Die Angst vor Social Media

Date: 28. April 2010 Kommentare: 1

Viele Unternehmen entdecken erst jetzt, welch wertvollen Beitrag die sozialen Medien in einem ausgeglichenen Marketing-Mix leisten können. Warum werden die Hürden für einen erfolgreichen Einstieg nicht schneller in Angriff  genommen? Und aus welchem Grund hat die Thematik mit rigiden Denkmustern zu kämpfen?

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Sozialen Medien vs. rigide Denkmuster

Sandra Sieber, Professorin an der IESE in Barcelona, streicht in einem spannenden Interview der Frankfurter Allgemeinen Zeitung heraus, dass sich soziale Medien in Firmen nicht wegen, sondern trotz des Managements zusehends durchsetzen. Die Hauptanwendungen liegen im Marketing und in der  PR und wurden meist durch auf die Eigeninitiative engagierter Mitarbeiter angestossen. Social Media-Projekte werden kaum von der traditionellen Firmenstruktur initiiert und laufen zu Beginn eigentlich immer hinter dem Rücken der Entscheidungsträger ab. Als Hauptgrund für diesen Zustand nennt Sieber das Alter der Führungskräfte und deren Mangel an Wissen über die Funktionsweise von Social Networks. Von denjenigen Führungskräften, welche bereits positive Erfahrungen gemacht haben, wird die erhöhte Reichweite in die Communities als Hauptvorteil gehandelt. Das Eigenleben der virtuellen Gemeinschaften und somit auch die viralen Komponenten der Netzwerke, gehören für die Befragten zu den eigentlichen Knackpunkten – der Kontrollverlust wird als sehr negativ aufgefasst.

Fazit

Es ist Tatsache, dass die meisten Unternehmen, die bereits soziale Medien verwenden, von den Möglichkeiten überzeugt sind und diese auch weiterhin nutzen wollen. Marketingleute verwenden Twitter zur schnellen Kommunikation, Communities werden über Plattformen in den Ideen- und Innovationsprozess eingebunden und  Personaler sparen sich durch Xing und LinkedIn kostspielige Head-Hunter. Die Überwindung der Angst vor Social Media im Business-Kontext und die Kreation neuer Instrumente für die Einbindung der entsprechenden Instrumente dürften für die meisten Unternehmen die grössten Herausforderungen darstellen.

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