Wie sieht die digitale Zukunft aus?

Date: 15. April 2008 Kommentare: 0

Obwohl wir im Jetzt leben, würden wohl die meisten Menschen gerne wissen, wie die Zukunft aussieht und was sie bringt. Vor allem in der sich extrem schnell ändernden Welt des Internets wäre ein Zeitsprung von zehn Jahren wohl schon sehr spannend und interessant. Auch wenn Zeitreisen noch nicht möglich sind, Überlegungen, wie die Zukunft aussehen mag, kann man sich trotzdem machen. Das tat auch Martin Weigelt von zweinull.cc.

Hier sind seine zehn Thesen zur digitalen Zukunft:

  1. Print als Massenmedium stirbt.
  2. Soziale Netzwerke werden zum Kommunikationstool für jedermann, der Boom der Social Networking-Plattformen hält auch weiterhin an.
  3. E-Mail bleibt. Auch wenn E-Mails immer mehr mit Elementen anderer Web-Anwendungen verschmelzen, das «praktischste und schnellste Kommunikationsmittel» bleibt.
  4. Die «the Winner takes it all»-Theorie behält Gültigkeit. Einige grosse Anbieter dominieren das Internetgeschäft auch in Zukunft.
  5. Personalisierte Werbung wird Standard, so verschwinden Streuverluste der Werbung.
  6. E-Commerce steigt zum beliebten Geschäftsmodell auf.
  7. Bezahlte Inhalte erleben eine Renaissance. Der momentane «alles vom Internet ist gratis»-Gedanke wird nachlassen.
  8. Marketing wird komplizierter. Die Konsumenten erwähnen gute und schlechte Produkte-Erlebnisse sofort im Netz.
  9. Musik und Filme werden bald nur noch via Internet vertrieben.
  10. Das «herkömmliche» Fernsehen wird sich in den nächsten Jahren noch behaupten.

Ich bin wirklich sehr gespannt, ob und wann diese zehn Voraussagen eintreffen werden. Lassen wir uns überraschen, wann es so weit ist.

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Löst Bambuser Joost ab?

Date: 8. April 2008 Kommentare: 1

Während Joost mit Gerüchten und Problemen kämpft, steht bereits das kommende Online-Video/Live-Streaming-Wunder-Ding namens Bambuser bereit.

Joost: Von der globalen Web-TV-Hoffnung zum rettenden Strategiewechsel?

Als das Internet-TV-Programm Joost vor einem halben Jahr den Betrieb aufnahm, waren alle Blogger voll des Lobes.

Sevyl’s Blog schrieb damals ganz begeistert:

Dem Weltraum-fasziniertem Schreiberling dieses Blogs ist hier in den ersten Minuten des Testens eine Sendung ans Herz gewachsen: Joost.

Don Promillo von place2be konnte sich schon gar nicht mehr vom Joost losreissen.

Joost ist ein sehr, sehr cooles Internet-Video-TV-Programm, für umsonst und nun auch für alle zugänglich. Ich bin gerade wirklich sehr begeistert. (…) Schön auch der Paramount Channel auf dem man ganze Spielfilme in «okayer» Qualität gucken kann, die Animations- und Comedy-Sparte ist auch ausreichend vertreten und verspricht viele tolle Stunden vorm Pc. Ich guck jetzt weiter, vielleicht später mehr.

Sechs Monate später ist aber bei den meisten die Ernüchterung eingekehrt. Die «Sunday Times» publizierte nun sogar einen Artikel, in dem von grösseren Einschränkungen die Rede ist.

Joost (…) is preparing for a major retrenchment after failing to attract enough users and top-flight broadcasting rights.

Nun wolle sich «das Fernsehen der Zukunft» wegen ungenügenden Senderechten und zu geringen Zuschauerzahlen nur noch auf die USA konzentrieren.

Joost-CEO Mike Volpi widersprach gegenüber dem Blog Gigaom dem Bericht der Sunday Times. Man plane zwar eine Neuausrichtung, aber man wolle sich sicher nicht nur auf die USA beschränken.

Mobiles Live-Streaming mit Bambuser

Wie das mit Joost nun auch ist, mit Bambuser steht bereits ein neues Web-TV-Angebot am Start. Anders als bei YouTube und Sevenload kann man nicht nur die selbstgedrehten Clips hochladen, sondern wie bei Kyte live streamen. Im Gegensatz zu Kyte ist es trotz Alpha-Phase bereits allen möglich, Live-Streamings über das Handy (oder die Webcam) zu produzieren.

Wie Martin Weigert auf zweinull.cc schreibt, gibt es eine Menge Anwendungsmöglichkeiten.

Mitglieder von Bambuser können ihre Streams in beliebige externe Seiten einbetten und mit den Zuschauern direkt vom Handy aus chatten. Seit kurzem hat man außerdem die Möglichkeit, seine Übertragung mit einem Geotag zu versehen. Über ein Google Maps-Mashup lassen sich Streams direkt nach Region auswählen und anschauen.

Der kostenlose Dienst unterstützt übrigens nahezu alle aktuellen Nokia-Handys sowie ausgewählte Symbian-Modelle von Panasonic, Samsung, Sony Ericsson, LG, Lenovo und Motorola.

Nebst Bambuser stehen auch noch weitere mobile Live-Streaming-Dienste in den Startlöchern. QIK und Flixwagon sind aber noch beide in geschlossenen Testphasen.

Ich bin gespannt, wie sich das Web-TV- und mobile Live-Streaming-Angebot weiterentwickelt – und welcher Dienst nun tatsächlich überleben wird.

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