they do user-generated video content on their PC or laptop. German respondents watch twice as much user-generated video on their PC or laptop as they do professional video content.
On average, American respondents who use a PC or laptop to view video spend 1.5 hours per day doing so. They are well ahead of the Swedes (who spend 0.7 hours per day), equal to the Germans (1.5 hours per day) and slightly below the Chinese (1.9 hours per day).
Interessant ist, dass die Deutschen User eher User Generated Content mögen, als professionell produzierte Inhalte. Ob das bei den Schweizern wohl auch so ist? Wenn ja, dann müssten Werbetreibende ihre Aktivitäten mit/auf Plattformen wie YouTube forcieren.
Pre- und Post-Roll-Videowerbung ist mittlerweile bekannt. blinkx.com, eine der grössten Video-Suchmaschinen der Welt, stellt ein neues Format vor: «Un-Roll» integriert Werbebotschaften in laufende Video, scheinbar schonend.
Und das soll so funktionieren:
The unit begins with a branded curtain that draws back to reveal the video and a branded blinkx video player when the video has fully buffered.
• As the video plays, touch-points such as overlay ads and logos appear at contextually relevant moments within the video, generated by blinkx’s patented, award-winning technology.
• The video ends with a clear call-to-action and the viewer has the option to continue the experience on the brand’s Web site.
Beim Un-Roll-Verfahren die Werbeinformation interaktiv im Videoclip untergebracht. Im ans eigene Corporate-Design anpassbaren Video-Player wird vor dem Start des Clips auf die Werbeinhalte aufmerksam gemacht. Anschließend erscheinen während der Betrachtung kleine Overlay-Bilder und Logos, deren Erscheinen an den inhaltlichen Ablauf des Videos angepasst werden kann. Abschließend weist das System noch einmal explizit auf die Werbepartner hin und fordert die Nutzer auf, die beworbenen Seiten zu besuchen.
Although click-through rates for pre-roll advertisements tend to be positive, some viewers are reluctant to watch 30 seconds of advertising for videos that sometimes last only one minute.
Sind wir gespannt, welche weiteren Video-Werbeformate noch erfunden werden.
Wer gerne Werbe-Spots schaut, wird Firebrand lieben. Denn auf dieser Seite gibt es die besten Werbe-Clips online.
Im Gegensatz zu YouTube gibt es nur Werbung – dafür ausschliesslich gute. Aber bis man auf YouTube lustige oder interessante Clips findet, kann es eine Weile dauern. Anders bei Firebrand. Als User hat man die Möglichkeit, die meist gesehenen Spots zu konsumieren, nach Marken, Agenturen, Herstellern oder Themen von Clips zu suchen. Und die Auswahl ist gross. So gross, dass man entweder die «most viewed»-Clips anschaut oder einfach auf gut Glück auf einen Clip klickt.
Die Seite ist sehr benutzerfreundlich aufgebaut und übersichtlich. Wie die Macher der Seite schreiben, wollen sie schlicht, gute Werbung zeigen – und das ist ihnen gelungen!